Golfschläger

Betrügerische Golfschläger

Golfschläger sind der Schlüssel zum Glück, für den Golfspieler gleich im doppelten Wortsinn. Der Golfschläger ist zunächst ein grundlegendes Element des Golfsports, was offensichtlich ist, weniger bekannt ist die Tatsache, dass dieses Werkzeug dem Golfer das Leben mehr wie schwer machen kann.

Da trainiert man jahrelang, gönnt sich teure Pro-Stunden und der Slice wird nicht merklich besser, im Gegenteil, im entscheidenden Moment beim Abschlag am ersten Loch zaubert man die herrlichsten Bananen. Die Konstanz ist auch mit zugedrücktem Auge nicht erkennbar und irgendwie fehlt der Schlüssel zum Durchbruch.

Wenn Sie bislang die Schuld bei sich und Ihrem Talent gesucht haben, dann kommt hier der Silberstreif am Horizont:

Jeder Golfschläger hat Fertigungstoleranzen, die Ihnen das Spiel erleichtern oder erschweren können. Ist die handwerkliche Qualität zu schlecht, färbt dies auf Ihr Golfspiel ab.

Wie gross diese Toleranzen – die nach eigener Erfahrung bis zur Unspielbarkeit einzelner Golfschläger reichen – sein können, wird von vielen Herstellern und Golfmagazinen tunlichst unter den Tisch geschwiegen. Die einen wollen wenig Ausschuss in der Fertigung und viel Umsatz, die anderen leben von eben diesen Massenproduzenten, sprich deren Werbeetat und werden diese stolzen Summen für die Wahrheit nicht aufs Spiel setzen.

Krumm und billig: bei vielen Golfschlägern fehlt es am Zielwasser. Die Fertigungstoleranzen sind so gross, dass Länge und Richtung des Ballflugs ein Zufallsergebnis bleiben

Präzisions-Schläger: hier stimmt die Qualität und damit die Voraussetzungen für ein sehr niedriges Handicap. Ist die komplette Golfausrüstung derart abgestimmt, stellt sich Konstanz und Präzision im Spiel fast automatisch ein.

Was zum Beispiel bei einem Driver passiert, wenn der Schaft nicht korrekt gemessen und mit ungünstiger Orientierung eingebaut wurde, zeigt dieses Video: KLICK

Und so sollte der Schaft sich unter Belastung verhalten, lineare Schwingung in jeder Ausrichtung: KLICK

Ehrliche Golfschläger

Das Angebot ist mittlerweile unüberschaubar. Doch was ist Marketing und was noch echtes Handwerk, sprich Spielverbesserung? Wir haben uns deshalb mittels Tests und Vergleichen zu den wahren Perlen am Markt gekämpft und sind von nachfolgenden Modellen 100% überzeugt:

Eisen

Prowinn VDC

Der wohl am leichtesten spielbare Golfschläger überhaupt. Die technisch aufwändige Konstruktion unterstützt den Golfer in allen bereichen: hoher Ballflug, grosse Schlagweiten, ausgeprägte Körperschonung. Idela für Spieler, die mehr spielen als trainieren möchten. Erhältlich von Eisen 2 bis Pitching-, Gap- und Sand-Wedge.
Golfschläger von Prowinn
Schläger von Prowinn

Bagger Vance Softstahl Cavity

Traditionelle Werte in einer neuen Metalllegierung: der Shooting-Star der kommenden Jahre. Trotz deutscher High-Tech-Fertigung glänzt diese Modell durch individuelle Ausbaustufen: von extremst preiswert bis zur Tour-Qualität wird jedes Erfordernis erfüllt.
Schläger von Bagger Vance

Hölzer/Driver

Prowinn

Legendär ist Prowinn durch den Driver 420cc, der fast jedem Golfer ein Plus an Weite garantiert. Bestseller sind auch die Burn-Sole II Fairway-Hölzer, die schon so manches Handicap nachhaltig nach unten brachten.
Schläger von Prowinn

Bagger Vance

Mit gleich mehreren Driver-Serien, Fairway-Hölzern und Rescues deckt Bagger Vance den kompletten Markt ab. Egal ob Sie ein Slice-Problem plagt, magelnde Schnellkraft Ihre Sorge ist oder Sie die nächste Longdrive-Wertung im Visier haben: Bagger Vance ist Ihr Problemlöser.
Schläger von Bagger Vance

Übersicht einiger bekannter Golfschläger-Hersteller und deren Geschichte

Auch wenn alle paar Jahre ein anderer Golfschläger-Hersteller den Markt dominiert, hat jeder Hersteller seine eigene interessante Geschichte. Auf diesen Seiten werden die wichtigsten Entwickler und Entwicklungen für den Golfsport porträtiert. Eingeschlossen vergangene und durch Fusion neu entstandene Marken. Die Übersicht der Golfschläger-Hersteller ist aktuell im Aufbau und wird ständig erweitert.

Accuform

Accuform Golf wurde im Juli von 1978 von John Saksun in Toronto, Canada gegründet.

Die Geschichte der Firma fängt schon 40 Jahre früher an, als Saksun die Mutterfirma von Accuform gegründet hat, die Queensway Maachine Products Limited. Saksun ist 10 Jahre zuvor nach Canada gekommen nachdem er vor der deutschen Invasion aus der Tschechoslovakei floh.

Im Jahr 1974 hat Saksun und ein Partner die Trisport Ltd., ein Golfschägerhändler übernommen, und haben sie in Accuform umbenannt.

1980 wurde Accuform in eine neue Fabrik verschoben, die in der Nähe des Queensway Firmengelände lag.

Saksun war unzufrieden damit, dass man die Schlagfläche nicht perfekt flach machen konnte und began die Schlagflächen mit Maschinen zu fertigen.

Accuform PTM waren die einzigen die eine perfekt eben gewalzte Schlagfläche hatten. 1986 bekammen Sie von der U.S.G.A. den Auftrag die 23 Spezialplatten für die Grooveuntersuchungen zu machen.

Accuforms‘ s Ziel ist es weiter in den lukrativen U.S. Markt einzusteigen und den perfekten Golfschläger herzustellen.

Bekannte Modelle waren die PTM Eisen und Hölzer in den 80ziger Jahren.

Acushnet

1935 wurde von Acushnet die erste automatische Schwung Maschine ( first automatic golf swing machine) erbaut. Man wollte natürlich die Performance der neuen Bälle gegenüber den Mitbewerbern testen und die beherrschende Marktstellung weiter ausbauen.

Im zweiten Weltkrieg befand sich Acushnet in einer wirtschaftlich gefährlichen Situation. Während andere Hersteller neben Golfbällen vor allem Golf Zubehör wie Schläger, Golfbags und Bekleidung vertrieben, musste sich Acushnet dem hart umkämpften Markt an Gummibedarf stellen. Flexibel wurde die Produktion um Gummi Gasmasken erweitert, um ein Überleben des Unternehmens in Kriegszeiten gewährleisten zu können.

Nach dem Krieg nahm Acushnet die Golfball Produktion wieder voll auf und brachte einen neuen, verbesserten, widerstandsfähigeren Ball, DT Modell genannt. DT stand für Dynamite Thread (Dynamit Garn). Mit dieser neuen Erfindung baute Acushnet seinen Marktanteil weiter aus und immer mehr Professionals spielten die Bälle, zum Leidwesen deren Sponsoren natürlich. Als 1949 Cary Middlecoff die US Open mit einem Titleist Ball gewann, wurde die Marke der Golfball Nr. 1 auf der Tour und dies auf Jahrzehnte hinweg.

Der Titleist Golf Ball behielt seine Popularität und Bedeutung auch, als die unangefochtene Nummer Eins der damaligen Golfindustrie, MacGregor seinen eigenen Golf Tour Ball entwickelte und ständig verbesserte. Man munkelte, dass Mac Gregor, bekannt durch seinen sehr professionellen Mitarbeiter- und Spielerstab, seine Spieler und Mitarbeiter abordnete mit dem Mac Gregor eigenen Golf Ball zu spielen. Man erzählte sich, dass Ben Hogan regelmässig nach Cincinnati ins Mac Gregor Hauptquartier kam, um dort die Entwicklung der neuen Tour Golfbälle zu Begutachten und zu Testen. Zur Info: Hogan spielte zu diesem Zeitpunkt noch seinen über Alles geliebten Titleist Tour Ball. Mac Gregors President teilte Ben mit, dass er nun den neuen Mac Gregor Tour Ball spielen könne, er wurde ja auch lange genug mit der Ball Schwung Maschine getestet. Daraufhin schlug Ben Hogan vor, dass er doch lieber die Ball Schwung Maschine an seiner Stelle auf die US Open schicken solle.

Viele Spieler, wie Hogan, Doug Ford, Jimmy Demaret und andere, die bei Mac Gregor unter Vertrag standen, spielten den Titleist Ball weiter. Daraufhin wurden Ihnen die Verträge aufgekündigt.

Mitbewerber nahmen die „suspendierten“ Spieler auf und es war klar, dass sich daraufhin die zukünftigen Marktanteile in der Branche verändern würden.

Die sichere Stellung von Titleist kam ins wanken, als 1954 ein Hurrikane die Küste von New England traf. Es entstand ein enormer Sachschaden und die gesamte Ball Herstellung war stark eingeschränkt. Wie auch immer, die Firma stieg auf, wie ein Phönix aus der Asche und erschien in neuem Glanz, mit neuen Maschinen und Werkzeugen und fertigte immer bessere Golfbälle.

In den 60ern begann sich Acushnets Golfzweig aufzuteilen und zu diversifizieren. Es kamen zu den Golfbällen Handschuhe, Golfschläger Headcovers, Golftrolleys und Pull Carts uvm.

Einen echten Sprung brachte das Mitwirken von Ex MacGregor Mitarbeiter John Reuter, Designer der Putter Marke Bulls Eye. Die populären Messing Putter bescherten der Acushnet Gruppe enorme Zuwächse und Gewinne.

Mit einem neuen Markt- und Markenbewusstsein startete Titleist/Acushnet 1968 seine größte Expansion, indem Sie Golfcraft Inc. Sich einverleibte. Acushnet zog in Golfcraft´s Headquarter nach Escondido, Kalifornien. Von dort aus entstanden die ersten Hölzer und Eisen unter dem Namen The Titleist Golf Division of Acushnet.

Während diesen Jahren blieb Acushnet ein Familien geführtes Unternehmen mit Phil Young an der Spitze bis zu seinem Tod 1955. Sein Sohn, Richard Young übernahm die Leitung während der enorm expansiven Jahre bis 1976 als ein großes Nahrungs Konglomerat namens American Brands Inc. ein Übernahmeangebot der Acushnet Gruppe unterbreitete. In seinem und im Interesse der Aktionäre handelnd, nahm er das Angebot von American Brands Inc. an. In den 1980er Jahren hielt Titleist / Acushnet mit über 40% Marktanteil und über 80 Millionen weltweit verkauften Golfbällen die Spitze der Golfball Industrie und bescheinigt dem Unternehmen die Kernkompetenz in der qualitativ hochwertigen Fertigung von Golfbällen und im Golfequipment.

Accuform

Accuform Golf wurde im Juli von 1978 von John Saksun in Toronto, Canada gegründet.

Die Geschichte der Firma fängt schon 40 Jahre früher an, als Saksun die Mutterfirma von Accuform gegründet hat, die Queensway Maachine Products Limited. Saksun ist 10 Jahre zuvor nach Canada gekommen nachdem er vor der deutschen Invasion aus der Tschechoslovakei floh.

Im Jahr 1974 hat Saksun und ein Partner die Trisport Ltd., ein Golfschägerhändler übernommen, und haben sie in Accuform umbenannt.

1980 wurde Accuform in eine neue Fabrik verschoben, die in der Nähe des Queensway Firmengelände lag.

Saksun war unzufrieden damit, dass man die Schlagfläche nicht perfekt flach machen konnte und began die Schlagflächen mit Maschinen zu fertigen.

Accuform PTM waren die einzigen die eine perfekt eben gewalzte Schlagfläche hatten. 1986 bekammen Sie von der U.S.G.A. den Auftrag die 23 Spezialplatten für die Grooveuntersuchungen zu machen.

Accuforms‘ s Ziel ist es weiter in den lukrativen U.S. Markt einzusteigen und den perfekten Golfschläger herzustellen.

Bekannte Modelle waren die PTM Eisen und Hölzer in den 80ziger Jahren.

Auld Golf, Inc.

Zur Zeit in North Carolina angesiedelt, hatte Auld Golf einige Standortwechsel hinter sich, angefangen in California. Der PGA-Pro Mac Hunter hat 1973 die Mac Hunter Giolf Company gegründet, die heute als Auld Gold Company bekannt ist.

Arnold Palmer (AP)

Es wurde behauptet, dass Arnold Palmer die größte Verantwortung am Stil der modernen Golfscene der USA hatte. In der Zeit, als sich der Golfsport in den USA zu einem großen Industriezweig entwickelte hatte Palmer seinen Platz in der Entwicklung des Golf Equipments manifestiert.

Palmer selbst war äußerst erfolgreicher Golfer und Professional in den 50er Jahren. „Gefesselt“ an einen „Knebelvertrag“ mit Wilson, der ihm anfänglich sehr recht kam, verzögerten sich seine Wünsche eine eigene Golfschläger und Golf Equipment Linie aufzubauen.

Endlich, in den 60er Jahren konnte er von Wilson losgelöst, seinem Wunsch nach einer eigenen Golf Linie folgen. Palmer wandte sich an Professional Golf Co. die Macher von First Flite Equipment seit 1932. Der Hintergrund war, da Palmer zwischenzeitlich mit First Flite Equipment spielte. So lag der Weg nahe und Arnold Palmer selbst hatte großen Respekt vor der Kunst der Golfschläger Fertigung von First Flite aus Tennessee.

Palmer selbst hatte die komplette Kontrolle über das Design der neuen Hölzer und Eisen, die ein traditionelles Erscheinungsbild hatten.

Arnold Palmer Golf Company produzierte und vertrieb Golf Produkte bis in die späten 1960er und wurde in dieser Zeit einer der ersten und größten Hersteller der neuen Aluminium Golfschäfte mit der Palmer selbst zwei PGA Tourniere gewann. Durch diese Erfolge wuchs das Ansehen des Unternehmens enorm. Es hagelte nur so von Gelegenheiten und Geschäftsmöglichkeiten unter anderem das Angebot der Sears, Roebuck & Co. Gruppe, die Palmers Namen gerne exklusiv für Ihre Retail Golfprodukte hätten. Das Angebot war zu verlockend, um widerstehen zu können.

Doch zum Leidwesen Palmer´s, der nun harscher Kritik der Golf Pros und Playing Pros ausgesetzt war, der seinen Namen für den Non-Pro Markt billigend hergab. Der Imageverlust war größer als der geplante Gewinn. Man wollte zu groß einsteigen und hatte über die Ziele geschossen. Bestraft wurde diese Entscheidung von vielen Golf Platz Betreibern und Pros, die sich nun weigerten Palmer Produkte zu verkaufen.

Fuqua Industries kaufte das Unternehmen auf und steckte Zeit und Geld in ein Werbeprogramm, dass die bessere Qualität der Palmer Professional Line hervorheben sollte. Nach einigen Jahren und Versuchen die Golfwelt von der Qualität mit Palmer´s Namen zu überzeugen, musste man den Tatsachen in die Augen sehen und sich geschlagen geben. Zu gleichen Zeit wollte First Flite, das Unternehmen, das die Produktion der Palmer Linie führte dasselbige nicht untergehen lassen. Immerhin hatte die Palmer Company einen nicht unbeträchtlichen Marktanteil zur damaligen Zeit errungen und der Verlust wäre für Professional Golf ein herber Verlust. Somit wurde der Name Palmer abermals weitergereicht, sozusagen zum Ursprung, der First Flite Company. Obwohl Palmer seit den 1972er Jahren nicht mehr agierte, zierte der Name Arnold Palmer noch viele Jahre die Schläger von First Flite und der Pro Group Inc. 1996 firmierte die Pro Group Inc. in „The Arnold Palmer Golf Company“ um.

Ben Hogan

Ben Hogan, einer der größten Golfer der Geschichte des Sports, brachte den gleichen Anspruch, den er auf dem Platz hatte, mit zu seiner Ben Hogan Golf Company. Unzufrieden mit der Qualität der Ausrüstung die zu seiner Zeit gefertigt wurde, war er entschlossen, „ die besten Golfschläger der Welt zu machen“, durch „die engsten Toleranzen, die moderne Maschinenproduktion erlauben würde.“ Die Ben Hogan Golf Company wurde besonders für die Eisen, die zum Inbegriff für Golf-Puristen wurden, berühmt.
Frühe Entwicklung

Ben Hogan Golf wurde 1953 von Hogan und zwei Freunden gegründet. Es war ein vielversprechendes Jahr um die Firma zu gründen, da Hogan fünf von sechs Turnieren im Jahr 1953 gewann, einschließlich des Masters, den US Open und der British Open. Seither steht Ben Hogan Golf für außergewöhnliches Golf-Equipment. Im Jahr 1968 tat sich Hogan mit seinem Designer zusammen, um die Apex-Schäfte, die bei den langen Eisen weicher und dafür fester bei den kurzen Eisen waren, zu entwickeln. Diese Apex-Schäfte werden bis heute von vielen als der konsequenteste Schaft angesehen.
Apex-Eisen

Der erste Satz Apex Eisen wurde 1972 eingeführt. Es waren kompakte Blades mit einem dicken Muscle-Back und für die besten Spieler entwickelt. Die Apex-Eisen wurden einige Male in den 1970er und 1980er Jahren neu gestaltet, aber das grundlegende Konzept war das gleiche – eine Reihe von Eisen mit dem besten Gefühl und mehr Spielmöglichkeiten. Shotmaking stand noch im Vordergrund. In jenen Jahren waren die Apex-Eisen nutzlos für Spieler mit höherem Handicap, da die Blades einen kleinen Sweet-Spot hatten und keine Toleranz für Fehlschläge eingebaut wurde.
Spätere Jahre

Ben Hogan Golf wechselte einige Male den Besitzer. Es wurde im Jahr 1997 von Spalding und mit Spalding zusammen von Callaway im Jahr 2003 gekauft. Im Jahr 1999 wurden die Apex Plus eingeführt, ein Schlägerblatt aus 1030 Kohlenstoffstahl geschmiedet. Im Jahr 2001 wurde der Name Ben Hogan schließlich auf einen überdimensionalen Schläger mit einem Cavity-Back gesetzt, womit man Eisen für Spieler mit mittlerem bis hohem Handicap im Auge hatte. Hogan, der 1997 verstarb, hätte sich wohl im Grabe umgedreht bei dem Gedanken, seinen Namen auf Schlägern von Wochenend-Hackern zu finden.
Moderne Entwicklung

Im Jahr 2003, dem Jahr, in dem das Unternehmen von Callaway Golf gekauft wurde, gewann Jim Furyk die US Open mit Eisen von Ben Hogan. Zum 50. Jubiläum der Apex Eisen wurde eine limitierte Auflage der Eisen von 1953 produziert, um der Gründung von Ben Hogan Golf zu gedenken. Aber die Ben Hogan Linie wurde von Callaway im Jahr 2008 eingestellt. Es spielte jetzt auch eine Reihe von Tour-Profis mit sog. Cavities, spielerleichternden Schlägern, und der Markt für Puristen war nahezu verschwunden. Aber Ben Hogan Eisen behalten ihr Gütesiegel. Im Jahr 2010 konnte man auf Webseiten für Blades die Ben Hogan Apex Blade-Eisen immer noch auf Platz 2 der Liste für die besten Schläger finden.

Bridgestone

Ein paar Jahre nach Gründung des Unternehmens, 1935, produzierte Bridgestone, heute ein Weltkonzern und vor allem für seine Reifenherstellung bekannt, auch seine ersten Golfbälle. Dies war die Geburtsstunde von Bridgestone Golf, ein Subunternehmen des Reifenherstellers.

Im Laufe der Jahrzehnte genoss Bridgestone Golf große Beliebtheit, vor allem im Mutterland Japan und in Asien. Das Unternehmen begann, nachdem der Markenname längst auf dem Golfmarkt eingeführt war, mit dem Design und der Produktion von eigenen Golfschlägern im Jahr 1972.

Bridgestone vermied es lange, unter eigenem Markennamen auf dem größten Golf-Markt, den Vereinigten Staaten, aufzutreten. Allerdings gehört die Marke Precept zu Bridgestone, was den meisten Verbrauchern allerdings nicht bewußt ist.

Im Jahr 2005 ändert Bridgestone schließlich seinen Kurs gegenüber dem US-Markt vollständig und macht sich nun daran, den US-Markt zu erobern. Das Unternehmen stellt eine breite Palette von Schlägern für den amerikanischen Markt her, alle für den besseren Spieler und preislich am oberen Ende des Marktes ausgerichtet. Das mittlere Preissegment wird weiterhin von der Marke Precept bedient, die sich den Ruf erworben hat, im eigenen Segment eine der besten zu sein, bei Golfbällen sowie bei Golfschlägern.

Allerdings wechselten jetzt Pros, die bisher mit Precept-Schlägern gespielt hatten, zur Premium-Marke. Der Preis für Precept-Schläger sank dadurch ein wenig, ohne dass die Qualität der Schläger sich verschlechterte. Die Existenz zweier Marken unter einem Dach entspricht dem gleichen Muster wie bei Acushnet, nachdem man Cobra erworben hatte und nun Cobra, neben Titleist, unter einem Dach waren: Titleist wurde die Heimat der High-End-, Tour-und Qualitäts- Ausrüstung, während Cobra von nun an Schläger bietet, die preislich im mittleren Segment angesiedelt sind und sich mehr auf Spielverbesserung konzentrieren, also für Anfänger geeignet sind. Ehemalige Precept-Tourspieler haben sich daher konsequenterweise entschieden, auf Bridgestone (Nick Price, Stuart Appleby und Fred Couples unter ihnen) umzustellen.

Callaway Golf Company

Firmenphilosophie:
Callaway Golf hat immer geglaubt, dass der Weg, das Golfspiel populärer zu machen, darin besteht, dem durchschnittlichen Golfer mehr Freude am Spiel zu ermöglichen. Deshalb versucht Callaway Golf die fehlerverzeihendsten Schläger zu entwerfen, zu erstellen, zu bauen und zu verkaufen – um mehr Golfern auf jeder Runde die Möglichkeiten einiger guter Schläge extra zu bieten. Callaway Golf beabsichtigt auch weiterhin Golf attraktiver zu machen, indem es versucht, das Spiel lustvoller zu gestalten.
Ely Callaway, Januar 2001

Schlüsseldaten:
1984: Ely Callaway kauft “Hickory Stick”, die zu Callaway Golf umbenannt wird.
1991: Das Unternehmen führt den Big Bertha Driver ein.
1998: Das Unternehmen behauptet, dass rund 70 Prozent der weltweiten Golfpros Schläger von Callaway benutzen.
2000: Debüt der Callaway Golfbälle.
2001: Gründer Ely Callaway stirbt.

Firmengeschichte:
Die Callaway Golf Company ist der führende Hersteller von Golfschlägern in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen vertreibt mehr Golfschläger als jede andere Firma und hält den Löwenanteil der $ 3.000.000.000 in der Golfausrüstungs-Industrie. Damit stellt Callaway die höherpreisigen Marken wie Wilson, Spalding, und MacGregor in den Schatten. Callaways berühmtester Schläger, der „Big Bertha“-Driver, ist der populärste und meistverkaufte Schläger. Callaway hält etwa ein Drittel des US-Golfausrüstungs-Marktes, dessen Jahresumsatz die nächsten Mitbewerber nahezu degradiert. Neben den Drivern produziert Callaway auch Putter und Golfbälle. In Lizenz wird Callaway-Golfbekleidung durch den Hersteller Ashworth Inc. hergestellt. Das Unternehmen nahm einen kometenhaften Aufstieg zu Ruhm und Reichtum mit der Einführung des Big Bertha-Drivers im Jahr 1991. Der Erfolg von Callaway Golf Company ist Ely Callaway zu verdanken, der ein bescheidenes Unternehmen zu einem vielseitigen Anbieter verwandelte. Callaway führte das Unternehmen bis zu seinem Tod im Jahr 2001, im Alter von 82 Jahren. Er starb an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Karriereanfänge in der Textil- und Weinindustrie

Ely Reeves Callaway, Jr., wurde in La Grange, Georgia, einer kleinen Stadt etwa 60 Meilen südwestlich von Atlanta, geboren. Elys Großvater, ein Baptistenprediger, besaß und betrieb eine Plantage mit etwa 20 Sklaven. Durch den Bürgerkrieg und den Sieg der Nordstaaten in den 1860er Jahren verloren die Callaways ihr gesamtes Vermögen. Elys Onkel, Fuller Callaway, war danach die treibende Kraft hinter dem erneuten Familienaufstieg. Er ging zuerst in die Landwirtschaft, dann in den Textilhandel, später in das Bankgewerbe und schließlich in den Baumwollhandel. Elys Vater arbeitete für seinen Onkel, aber als der junge Ely Reeves, Jr. sein Studium an der „Emory University“ beendete riet ihm sein Vater nicht für die Familie zu arbeiten.

Im Juni 1940 arbeitete Ely in der Treuhandanstalt des Staates Georgia und beschloss, einen Fernkurs der Reserve-Armee zu besuchen. Sechs Wochen später ging Ely nach Philadelphia und arbeitete in der Bekleidungs-Abteilung der Depot-Quartiermeisterei. Callaway wurde bald befördert und war im Alter von 24 Jahren verantwortlich für 70 Zivilisten und zwei Rechtsanwälte. Während dieser Zeit wurde er zum Käufer von rund 70 Prozent der gesamten Kriegsproduktion der US-Baumwoll- und Bekleidungsindustrie und handelte täglich mit Unternehmen wie Levi Strauss, Hart, Schaffner & Marx, und Arrow-Shirt. Als der Krieg endete entschied Callaway zu gehen, um für „Deering, Milliken & Company“ zu arbeiten und seine Karriere in der Textil-und Bekleidungsindustrie fortgesetzt.

Callaway stieg erneut schnell auf. Im Jahr 1954, nach einer Meinungsverschiedenheit mit Roger Milliken´s Schwager wurde er jedoch gefeuert. Unverzagt fand er einen Job bei Textron Industries und unter der Aufsicht von Royal Little überwachte er die Fusion von Robbins Mills und American Woolen, zwei großen Textilfabriken. Als Textron Callaways Abteilung an Burlington Industries verkaufte, erhielt Callaway eine hohe Provision. Ab 1968 war Callaway Präsident von Burlington Industries.

Callaways neuer Posten als Präsident des größten und einflussreichsten Textil-Unternehmens der Welt schürte nur seinen Ehrgeiz. Als er den Posten des Vorstandsvorsitzenden im Jahre 1973 übernehmen sollte kündigte er völlig überraschend und zog mit seiner Familie von der Ostküste nach Kalifornien, um ein eigenes Weingut in der winzigen Stadt Temecula zu gründen. Obwohl das Land, das Callaway gekauft hatte, nicht die beste Lage für gute Weine war, blieb er standhaft bis das Unternehmen sich auszuzahlen begann. „Callaway Vineyard & Winery” lieferte bald seine Produkte an namhafte Restaurants wie das “Four Seasons” in New York City. Er verkaufte den Betrieb an Hiram Walker im Jahre 1981 zu einem Preis von $ 14 Millionen. In nur wenigen Jahren hatte Callaway einen Gewinn von über $ 9.000.000 eingestrichen.

Neustart mit Golf

Im Alter von 60 Jahren dachte Callaway, dass es Zeit sei sich zu entspannen. Er besann sich zurück auf die Jahre als Golfer und ehemaliger Turnier-Champion und begann ernsthaft sein Golfspiel fortzusetzen. Eines Tages machte er auf dem Golfplatz Bekanntschaft mit einem Schläger, dessen Hickory-Schaft einen Stahlkern hatte. Der Schaft wurde von „Hickory Stick“, einer winzigen kalifornischen Firma, gefertigt. Callaway gefiel der Schläger so sehr, dass er dies den Herstellern mitteilte. Die Gründer, Richard Parente und Dick De La Cruz, zwei aufstrebende aber finanzschwache Unternehmer, nutzten die Gelegenheit und baten Callaway um Hilfe. 1984 erwarb Callaway schließlich das Unternehmen zu einem Schnäppchenpreis von nur 400.000 Dollar und gab dem Unternehmen seinen eigenen Namen.
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Callaway begann sofort Strategien zu konzipieren um sowohl das eigene Profil zu schärfen als auch den Umsatz des Unternehmens im hart umkämpften Sportgerätemarkt zu erhöhen. Um diese Ziele zu erreichen mussten nach Callaways Meinung neue Produkte auf dem Markt eingeführt werden. Vier Jahre nach Firmenübernahme konnte Callaway mit seinen Ingenieuren und Designern ein hochpreisiges Produkt vorstellen, den S2H2, Abkürzung für Short Straight Hollow Hosel. Durch diese Neuerung konnte ein großer Teil des Schlägerkopfes, gerade bei Hölzern, neu entworfen werden.

Callaway finanzierte die Entwicklung des neuen Schlägers durch die Akquise von großen Investoren, darunter der „General Electric Pension Fund“. Der Pensionsfond investierte im Jahr 1988 10 Millionen Dollar in die Callaway Golf Company. Die Resonanz auf das neue Design war nichts weniger als phänomenal. Golfer auf der ganzen Welt wollten die schwerer gewichteten Schlägerköpfe, die einen tieferen Schwerpunkt hatten, und der Umsatz schoss dramatisch in die Höhe, ebenso wie das Ansehen und der Ruf der Firma. Bis Ende 1988 belief sich der Umsatz auf rund 5 Millionen Dollar. Ein Jahr später hatte der Umsatz sich auf 10.500.000 $ verdoppelt. Im Jahr 1990 hatte sich der Umsatz erneut verdoppelt, und 1991 stieg der Erlös auf 54.700.000 $, ein Plus von fast 150 Prozent.

Marktbeherrschung in den 90ern

Im Jahr 1991 schuf Callaway den „Big Bertha“-Driver, einen überdimensionalen Driver, benannt nach der riesigen Kanone, mit der die Deutschen während des Zweiten Weltkriegs Granaten aus 10 Kilometern Entfernung auf Paris schossen. Das Prinzip hinter Callaways Innovation war, dass er mehr Gewicht am Umfang des Schlägerkopfes platzierte, was zu einer dünneren Schlagfläche führte. Nach Callaways Meinung gab dies dem Golfer ein besseres Gefühl im Treffmoment. Darüber hinaus hatte der Golfer es nicht mehr unbedingt nötig, den Ball genau im Sweetspot zu treffen um die gewünschte Richtung und eine gute Weite zu erzielen. Bald schworen die Golfer weltweit auf den S2H2. Der Umsatz übertraf den aller anderen Marken und Hersteller von Golfschlägern.

Mit dem schnell wachsenden Unternehmen beschloss Callaway an die Börse zu gehen, was im Februar 1992 geschah. Die Börsenemission startete mit 2,6 Mio. Aktien an der New Yorker Börse bei einem Preis von $ 20 pro Aktie. Bis zum Ende des Tages sprang die Aktie auf 36 $. Das Kapital aus dem Börsengang benutzte Callaway um seine Produktionskapazität zu erweitern. Die Nachfrage nach Schlägern stieg weiterhin rapide und das Management brauchte mehr Geld für weitere Investitionen auf dem seit jeher als notorisch launischen Markt der Golfausrüstungs-Industrie. Bis Ende 1992 hatte der Umsatz $ 132.000.000 erreicht. Ende April 1993 stieg der Preis pro Aktie der Callaway Golf Company auf eine beeindruckende Summe von $ 54. Im Jahr 1993, als Umsätze von $ 255.000.000 gemeldet wurden, hatte das Unternehmen längst die besser bekannten Namen der Sportartikelindustrie wie Wilson, Spalding, und MacGregor übertroffen. Mit steigenden Vertriebszahlen und dem rasant steigenden Aktienkurs stieg auch Ely Callaways persönlicher Gewinn auf $ 86 Millionen.

Im Jahr 1994 führte die Callaway Golf Company ein innovatives Design für Eisen ein, die den äußerst erfolgreichen Driver „Big Bertha“ begleiten sollten. Die neuen Eisen, mit den gleichen Grundsätzen von Callaway entworfen, waren sofort ein Hit auf dem Golfplatz. Zum Preis von $ 125, waren die Schläger mit Stahlschaft rund 20 Prozent teurer als konventionelle Premium-Schläger. Für 175 $ konnte ein Golfer das neue Design, versehen mit einem Graphit-Schaft kaufen. Da das Produkt auf eine neue Entwicklung in der Gießtechnik basierte, wurden Lieferungen von neuen Schlägern begrenzt und so wurde dazu beigetragen, dass der Preis pro Eisen weiter hochschnellte. Insgesamt kostete der Satz von neun Eisen und drei Hölzern der Callaway Golf Company, nach dem empfohlenen Verkaufspreis erworben, das kleine Vermögen von $ 2.325. Doch Golfbegeisterte, Amateure und Profis kauften die Schläger gern. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 1994 stieg der Umsatz auf $ 449.000.000.
Zu Beginn des Jahres 1995 gab es nur drei große Unternehmen in der Golfausrüstungs-Industrie: Callaway Golf, Cobra Golf und schließlich Taylor Made, ein Marke von Salomon, ein führender Hersteller von Skiern in Frankreich. Diese drei Unternehmen führten einen Großangriff gegen die restliche Konkurrenz. Der Umsatz bei Callaway Golf war im Jahr 1994 gegenüber dem Vorjahr bedeutend gestiegen, auch der Umsatz bei Cobra Golf stieg im gleichen Zeitraum um erstaunliche 121 Prozent. Es schien kein Ende der guten Aussichten für die drei führenden Unternehmen zu bestehen. Knapp 400 Golfplätze wurden in den Vereinigten Staaten im Jahr 1994 eröffnet und etwa 800 weitere im Bau. Die Baby-Boomer-Generation näherte sich ihren Golf Jahren, und der Sport wurde immer beliebter in der ganzen Welt, vor allem in den Ländern des Pazifischen Raumes.

Doch bald schon zeichnete sich Ärger ab am Horizont der drei Unternehmen. Verstärkter Wettbewerb mit einer Gruppe sowohl neuer als auch alter Golf-Ausrüster reduzierte die Gewinnspanne. Wilson, Spalding, und andere Unternehmen sahen nun die Möglichkeit gekommen, einen Teil des Marktes mit neuen Produkten aus der Raumfahrt, mit hochwertigen Materialien und Verbundwerkstoffen, zu erobern. Ein Unternehmen, Goldwin Golf, fing jetzt an 7075-T6 Aluminium, ein Raumfahrt-Material, bei der Herstellung von Golfschlägern zu verwendet. Das Management bei Goldwin hütete die Technik und Produktion so sorgfältig wie ein Staatsgeheimnis. Eine weitere Entwicklung der gleichen Firma führte zu einem Schlägerkopfdesign, das gerade einmal 140 Gramm wog, rund 30 Prozent weniger als das durchschnittliche Gewicht. GolfGear, eine andere Firma, ebenfalls auf dem neuesten Stand der Technik, begann mit einer Aluminium-Vanadium-Legierung. Nur drei Unternehmen der Branche konnte das neue Metall schmieden. Einige Unternehmen begannen mit der Verwendung von Titan, das leichter und dichter als Stahl ist, was zu einer längeren Reichweite beim Abschlag führt. Titanium-Driver waren besonders beliebt in Japan, mit einem Marktanteil von 60%. Auf diesem Markt waren die erschreckend hohen Kosten von ca. $ 700 für einen Schläger scheinbar kein unüberwindbares Hindernis.
Trotz der zunehmenden Konkurrenz galt Callaway jedoch weiterhin als Führer in der Golfausrüstungs-Industrie. In der Mitte der 90er Jahre baute die Firma eine $ 9.000.000 teure Forschungs-, Entwicklungs- und Testanlage. Die Anlage entsprach dem Stand der neuesten Technik, einschließlich einer 260-Yard Driving Range, die mit Hunderten von Testsensoren, vier Arten von Bunkern und drei Arten von Gras ausgestattet wurde, um die Golf-Bedingungen auf der ganzen Welt simulieren zu können.

Callaway erwartet von dieser hochentwickelten Anlag, noch mehr innovative Golfschläger- Designs liefern zu können. Da die Entwicklung neuer Technologien für das Design und neues Material für die Herstellung von Golfschlägern mittlerweile so wichtig war, musste man unbedingt Schritt halten mit den industriellen Möglichkeiten. Die Unfähigkeit, ein neues Produkt binnen zwei oder drei Jahren einzuführen wurde zur Katastrophe für jeden Golfausrüster.

Schuldenfrei durch die späten 90er

In den späten 1990er Jahren hatte Callaway einen Umsatz von über 800 Millionen Dollar, gegenüber nur 5 Millionen Dollar ein Jahrzehnt zuvor. Die Produktionsstätte des Unternehmens stieß laufend teure Schläger aus, in drei Schichten an sechs Tagen pro Woche. Jeder Golfer kannte den Big Bertha Driver, und eine Vielzahl berühmter Amateure erhielten Callaway-Aktien als Lohn für Werbeauftritte. Entertainer, einschließlich Rockstar Alice Cooper und die kanadische Sängerin Celine Dion schworen auf „Big Bertha“. Selbst Computer-Mogul Bill Gates nahm sich die Zeit, in einem Big Bertha-Commercial aufzutreten. Im Jahr 1998 behauptete Callaway, dass fast 70 Prozent aller professionellen Golfer weltweit einen Callaway-Driver verwenden. Das Unternehmen hielt etwa ein Drittel des US-Marktes für Driver, und ein Sprecher des Unternehmens sagte Golf Magazine (Mai 1998), dass Callaway 100 Prozent wolle. Callaways Jahresumsatz lag mittlerweile doppelt so hoch wie der des nächsten Wettbewerbers, und das Unternehmen hoffte, die Milliarden-Dollar-Marke bald zu durchbrechen.

Doch die Bedingungen waren nicht unbedingt günstig für fortgesetzte Erfolge. Feuchte Witterung durch den El Niño Effekt im Jahre 1998 hielten den Umsatz niedrig und der Absturz der asiatischen Finanzmärkte dämpfte ebenfalls den Verkauf. Über 16 Prozent des Gesamtumsatzes von Callaway kamen aus Asien, und die geschwächte Wirtschaft dort hatte einen direkten Einfluss auf das Unternehmen. Die Firma begann zu diversifizieren. Callaway erwarb den Putter Hersteller Odyssey Golf im Jahr 1997 und übernahm ebenfalls einen kleinen Verlag von Ely Callaways Sohn, die spätere Callaway Golf Media, die repräsentable Bücher über den Golfsport veröffentlichte. In den späten 90ern kaum auch ein videounterstütztes Fittingcenter von Callaway auf den Markt, um dem Kunden die Schlägerwahl zu optimieren und zu erleichtern. Callaway Golf entwarf natürlich auch neue Schläger, so die Big Bertha Steelhead-Reihe Mitte 1998 und im Anschlussjahr den Great Big Bertha Hawk Eye. Aber Callaways dramatischster Schritt geschah auf dem Markt für Golfbälle. Bis zum Jahr 1998, so ließ Callaway veröffentlichen, habe man mindestens 100 Millionen Dollar in die Entwicklung eines neuen Golfballs investiert. Der Markt für Golfbälle versprach eine hohe Gewinnspanne und der Umsatz wuchs in einem gleichmäßigen Tempo. Daher schien die Markteinführung eigener Bälle, gestützt durch den ausgezeichneten Markennamen, eine notwendige Konsequenz zu sein.

Diese neuen Strategien hatten einen langfristigen Gewinn im Auge, aber auf kurzer Sicht tat es der Firma nicht gut. Nachahmer mit billigeren Drivern hatten Callaway Marktanteile entrissen Zwei neue Unternehmen, Orlimar Golf Equipment Co. und Adams Golf Inc., übernahmen zusammen 20 Prozent der US-Markt für Driver im Herbst 1998. Bis Ende 1998 stürzte die Callaway-Aktie ab, der Umsatz ging um 17 Prozent zurück und die Gewinne waren mittlerweile um 80 Prozent gesunken. Ely Callaway, der sich mittlerweile vom Tagesgeschäft entfernt hatte, trat nun wieder an die Spitze des Unternehmens um die Dinge umzudrehen. Er strich umgehend 700 Mitarbeiter, veräußerte unrentable Produktlinien und senkte die Kosten an jeder Stelle. Gleichzeitig begann sich die gesamte Branche etwas zu erholen. Das Unternehmen brachte seine teureren High-Tech-Golfbälle im Jahr 2000 auf den Markt, aber die lang erwartete Produkteinführung bewies sich nicht als so vorteilhaft für das Unternehmen wie man gehofft hatte. Nike Golf, ein Geschäftsbereich der bekannten Schuh-Marke, brachte auch einen Golfball in diesem Jahr auf den Markt und überzeugte Golf-Superstar Tiger Woods, ihn zu benutzen. Woods gewann drei Meisterschaften im Jahr 2000 mit Hilfe der Nike Bälle. Dadurch brach der erwartete Umsatz von 70 Millionen Dollar für das Jahr 2000 um mehr als die Hälfte ein.

Unter schwierigsten Umständen kündigte der 81-jährige Ely Callaway im Herbst 2000 an, dass er die Firma „auf unbestimmte Zeit“ weiterführen werde. Das Unternehmen wurde umstrukturiert und das Tochterunternehmen „Callaway Ball“ in die Muttergesellschaft zurückgeführt. Ely Callaway kämpfte so für die Reputation des Unternehmens und den bestehenden Marktanteil. Mit dem ERC II im Jahre 2000 übertraf das Unternehmen seinen eigenen Driver und entwickelte den bisher größten Sweet-Spot. Leider verbannte die US Golf Association den ERC II aus ihren Wettbewerben. Callaway appellierte an die USGA die Entscheidung aufzuheben und erhob ebenfalls Einspruch gegen die königliche kanadische Golf Association. Ely Callaway starb, nachdem man im Frühjahr 2001 Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert hatte, im Juli des gleichen Jahres. Das Unternehmen stand nun unter der Leitung von Ron Drapeau. Obwohl die Verkäufe in der ersten Hälfte des Jahres 2001 wieder etwas zulegten verlangsamte sich die Entwicklung, im Gleichschritt mit der gesamten Wirtschaft. Eine Rückkehr zu früheren Wachstumsraten ist daher unrealistisch. Doch das Unternehmen scheint grundsätzlich gesund zu sein. Es hat keine Schulden und eine beträchtliche Barreserve. Drapeau hofft, das Unternehmen so zu führen, wie Ely Callaway es getan hatte, – die Konzentration auf innovative Produkteinführungen und auf den durchschnittlichen Golfer ausgerichtet.

Hauptkonkurrenten: Orlimar Golf Equipment Co., Fortune Brands Inc., Nike Golf.

Cleveland

Der Gründer

In den 1960er Jahren begann Roger Cleveland mit der Konstruktion von Eisenschlägern. Seine Entwürfe waren so beliebt, dass er sie im Jahre 1979 zu verkaufen begann.

Cleveland Golf

Kurz nachdem er mit dem Verkauf seiner Schläger begonnen hatte, führte Roger Clevelands Erfolg ihn dazu, die Cleveland Golf Company in den frühen 1980er Jahren zu gründen. Schnell war die Firma erfolgreich durch Clevelands Entwürfe, die auf Eisen der 1940er und 1950er Jahre zurückzuführen waren und, merkwürdig genug, den letzte Schrei auf dem Markt darstellten.

Rossignol

1990 erwarb der Skihersteller Rossignol Cleveland Golf. Das Unternehmen konnte seinen Namen behalten, aber das Design der Eisen drehte sich von nun an weniger um Vintage-Konstruktionen und war von nun an von High-Tech durchdrungen. Die neu gestalteten Eisen wurden jetzt von professionellen Golfern genutzt. Corey Pavin spielte Cleveland-Eisen als er im Jahr 1995 die US Open gewann.

Führungswechsel und Erneuerung

Die Verbraucher wurden jedoch nicht von den High-Tech-VAS Eisen beeindruckt. Das Unternehmen litt dadurch finanziell, was zu Roger Cleveland Ausscheiden aus dem Unternehmen im Jahr 1996 führte. 1997 wurde Greg Hopkins neuer Präsident des Unternehmens und führte einen neuen stilistischen Wandel im Erscheinungsbild der Cleveland-Eisen ein, der innovative Technologien mit dem ursprünglichen klassischen Look der Marke verschmolz.

Quicksilver

Im Jahr 1997 spielte Vijay Singh Schläger von Cleveland Golf. Der Umsatz der Eisen vervierfachte sich in den nächsten 8 Jahren. Die Surf-Marke Quicksilver kaufte Rossignol und damit Cleveland Golf im Jahr 2005.

SRI Sports

Im Jahr 2007 kaufte schließlich SRI Sports Cleveland Golf. Das Unternehmen setzt ebenfalls auf neue technologische Entwicklungen im Eisen-Design, aber verstetigte zugleich das klassische Aussehen der Schläger von Cleveland.

Honma

Die Honma Golf Company ist ein japanischer Hersteller von hochwertigen, handgefertigten Golfschlägern, die vor allem in Asien, den USA und dem Vereinigten Königreich verkauft werden. Das Unternehmen ist bekannt für seine maßgefertigten Schläger. Es wird in Teilen immer noch von den Nachkommen der Brüder Honma, die das Unternehmen gründeten, geführt. Deren Firmenphilosophie war schon vor einem halbes Jahrhundert von der Überzeugung getragen, dass die Herstellung von Golfschlägern kein Industrieprodukt sein kann sondern eine Handwerkskunst ist.

1959-79

Die Brüder Honma eröffnen das Tsuruni Golf Center, der Vorgänger der Honma Golf Company, im Jahr 1959. Drei Jahre später produzieren sie ihren ersten Test-Schläger, und im Jahre 1963 führen sie die ersten Golfschläger mit dem Markennamen Honma auf dem Markt ein. Die sog. „Collect“-Modelle wurden dann 1969 eingeführt. Das Unternehmen entwickelte auf diesem Schlägertyp aufbauend den „New Collect“ und „Extra Collect“ bis zum Jahr 1973. Honma führt die ersten Hölzer mit Graphit-Schaft im Jahr 1973 ein. Im Jahr 1978 wird die Hiro Honma-Serie aufgelegt nach dem Namen des Bruders, der die treibende Kraft hinter dem Unternehmen war. In den 1970er Jahren entwarf Honma zudem auch eine eigene Bekleidungslinie.

1980er Jahre

Das Unternehmen entwickelt die Hiro Honma Serie weiter und bietet drei verschiedene Designarten, „Prancer Face“, “ Control Face“und „Balance Face“ genannt. Das Unternehmen verlegt zudem seinen Hauptsitz und die Produktionsstätte in die Küstenstadt Sakata, etwa 200 Meilen nördlich von Tokio, wo es der größte Arbeitgeber wurde. Die Honma Persimmon-Hölzer wurden in den 1980er Jahren entwickelt. Profi-Golfer Lee Trevino verwendete Honma Persimmon-Hölzer bei seinem PGA Championship Sieg 1984. Im Jahr 1985 führte das Unternehmen seine Boron-Linie für Schäfte ein und war bemüht, die Entwicklung von Graphit-Schäften voranzutreiben.

1990er Jahre

In den 1990er Jahren setzte Honma die Innovation bezüglich der Schäfte fort und entwickelte eigene Metall-Hölzer. Die wichtigste Entwicklung in diesem Jahrzehnt war die Verbindung von Titanköpfen und Kohlenstoff-Graphit-Schäften. Für diese Technologie besteht ein US-Patent. In der Mitte des Jahrzehnts, verlegt das Unternehmen seinen Hauptsitz letztlich nach Tokio, die einzige Produktionsstätte blieb aber Sakata. Honma steigerte seinen Umsatz in Asien erheblich und eröffnete Niederlassungen in Hong Kong, Malaysia, Singapur, Taiwan und Thailand. Eisen von Honma gehören mit zur ersten Wahl für Tour-Professionals. Im Jahr 1999 führt Honma seinen ersten gefrästen Putter, den CNC, auf dem Markt ein.

2000er Jahre

Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, genoss Honma als Luxusmarke große Anerkennung in den USA. Viele Prominente und wohlhabende Golfer spielten mit den Schlägre der Marke Honma. Das Unternehmen setzte seine Titan-Reihe fort und erkundet gleichzeitig andere Metalle. Im Jahr 2003 unterzeichnet Honma seinen ersten Sponsorenvertrag mit dem prominenten chinesischen Pro Zhang Lian Wei, der bei den Masters 2004 mitspielen durfte, nachdem er der erste chinesische Golfer war, der auf der European Tour gewinnen konnte.

Die andere Kauferfahrung

Der Kauf von Honma-Schlägern ist eine Erfahrung ganz anderer Art als der Kauf eines Standard-Satzes an Golfschlägern. Obwohl Sie nur zwischen verschiedenen Typen wählen können und Honma-Schläger ab Lager kaufen, ist das Unternehmen auf die individuelle Betreuung spezialisiert. Vom Flex über den Lie-Winkel zur Schlägerlänge – die technischen Daten und die Erkenntnisse der Fitting-Sessions werden an die Fabrik in Sakata weitergeleitet, wo dann jeder Schläger einzeln und individuell gefertigt wird. Der Vorgang dauert etwa einen Monat. Allerdings unterscheidet sich auch das Honma-Fitting nicht grundlegend von den Marktstandards, weshalb sehr grosse oder kleine Personen auch hier keinen vollindividuelle Anpassung erhalten.

MacGregor Golf Company

Firmenphilosophie:
Alle großen Unternehmen verändern in gewisser Weise die Regeln. Das erfordert engagierte Führung, man braucht Talent und „Wille“ Menschen dorthin zu führen, wohin sie sonst nicht gehen würden. Eine solche Führung und ein solches Engagement ist MacGregors kollektive Priorität für 2004 und darüber hinaus. Nicht nur bei großen Kunden, nicht nur bei wichtigen Anlässen … MacGregor ist bestrebt, diese Art der inspirierten Führung an jedem einzelnen Tag in allem was wir tun, Groß und Klein zu veranschaulichen. In der Praxis bedeutet dies, dass wir auch weiterhin mit Ideen innovativ sind, die zugleich neu und anders sind. Wir werden auch weiterhin patentierte Technologien und Schläger entwickeln, leicht zu schlagen, Fehler verzeihend und leistungsstark zugleich. Wir werden uns bemühen, für Golfer jeder Spielstärke greifbare Leistungen und Vorteile zu liefern, nicht bloßen Marketing-Hype. Und wir werden nur die Geräte herstellen, auf die wir unglaublich stolz sein können.

Wichtige Daten:
1897: Crawford, MacGregor und Canby gehen dazu über, Golfschläger aus Holz zu fertigen
1920er Jahre: Einführung von Schlägern mit Stahlschaft, erste abgestimmte Sets
1930: Name der Firma in MacGregor Golf Co. geändert
1940er Jahre: MacGregors „Tommy Armour“ wird meistverkaufte Schläger; „MT“- Linie debütiert
1950:. Eye-O-Matic Schläger werden vorgestellt
1967: Brunswick Corporation kauft MacGregor.
1979: Brunswick verkauft an Wickes Corporation.
1982: Eine von Jack Nicklaus geführte Gruppe kauft die Kontrolle des Unternehmens.
1984: Mehrheitsbeteiligung an der japanischen Tochtergesellschaft wird an Suntory verkauft.
1986: Der finnische Mischkonzern Amer Sport kauft MacGregor.
1997: Verkauf an ein Konsortium, geführt von Masters International UK.
1999: Barry Schneiders „Parkside Group“ kauft die Firma.
2003: MacGregor kauft japanische Tochter zurück und übernimmt Bobby Grace Putters

Firmengeschichte:

MacGregor Golf Company produziert Golfschläger, Bälle, Taschen, Bekleidung und Zubehör, mit dem Fokus auf Premium-Qualität. Die Firma war einst der höchst angesehene Golfschläger-Produzent der Welt, hat aber in den letzten Jahren unter dem ständigen Wechsel von Eigentümern und Management gelitten. CEO Barry Schneiders „Parkside“ ist heute Besitzer der Firma, und er hat eine Rückkehr zu alter Form angekündigt.
19. Jahrhundert Die Anfänge von Mac Gregor Golf

Die Anfänge der MacGregor Golf Company reichen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Firma namens Crawford, MacGregor und Canby, die in Dayton, Ohio, Holzschuhe herstellte. Das Unternehmen, das im Jahr 1822 gegründet wurde, wurde von den Brüdern Crawford, John MacGregor, und Edward Canby gemeinsamen besessen. Auf einer Reise nach Europa, wurde Canby in den Golfsport eingeführt. Er sah eine Geschäftsmöglichkeit, gesetzt Golf würde in den Vereinigten Staaten populär, und so beschloss er, das holzspezifische Know-how seiner Firma zu nutzen und begann mit der Herstellung von Golfschlägern mit Persimmonholzköpfen und Hickory-Schäften.

Da ein Großteil der Produktion des Unternehmens zunächst nach Großbritannien ausgeliefert wurde, gab man der Marke den schottisch klingenden Namen „MacGregor“. In einer Zeit, als die meisten Schläger-Köpfe noch von Hand geschnitzt und gefertigt wurden, übernahm das Unternehmen den Vorteil der Drehmaschine. Der Kopiervorgang, mit dem einst Schuhleisten hergestellt wurden, diente jetzt zur maschinellen Reproduktion einer Metallvorlage in Holz. Innerhalb von wenigen Jahren produzierte die Firma 100.000 Schläger pro Jahr. Mit der Zeit wurde Canby alleiniger Eigentümer des Unternehmens.

In den 1920er Jahren war MacGregor einer der ersten, die Schläger mit Stahlschaft anboten und 1927 erfand man den ersten „harmonisierten“ Schlägersatz, der sowohl Holz- und Stahlschäfte enthielt. Das Jahrzehnt sah eine Reihe von Neuerungen unter der Führung von Toney Penna, der mit solch legendären Spielern wie Ben Hogan und Byron Nelson arbeitete, um neue Designs zu erstellen. Die Erfolge der Ära gehörte dem „Neutralizer“, einem hölzernen Dübel des Frühlings-Hickory, der in den Schaft im Übergang zum Schlägerkopf eingearbeitet wurde, sowie einem Griff aus Gummi und Kordel, der die vorhergehenden aus Leder z.T. ersetzte. Dieser „All-Weather“ Griff wurde bald durch die meisten der besten Spieler angenommen. MacGregor schuf später einen Griff aus Weichgummi der als „Tri-Tac“ bekannt wurde und noch beliebter war. Eine weitere Innovation der Zeit verbesserte die Leistung von Holzschlägern durch das Abrunden der Ränder der Schlagfläche, was zu einem besseren Ergebnis außermittiger Schläge führte.
Industrielle Führung in den 1940er Jahren

In den 1940er Jahren wurde MacGregor der dominierende Schlägerhersteller, mit mehr als der Hälfte der Spieler in der Professional Golf Association (PGA). Viele Top-Spieler der damaligen Zeit unterschrieben auch Verträge als Trainer. Inzwischen war die Firma unter der Kontrolle von Charles H. Rickey, der als Präsident gekommen war. Tragischerweise wurde er im Mai 1945 bei einem Autounfall getötet, woraufhin Henry P. Cowen Präsident wurde.

Ende der 1940er Jahre hatte MacGregor vor allem Erfolg mit der Tommy Armour Schlägerreihe, die sich besser als alle anderen auf dem Markt verkaufte. Im Jahr 1949 stellte das Unternehmen seinen ersten passenden Satz von vier Hölzern und neun Eisen vor. Die sogenannte MT-Linie wurde in einer speziellen Box, die die 13 Clubs beinhaltete, verkauft. Mit inbegriffen in den Eisen war ein Sand-Wedge, das erste Mal, dass dieser Schläger als Teil eines Sets verkauft wurde. Die MT-Linie wurde von Golfern begeistert angenommen, und wurde zum Standard für die Art und Weise der Vermarktung von Schlägern.

Trotz einem Rückgang bei der Zahl der Golfplätze unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg (als einige zu Wohnsiedlungen umgewandelt wurden), sahen die Nachkriegsjahre eine Begeisterung für Golf wie nie zuvor. Bis 1952 hatte sich der Umsatz von MacGregor um das Achtfache gegenüber dem Jahrzehnt zuvor erhöht.

In den 1950er Jahren wurde MacGregor zu einer der ersten Golf-Firmen die das Sponsoring für afro-amerikanische Profis bot, zu einem Zeitpunkt, als die PGA immer noch eine „Weißenklausel“ in der Verfassung (die wurde erst 1961 entfernt) hatte. Präsident des Unternehmens war jetzt Bob Rickey, ein Neffe von Branch Rickey, der die Barriere der Hautfarbe im Baseball durch die Einstellung von Jackie Robinson im Jahr 1947 durchbrochen hatte. In diesem Jahrzehnt führte MacGregor auch die beliebten „Eye-O-Matic“ Hölzer ein, die, mit einem rote-weißen Faser-Einsatz auf der Schlagfläche die Visualisierung des „sweet spot“ erleichterten.
Verkauf an Brunswick im Jahr 1967

1967 verkaufte die Familie Rickey MacGregor an die Brunswick Corporation. Der Sportartikel-Hersteller hielt die Firma bis 1979, als MacGregor an die Wickes Corporation aus San Diego, dessen Vorsitzender, EL McNeely, ein begeisterter Golfer, verkauft wurde. Im Jahr 1982 geriet Wickes in Geldnöte, worauf hin eine von Jack Nicklaus und MacGregor-Managern geführte Gruppe die Mehrheitsbeteiligung an der Firma für $ 17.000.000 kaufte. Nicklaus war eine der Legenden des Spiels und hatte MacGregor seit fast 20 Jahren unterstützt.

Einmal in die Leitung des Unternehmens gestellt, wollte Nicklaus sie nun auch substantiell verbessern. Die Firma steckte seit den 1960er Jahren in einer Rezession, sowohl kreativ als auch finanziell, und er beteiligt sich in jeder Hinsicht. MacGregor geriet zurück in die schwarzen Zahlen, zum ersten Mal seit 26 Jahren.

Im Jahr 1984 verkaufte das Unternehmen eine 75 Prozent-Beteiligung an eine japanische Tochtergesellschaft der Whisky-Brennerei Suntory und bis 1986 wurde ein jährlicher Umsatz mit $ 39 Millionen gemeldet. In jenem Jahr benutzte Jack Nicklaus einen neuen Putter von MacGregor Golf um das prestigeträchtige Masters-Turnier zu gewinnen. Bis zum Mittag des nächsten Werktags hatte das Unternehmen 5.000 Putter verkauft.

Ende 1986 verkaufte Nicklaus und seine Partner 80 Prozent ihrer Anteile an MacGregor an Amer-Yhtymae OY, einem finnischen Unternehmen mit Beteiligungen an Konsumprodukten, Sportartikel und Tabak. Der Preis war 30 Millionen Dollar. MacGregor verfügte nun über Niederlassungen in Irland, Großbritannien und Hong Kong. Drei Jahre nach dem Erwerb der Firma kaufte Amer Sport den großen amerikanischen Sportartikelhersteller Wilson für 200 Millionen Dollar. MacGregors finnische Muttergesellschaft begann nun den Umsatz zu steigern, und führte nun weniger teure Schlägerlinien, nach dem Vorbild von Wilson, auf dem Markt ein, auf der Suche nach großer Vertriebs-Masse.

Im November 1991 wurde David M. Gibbons Präsident und Chief Operating Officer von MacGregor und ersetzte Robert Forbush, der den Job nur knapp über ein Jahr innehatte. Es wurde angedeutet, dass die Firma mit Wilson zusammengefasst werden sollte, aber der Plan wurde nicht ausgeführt. MacGregor, mit Sitz in Albany, Georgia, USA, blieb bestehen.
Jack Nicklaus verkauft seine Anteil im Jahr 1992

Im Januar 1992 verkaufte Jack Nicklaus seine restlichen 20 Prozent Anteile an MacGregor an Amer Sport. Berichten zufolge war er frustriert über die Leitung der Gesellschaft und kündigte an, durch seine Firma „Golden Bear International“ einen eigenen Golfschlägerhersteller zu gründen.

Das Jahr 1992 sah auch MacGregors Markteinführung des neuen T920 Schlägers, ein „Holz“ aus Titan, der Berichten zufolge der erste mit Hilfe eines Computers entworfene Golfschläger war. Ausgestattet mit einem übergroßen Kopf und einem Schaft aus Graphit wurde der Preis für einen einzelnen Schläger auf $ 500 festgesetzt. Das Unternehmen vergab zudem auch Namensrechte an Firmen, die Golf-Carts und Golf-Handschuhe herstellten.

Mitte der 1990er Jahre verschlechterte sich die finanzielle Lage bei MacGregor. Im Oktober 1996 wurde bekannt, dass MacGregor an Masters International Ltd. im Vereinigten Königreich und einem Konsortium von Investoren für $ 19.600.000 verkauft würde.

Im Jahr 1997 feierte MacGregor seinen 100. Geburtstag. Zu diesem Anlass brachte man alte Schläger-Designs in limitierter Auflage heraus und bemühte sich, Kontakt und Beratung mit und durch pensionierte Handwerker der Firma zu bekommen, die die Details der Herstellung kannten. Neue Modelle wurden unter dem Namen Excentury eingeführt, einschließlich einem Titan-Holz, das mit vier verschiedenen Schäften zu kaufen war, zum Preis zwischen $ 772 und $ 947. Das Unternehmen bot auch ein Trade-In-Geschäft, in dem Golfer einen Rabatt auf neue Schläger von MacGregor bekommen konnten, wenn sie einem alten Satz, den das Unternehmen an Jugendorganisationen spenden würde, mitbrachten.

Zur gleichen Zeit wurden die aggressiven Marketing-Pläne der neuen Eigentümer angekündigt, die durch eine $ 10-15 Millionen-Kampagne die Firma revitalisieren wollten. Neben Schlägern unternahm das Unternehmen nun auch die Vermarktung von Golfbags, Bällen, Gore-Tex-Oberbekleidung und Accessoires.
Verkauf im Jahr 1998 an die „Parkside Group“

Im August 1998 wurde jedoch MacGregor wieder verkauft, diesmal für gemeldete $ 42.000.000. Der Käufer war die „Parkside-Group“, eine neu gegründete Investmentfirma von Barry Schneider, der die Position des Chairman übernahm und MacGregor leitete. Schneider hatte zuvor eine Firma namens MSA Industries geleitet, die er an DuPont im Jahr 1997 verkauft hatte. Nach dem Kauf war William Marsh Präsident und CEO des Unternehmens, das jetzt 200 Beschäftigte hatte und einen geschätzten Jahresumsatz von 50 Millionen Dollar.

Im März 1999 brachte MacGregor seinen ersten TV-Spots seit Mitte der 90er Jahre auf dem „Golf Channel“, der durch Print-Anzeigen in mehreren führenden Golf-Magazinen ergänzt wurde . Sie wurde am Wochenend-Golfer ausgerichtet und verwendete leichten Humor, um für die neue Reihe der Tourney-Schläger zu werben. Seit dem Verkauf an Parkside, hatte die Produktpalette des Unternehmens alle Linien fast vollständig überarbeitet, um das klassische, gute Design zu unterstreichen. Die Angebote reichten nun von Eisensätzen für unter $ 1000 bis zu den one-of-a-kind Tourney Forged, der bei 5.000 Dollar lag. Die Billigangebote liefen gleichzeitig aus, um das Unternehmen auf dem Markt für Premium-Qualität neu zu positionieren.

Im Herbst 1999 wechselte MacGregor die Werbeagentur, das achte Mal in 15 Jahren. Neue TV-Spots liefen im Frühjahr 2000, mit mehr Humor, einem Rock-Soundtrack und einem Schwerpunkt auf der Handarbeit bei der Schlägerproduktion.

Im Juli 2000 wurde das Unternehmen erneut zum Verkauf angeboten, aber dieses Mal gab es keine Abnehmer. Während dieses Jahres und in 2001 wurden MacGregor die Werbeausgaben gekürzt, und im April 2001 kam ein neuer Präsident, John McNulty.

Nachdem 2001 nur etwas über 1 Million Dollar für Werbung in der sich gleichzeitig verschlechternden US-Wirtschaft ausgegeben wurde, beschloss das Unternehmen seine Werbeausgaben auf 10 Mio. Dollar im Jahr 2002 zu steigern. In Verbindung mit diesem Schritt ging Inhaber und CEO Barry Schneider in einem offenen Brief in mehreren Sport-Zeitschriften an die Öffentlichkeit, der die Probleme aussprach und seine Pläne für die Zukunft offen legte. Das Unternehmen würde nun die Arbeit an der Basis fördern, mit In-Store Marketing, College-Golf-Sponsoring, 1.200 Demo-Veranstaltungen und mit der Stärkung seiner Präsenz auf der PGA Tour und mit Golf-Pros in den Clubs. 2002 auch der Name des Präsidenten neu: Dana Shertz, der zuvor für Branchenführer Callaway Golf gearbeitet hatte.

Im Herbst 2003 kaufte MacGregor wieder die Kontrolle über MacGregor Golf Japan von Suntory zurück. Die profitable japanische Niederlassung hatte seit 1992 erfolgreich seine eigene MAC-TEC Marke für Golfschläger vermarktet, die die Muttergesellschaft nun plante, weltweit zu verkaufen. Die preisgünstigere Linie wurde in China hergestellt, und würde modifiziert werden, um US-Golf-Regeln vor der Einführung im Frühjahr 2005 zu erfüllen. Im Herbst war auch die Übernahme von Bobby Grace Putter, deren Produktion künftig bei MacGregor in Albany, Georgia, vorgenommen wurde.

Nach mehr als 100 Jahren versucht die MacGregor Golf Company, aus dem Erbe der Vergangenheit eine profitable Zukunft zu schaffen. Mit der Verpflichtung von Inhaber und CEO Barry Schneider sind die Hoffnungen groß, dass seine Position als Marktführer restauriert werden könnte.

Wesentlichen Tochtergesellschaften: MacGregor Golf (UK) Ltd; MacGregor Golf Japan.
Hauptkonkurrenten: Callaway Golf Company, Nike, Inc.; Acushnet Company; Karsten Manufacturing Corporation; Taylor Made-adidas Golf, Mizuno Corporation; Die Top-Flite Golf Company.

Maruman

Maruman Golf ist heute ein Unternehmen, das für jeden etwas bietet , vom Einstiegsmodell mit preisbewussten Schlägern wie die Verity Red-Reihe, bis zu der Premium-Reihe Majesty, die nach einer Liste des Forbes Magazine als die teuersten Golf-Schläger der Welt gelten.

Maruman war immer einer der besten Schneiden- und Messerhersteller Japans und stellt nun schon seit 40 Jahren auch Golfschläger her. In der Tat war Maruman das erste Unternehmen, das Nano-Technologie in der Golf-Ausrüstung nutzte und das erste Unternehmen, das Metall-Hölzer in Japan einführte. Diese Kompetenz hat dazu geführt, dass über 100 PGA Tour-Siege sowie 3 große Meisterschaften für Maruman-Schläger weltweit zu verbuchen sind.

Maruman begann als Unternehmen im Jahr 1950, bekannt als Nippon Gold Metal Industry Co. Ltd.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Maruman noch nichts mit Golfschlägern zu tun, sie stellten Uhren und Schmuck her! Im Jahr 1952 änderte sich der Name und wurde zu Maruman Co. Ltd. und man erweiterte vor allem die Uhrmacher-Technik. Während dieser frühen Jahre, wurde Maruman Vorreiter des ersten elektrischen Vergoldungs-Prozesses in Japan, der für Uhren und High-End-Uhrenarmbänder verwendet wurde. Sie schufen auch Japans erstes Gasfeuerzeug. Maruman wechselte so das Terrain und produzierte nun auch Feuerzeuge und im Jahr 1961 gewann man den ersten Preis auf der New York International Feuerzeug-Messe. Bis 1965 hatten sie das weltweit erste elektronische Gasfeuerzeug entwickelt.

Im Jahr 1971 schuf Maruman eine neue Abteilung, ein eigenständiges Unternehmen mit dem Namen Maruman Golf Co. Ltd. Bis 1973 baute man die Matsudo Golf Fabirk in Japan, wo sämtliche Golfschläger gefertigt werden. Um 1974 schuf Maruman unter Verwendung der Metallform Fertigungstechnik erste Golfschläger unter Verwendung von Verfahren, die sie durch die Feuerzeugherstellung kannten. Dies war der erste Schritt weg von Persimmon-Hölzern und es gab die erste Metall-Holz-Reihe in Japan, genannt „Dangan“.

Weiteres Schlüsselmoment bei Maruman war die Einführung des Power-Titan und damit der allererste Hi-COR-Driver im Jahr 1994. zum 25. Jahrestag folgte die Serie „Majesty“, die seither als die prestigeträchtigste und teuerste Schlägerreihe gilt. 2001 führte Maruman die ersten Fulleren-Titanium –Driver ein. Fulleren ist ein bei Maruman weit verbreitetes Material in der Herstellung. Man verwendet es bei der Produktion von Schlägerköpfen aber auch in Carbon-Schäften. Fulleren ist ein Nano-Teilchen, das in Verbindung mit Titan eine eigene Intensität des Schwungs bewirkt und in Schäften eine enorme Flexibilität.

Während der größten Erfolgsphase bot Maruman Technik und Design sowie einzigartige Materialien und betonte damit, Golfschläger zu bauen, die einen fühlbaren Unterschied zu allen anderen Herstellern boten. Da sich die Golf-Welt und deren Technik ständig verändern ist es Marumans Philosophie, auch weiterhin neuen Materialien und Konstruktionen zu entwickeln um die Wünsche der Konsumenten zu erfüllen. Jenseits von Technik und Leistung bietet Maruman in der Majesty-Serie nicht nur höchstwertige Materialien, sondern Präzisionsfertigung und hochqualifizierte Handwerkskunst mit einem Team von Handwerksmeistern, geführt von dem berühmten Kenzo Sugiyama.

Die beliebtesten Schläger-Serien von Maruman sind heute die Conductor- und die Shuttle-Serie sowie die Ultra-High End Linie Majesty. Die Conductor-Serie richtet sich aus an sportlicher Leistung, so dass es Schläger für bessere Golfer sind, mit Gefühl und Distanz im Blickpunkt, während die Shuttle-Reihe für den durchschnittlichen Golfer ausgerichtet ist. Die Majesty-Linie stehen wie bisher für Prestige und Exklusivität. Majesty-Schläger werden aus dem reinsten Titan in Japan gefertigt. Alle sind in mehreren Stufen von Hand geschliffen und poliert und dann mit reinem Gold vergoldet.

Miura

Miura Golf aus Japan stellt hochwertige geschmiedete Eisen her. Diese werden entworfen und hergestellt vom Patriarchen der Familie Miura, Katsuhiro Miura, zusammen mit seinen SöhnenYoshitaka und Shinei, an die er die Handwerkskunst der Schlägerherstellung weitergibt.

Miura stellt seine geschmiedeten Schläger – Eisen, Wedges und Putter – in der einzigen Fabrik und Schmiede der Firma, in der Stadt Himeji, her. Diese war seit Jahrhunderten das Zentrum der alten japanischen Kunst der Herstellung des Samurai-Schwerts. Während die Nachfrage nach diesen Waffen abgenommen hat, ist das Können und die Leidenschaft von Generationen außerordentlicher Schmiedekunst erhalten geblieben. Dies ist die Grundlage,welche die Miura-Familie zur Erzeugung der weltweit besten Waffen auf dem Golfplatz mit sich bringt.

Die Brüder

Katsuhiro Miura stellt Golfschläger seit dem Jahre 1957 her, er schleift die Schläger von Hand, gemeinsam mit Yoshitaka Miura, während Shinei Miura den Schmiedeprozess überwacht. Schläger von Miura werden Stück für Stück, einer nach dem anderen, gefertigt, mit einer Vielzahl handwerklicher Prozesse und so werden sie nie in Serie produziert werden. Spezielle Schmiedetechniken gewährleisten, dass die Körnung des Stahls in jedem Schläger gleichmäßig ist, ohne Hohlräume oder kleine Bläschen, die das berühmte Gefühl bei einem Schlag mit Miura-Eisen stören könnten. Die Körnung, vergleichbar einem Glas mit Sand gegenüber einem Glas mit Murmeln, ist das Ergebnis sorgfältigster Schmiede- und Schleifkunst und es setzt Schläger von Miura ab von den meisten anderen Schlägern.

Miura bietet auch nicht-geschmiedete Produkten wie Driver, Fairwayhölzer und Hybride – alle entworfen und produziert unter der Aufsicht der Miura-Familie.

Unter professionellen Golfern ist der Name Miura natürlich höchst bekannt – in der Tat hat er, bevor er unter seinem eigenen Namen Schläger herstellte, viele Top-Profis mit seinen Schläger beliefert indem er das Design übernahm. Aus Rücksicht auf die Spieler und ihre aktuellen Verträge mit Herstellern, hat Katsuhiro Miura dies nie groß in der Öffentlichkeit platziert. Stattdessen konzentriert er sich auf die Entwicklung und Herstellung seines aktuellen Schlägers, die ihn immer wieder den höchsten Ausdruck seiner jahrzehntelangen Suche nach Golfschläger-Perfektion suchen lassen.

Mizuno

Die Mizuno Corporation begann im Jahre 1906, als die Brüder Rihachi und Rizo gerade aus dem russisch-japanischen Krieg zurückgekehrt waren. Ihr Name war zunächst Mizuno Brothers, Ltd in Osaka, Japan. Beeinflusst von einem Baseball-Spiel, das er im Alter von 18 gesehen hatte, begann Rihachi mit der Herstellung und dem Verkauf von Sportbekleidung. Das Unternehmen expandierte bald durch die Fertigung von Sportgeräten. Mizuno eroberte den Golfmarkt mit eigenen Schlägern aber nicht vor den 1930er Jahren und ein Vertriebsnetz in den USA wurde erst in den 80ern eingeführt.

1930

Mizunos Pläne, den Golfschläger-Markt zu erobern stammten aus dem Jahr 1921 und führte 1933 zur Star Line, die ersten Golfschläger „Made in Japan“. 1936 hat Mizuno schon vier Golfschläger-Modelle auf dem Markt.

Die 1960er Jahre

Mizuno sponsert sein erstes Turnier im Jahr 1965 – das Turnier namens Mizuno New Professional Golfers, gefolgt von einem weiteren, dem Grand Monarch Golf Turnier im selben Jahr. Das Unternehmen eröffnet zugleich die weltweit größte Golf-Fabrik in Yoro, Japan.

Die 1970er Jahre

Im Jahr 1970 fördert Mizuno die Golferinnen Hisako Higuchi und Masako Sasaki auf der LPGA-Tour. Das Mizuno Gold Cup National Golf Turnier beginnt in den Vereinigten Staaten. Im Jahr 1973 gewinnt eine Spielerin mit Mizuno-Schlägern auf der LPGA. 1977 werden Mizuno-Schläger in die Golf Hall of Fame eingeführt. Seve Ballesteros erhält einen Vertrag mit Mizuno. Die amerikanische Mizuno, Inc. wird 1979 in Dallas, Texas, gegründet.

Die 1980er Jahre

Mizuno beginnt seinen Vertrieb in den Vereinigten Staaten, einschließlich der Vanguard-Driver im Jahr 1982. Das Unternehmen führt Golf-Workshops in den Vereinigten Staaten im Jahr 1983 ein und 1984 wird Mizuno der erste Hersteller, der eine mobile Werkstatt auf der PGA Tour bietet, um Spieler jederzeit mit maßgeschneiderten Schlägern zu bedienen.

Die 1990er Jahre

Im Jahr 1990 stellt Mizuno den Ti-110 und Ti-120 vor, die weltweit ersten reinen Titan-Schläger und entwickelte den Tour-Simulator, ein computergestütztes Trainingssystem, 1991. Im selben Jahr unterzeichnete auch Golfprofi Nick Faldo einen Vertrag. 1992 führt Mizuno die Notus- sowie die T-Zoid-Eisen in aller Welt ein. Mizuno Eisen werden als die Nr. 1 in vier Kategorien der PGA-Turniere im Jahr 1997 bewertet.

Die 2000er Jahre

2001 war schon das achte Jahr der Mizuno-Regentschaft als Nummer 1 Eisen in der Welt. Mizuno startet die MP-30 Eisen im Jahr 2003 und diesen folgten bis Ende des Jahres dieMP-37, geschmiedete Eisen, und MP-001- Driver. Der neue MP-32 Eisensatz, natürlich geschmiedet, hat seinen Auftritt im Jahr 2004, im selben Jahr, als das „Golf Magazine“ dem Mizuno MX-23 Eisen seine höchste Bewertung gab. Mizuno feierte sein hundertjähriges Jubiläum im Jahr 2006 und wird auch weiterhin Mizuno-Golfausrüstungen in den Vereinigten Staaten von Norcross, Georgia aus vertreiben.

 

Spalding

Die A.G. Spalding & Bros. produzierte Sportgeräte seit 1876. Das Unternehmen wurde in Chicago von Albert Spalding gegründet. Im Jahr 1905 wurde Spalding der erste Hersteller in Amerika mit einer eigenen Marke von Golfbällen und Schlägern. Damit ebnete das Unternehmen den Weg für die heutige Multi-Milliarden-Dollar-Golf-Equipment-Industrie. Spalding Golf, einschließlich Top-Flite, Ben Hogan und Strata , wurde von Callaway im Jahr 2003 für $ 169.000.000 gekauft.

Anfänge von Spalding

Spalding produzierte die weltweit ersten Gummikern-Golfbälle im Jahr 1895. Aber nachdem der Präsident des Unternehmens, Julian W. Curtiss, während eines Besuchs in London Golf zu spielen gelernt hatte, kehrte er mit den Schlägern zurück in die USA , was zum Beginn der eigenen Golfausrüstungs-Produktion in den Vereinigten Staaten geführt hat.

Auswirkung

Spaldings Vermächtnis für den Golfsport in Amerika wird heute in der Vorbereitung des riesigen Marktes für Golfausrüstung und der ständig wachsenden Popularität des Spiels gesehen. In den 1930er Jahren schuf Spalding ein Team von Top-Spielern, die durch die Vereinigten Staaten tourten. Dies förderte das schottische Golfspiel auf seinem Weg nach Amerika durch Schaukämpfe und eine zunehmende Standardisierung. Der Erfolg von Spalding-Golfschlägern führte zu einer Explosion in den Golfbags eines jeden Wochenendgolfers, die bis zu 25 Schläger für jede Spielsituation, mit sich führten. Doch im Jahr 1938 verabschiedete der US Golf Association eine Regel zur Begrenzung der Schläger auf 14 pro Spieler und Runde.

Golfball-Entwicklung

Spalding war das erste amerikanische Unternehmen das Golfbälle herstellte. „The Wizard“, der Zauberer, geschaffen im Jahre 1895, war das erste Gummikern-Ball mit einer risssicheren Hülle, und Harry Vardon benutzte ihn, um das erste von sechs British Open Championships zu gewinnen. Spalding fuhr fort, die bis heute maßgebenden Dimples vorzustellen – was zur Neudefinition der Flugbahn eines Golfballs führte . Ebenso entwarf man zweiteilige Performance-Bälle, die in der Branche heute Standard sind. Spalding führte auch die ersten farbigen Bälle im Jahr 1979 auf dem Markt ein.

Golfschläger-Entwicklung

Während Spalding eine revolutionäre Auswirkung auf die Produktion von Golfbällen hatte, boten seine frühen Experimente mit Golfschlägern jedem Spieler, auf jedem Level, größere Distanz und Kontrolle. Spalding machte zudem die ersten Versuche mit Metall-Hölzern, die Einführung von Fairway-Hölzern aus Aluminium im Jahr 1910. Im Jahr 1919 war der sog. „Gold-Medal“ der erste Satz aufeinander abgestimmter Schläger, von Eisen bis zu den Hölzern. Spalding produzierte auch Putter mit einer Schlagfläche aus Blei, die den Spielern ein besseres Gefühl als Holz-Putter geben sollten. Spalding führte den Bobby Jones-Schlägersatz im Jahr 1930 ein. Die Schläger hatten mit Farbe angemalte Stahlschäfte, um den Eindruck von Hickory zu geben.

Taylor Made

hundertprozentige Tochtergesellschaft des adidas-Salomon Konzerns

Unternehmensphilosophie:

„Wir lieben es, Golfschläger herzustellen. Dies ist ein von allen Taylor Mad- Mitarbeitern geteiltes Bekenntnis. Der Grund unserer Freude an guten Golfschlägern zeigt sich in unseren Werten: Tradition, Ausgewogenheit und Innovation. Wir lieben die Produktinnovation und die Suche nach besseren Drivern, Fairwayhölzern, Eisen und Putter. Innovation wird geschätzt, nicht nur von der Entwicklungsabteilung und dem Marketing, sondern von allen Mitarbeitern. Golf ist ein kontinuierliches Streben nach Verbesserung, für die eine perfekte Runde. Bei Taylor Made haben sie das gleiche Streben nach Verbesserung und Perfektion in jedem unserer Schläger.“

Firmengeschichte:

Der zweitgrößte Hersteller von Golfschlägern in den USA, Taylor Made Golf Co., entwickelt und vermarktet eine umfassende Palette von Golfschlägern sowie Golf-Zubehör und Golfbags. Taylor Made erzielte seinen ersten Erfolg mit seinem ersten Produkt, dem Metall-Driver, der 1979 debütierte und in der Folge den Golf-Markt dominierte. Mit dem Fokus auf Forschung, Entwicklung und einem aggressiven Marketing wuchs das Unternehmen zum zweitgrößten US-Golf-Hersteller während der Mitte der 1990er Jahre. Ein Erfolg des populären „ Burner Bubble“-Driver, der 1995 auf dem Markt erschien. Im Jahr 1997 wurde Taylor Made von der Adidas Salomon AG erworben. Taylor Made wurde als hundertprozentige Tochtergesellschaft der adidas-Salomon Konzerns organisiert. Mit Hauptsitz in Carlsbad, Kalifornien, hat Taylor Made Niederlassungen in Japan, Großbritannien, Neuseeland und Kanada.

Ursprünge eines Innovators

Taylor Made wurde von einem Jungunternehmer namens Gary Adams, der so viel Zeit wie er konnte mit Golf verbrachte, gegründet. Seine jungunternehmerische Schöpfung entstand aus seiner größten Leidenschaft, eine einzigartige Innovation, die ein Golf-Industrie-Standard werden sollte. Das Produkt, das Taylor Made Metall-Holz, veränderte das Gesicht des Golfsports auf der ganzen Welt. In den sieben Jahrhunderten der aufgezeichneten Geschichte des Golfsports wurde das Spiel, das in den schottischen Highlands entstand, vergleichsweise wenigen technischen Veränderungen unterzogen. Die einzige Ausrüstung des Spiels, Bälle und Schläger , blieben für Generationen, manchmal für Jahrhunderte, die gleichen, bevor eine neue Art von Ball oder eine neue Art von Schläger Verbreitung gewann. Von der Zeit der Kreuzzüge bis zu den Anfängen der Industriegesellschaft im 19. Jahrhundert waren die Fortschritte in der Golf-Ausrüstung dünn gesät. In der modernen Ära des Golfsports, als die Zahl der Golfer in der Welt exponentiell gestiegen und eine neue Klasse von Golfern, -die Pros, sich um Multi-Millionen Dollar-Turniere bewarben, wurde die Geschwindigkeit, mit der der technologische Wandel eintrat, entschieden schneller. Golf war zu einem großen Geschäft geworden, mit den Herstellern um die Kontrolle eines Marktes, der zunehmend lukrativer wurde. Obwohl der finanzielle Anreiz für die Entwicklung eines hochwertigen Produkts groß war, gewann man dennoch nie die Sicherheit, sich auch am Markt zu halten. Golf ist ein schwieriges Spiel und ein schwieriges Spiel ist es, technologischen Verbesserungen zu machen. Viele Innovationen scheiterten kläglich nach ihrer Markteinführung, aber für die wenigen Fortschritte, die dann auf reges Kundeninteresse trafen hing alles von der Akzeptanz der Pros ab. Die Belohnungen bei einem Erfolg aber waren nachhaltig und signifikant. Taylor Made war als einer der wenigen Hersteller in der Lage, sich einen Platz in der Golf-Industrie mit einem einzigen innovativen Produkt zu sichern, dass das Vertrauen von Golfern bis heute weltweit erhält. Der unvermeidliche aber dennoch zweifelhafte Dank für die Innovation gehört dem Unternehmensgründer, Gary Adams.

Rund ein Jahrzehnt vor Adams` schicksalhaftem Experimentieren machte eine Surlyn-gedeckter, zweiteiliger Golfball sein Debüt auf dem Markt. Der zweiteilige Golfball flogen weiter als jeder bisherige in der Geschichte des Sports, so dass er eine Notwendigkeit für jeden ernsthaften Golfer war. Zweiteilige Golfbälle wurde schnell der Ball der Wahl, auch für die Öffentlichkeit. Hobby-Golfer und Profis erhielten gleichermaßen ihren Vorteil, der auch immer ein Erfolg in der Golfball-Industrie ist: Distanz. Zunehmende Distanz war jetzt das Ziel von Adams, als er in den späten 1970ern mit verschiedenen Materialien zur Herstellung von Golf-Schlägern zu basteln begann. Mit den neuen Golfbällen entdeckte Adams, dass der Ball mit einem Schläger aus Metall weiter flog als mit den herkömmlichen Persimmon- und Leimholzschlägerköpfen. Der Kern seiner bahnbrechenden Arbeiten war damit abgeschlossen. Adams entwarf die ersten Premium-Metall-Hölzer und gründete eine eigene Firma zur Herstellung und Vermarktung seiner Schöpfung, die Taylor Golf Co., die in McHenry, Illinois im Jahr 1979 startete.

Die patentierten Metall-Hölzer aus Edelstahl wurden zunächst der Öffentlichkeit auf der Professional Golf Association (PGA) Merchandise Show im Jahr 1979 vorgestellt. Es überrascht nicht, dass potentielle Käufer auf der Messe die neuen Schläger dennoch argwöhnisch beäugten. Der technologische Wandel in der Golf-Industrie bekam Geschwindigkeit und damit waren auch Skeptiker nicht schwer zu finden. Für diejenigen, die die seltsam aussehenden Schläger von einem unbekannten „start-up“-Unternehmen ausprobierten, war die Reaktion positiv, aber Adams wusste, dass er Tourspieler brauchte und diese überzeugen musste, dass Metall-Hölzer bisherigen Hölzern überlegen waren. In der Golfwelt sind Profis die herrschende Klasse und zugleich die Schiedsrichter über wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg, für alle Hersteller. Weniger erfahrene Golfer schauen gerne zum Pro, dieser besorgt zudem die Ausrüstung, die seine Schüler verwenden, und die meisten fällen ihre Kaufentscheidungen auf Grund der Marke professioneller Spieler. Turniersiege von einem bestimmten Spieler mit einer bestimmten Marke waren demnach das Herz des Marketings in der Golf-Industrie. Legen Sie eine Produktseite des Herstellers in die Hände eines Gewinners und dieser Hersteller hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Wettbewerbern. Adams erkannte diese Tatsache früh und machte es zu einem Hauptziel von Taylor Made.

In seinem ersten Jahr als Unternehmer überzeugt Adams 47 Profis die 1979 PGA Championship mit Taylor Made Metall -Hölzern zu spielen. Skeptiker, die die Schläger auf der Messe noch misstrauisch beäugten, wechselten schnell die Ansicht. Die Marke Taylor Made und ihre einzigartigen Metall-Hölzer erreichten ihren ersten Schritt in Richtung Legitimität unter den Golf-Liebhaber in den Vereinigten Staaten. Bis Ende 1980 stieg der Umsatz des Unternehmens durch die Einführung der Taylor Made Metall-Hölzer auf der Tour. Drei Jahre später war die Angst, ob Metall-Hölzer angenommen würden, kein Thema mehr. Bis 1983 beherrschten Taylor Made Metall-Hölzer die Tour, wo durchschnittlich 60 Spieler wöchentlich Taylor Made-Schläger benutzten und somit waren sie sehr beliebte Objekte in Pro-Shops und Filialen im ganzen Land. Metall war von diesem Zeitpunkt an das bevorzugte Material in der Fertigung von Hölzern. Adams` Pionierarbeit hatte Einzug erhalten.

Mitte der 1980er Jahre: Legitimität und der neue Eigentümer

Wie zu erwarten, waren bald führende Hersteller dem neuen Vorbild gefolgt. Andere Hersteller begannen schnell ihre Vermarktung eigener Metall -Hölzer, der neue Industriestandard diktierte die Richtung des Marktes. Gleichzeitig war Taylor Made eindeutig Marktführer und Inhaber eines beträchtlichen Wissens-Vorsprungs auf dem neuen Markt. Es war damit ein begehrtes Unternehmen für die Aufmerksamkeit andere an den Erfolg des Unternehmens. 1984 erwarb der französische Skiausrüstungshersteller Salomon SA Taylor Made. Taylor Made wurde eine der vielen hundertprozentigen Tochtergesellschaften des Unternehmens.

Für Salomon war der Kauf ein vielversprechender Einstieg in den Golf-Markt, und für Taylor Made waren die Vorteile vor allem finanzieller Natur, der Mutterkonzern ein großer Regenschirm für schlechtere Zeiten. Ein Riese in der Ski-Industrie, hatte Salomon enorme finanzielle Mittel, weitaus größere Ressourcen jedenfalls als Taylor Made als unabhängiges Unternehmen in seinen fünf Jahren der Geschäftstätigkeit jemals erreichen konnte. Salomon hat zudem eine eigene Tradition an Innovation und ein Bekenntnis zu Forschung und Entwicklung; das musste Taylor Made nutzen, um an seine ersten Erfolge mit seinen patentierten Metall-Hölzern aufbauen zu können. Für Taylor Made war die Vereinigung mit Salomon letztlich nicht mehr als eine Vernunftehe, eine Hochzeit der Notwendigkeit. Andere, gut ausgestattete Golf-Herstellern witterten die vorherrschende Richtung der Konsumentennachfrage schnell, Taylor Made würde die Unterstützung eines viel größeren Verbündeten brauchen, um seinen Vorsprung auf dem Markt für Hölzer zu behaupten.

Obwohl Taylor Made auf den Markt wie der Gewinner zum Zeitpunkt der Übernahme durch Salomon aussah, musste das Unternehmen noch einige Hürden nehmen, bevor es zu Recht behaupten konnte, zur Elite der Hersteller des Landes zu gehören. Diese Hindernisse wurden während der Mitte der 1980er Jahre überwunden als wichtige Siege auf der professionellen Tour verzeichnet wurden. 1984 gewann ein Taylor Made-Driver eines der wichtigsten Turniere des Golfsports, die 1984 PGA Championship. Im darauf folgenden Jahr festigte sich die Marktpräsenz des Unternehmens maßgeblich durch eine Reihe von Siegen von Spielern mit Taylor Made-Schlägern, darunter die Canadian Open, die Honda Classic und die Panasonic Invitational.

Diese wichtigen Siege wurden auf den Plätzen errungen, Taylor Made selber aber plante schon für die kommenden Jahre durch die Einführung einer neuen Produktlinie und die Konsolidierung ihrer Produktionsstätten. Die neuen Schläger, der Burner und Burner Plus wurden die angesagtesten Schläger auf der PGA in den 1980er Jahre und eine neue Linie von Puttern, mit Fersen- und Spitzen-Gewichtung konstruiert, debütierte im Jahr 1985, im selben Jahr zog das Unternehmen nach Westen. Mit Hauptsitz in Illinois, wo Adams das Unternehmen gegründet hatte, machte Taylor nun auch eine Produktionsstätte in Carlsbad auf, in Kalifornien, dem Epizentrum der Golfschläger-Produktion in den Vereinigten Staaten. 1985 schloss das Unternehmen seine Büros Illinois und konsolidiert sich mit der Produktionsanlage in Carlsbad, wo sich die größten Hersteller von Golfschlägern in den Vereinigten Staaten befanden. Zwei Jahre nach dem Umzug wurde der Bau einer neuen, 90.000 Quadratmeter großen Produktionsanlage in Carlsbad abgeschlossen, was dem Unternehmen die Produktionskapazität gewährleistete, um die stetige Nachfrage nach seinen Golfschläger zu befriedigen

Explosiver Wachstum: Die 1990er Jahre

Taylor Made, angetrieben durch den Schwung seiner bahnbrechenden Einführung von Metall-Hölzern, fehlte zunehmend der energische Wachstumsschub, der durch die Entwicklung einer neuen, auffälligen Produktlinie entstanden wäre. Erst Mitte der 1990er Jahre gelang es, dass Taylor Made eine neuen Linie von Schlägern heraus brachte, die eine ähnliche Wella an Enthusiasmus wie seine Premium-Metall-Hölzer erzeugten, als das Unternehmen seine neue Burner Bubble-Driver eingeführte, in der Mitte der 1990er Jahre. Der neue Schläger erlaubte Golfern dank seiner innovative Technik schneller zu schwingen, ohne zusätzlichen Aufwand. Man sah einen Boom voraus, insbesondere nachdem ein Burner Bubble-Prototyp das erste Mal das Masters in Augusta gewann.

Als sich das Unternehmen auf das Debüt des neuen Burner Bubble für die Öffentlichkeit im Jahr 1995 ausgerichtet, waren die Erwartungen hoch, dass die neue Linie neues Leben in das Unternehmen einbringen werde. Der Vize-Präsident und künftigen Führer des Unternehmens, George Montgomery, räumte ein, dass Taylor Made „seit etwa drei Jahren stagniert“ und darauf bedacht sei, einen großen Markerfolg zu erzielen. Montgomery, der seinem Wechsel zu Taylor in den frühen 1990er Jahren gemacht hatte, half einst Seattles K2 Corp. die führende Ski-Marke in den Vereinigten Staaten zu werden, machte Pläne für das, was das Unternehmen als die größte Kampagne, die „jemals für Golfschläger“ gemacht wurde, bezeichnete. Beispiellose 18.000.000 $ wurden für Werbe- und Marketing zur Verfügung gestellt. 50 Prozent mehr als das Marketing-Budget im Jahr 1994 und zweimal der Betrag, den sie im Jahr 1993 verbuchten. Als der Burner Bubble inmitten einer dichten Flut von Print- und Fernsehwerbungen eingeführt wurde, waren die Ergebnisse außerordentlich. Mit 500.000 Verkäufen in den ersten acht Monaten des Jahres übertraf man die prognostizierten Ziele des Unternehmens. Für das Jahr schnellte der Inlandsabsatz um 90 Prozent nach oben, während der internationale Umsatz um 50 Prozent stieg, was dem Unternehmen schätzungsweise 220 Millionen Dollar Umsatz für das Jahr 1995 brachte. Montgomery war zufrieden. „Ich empfehle ein 30.000.000$ Budget“, erklärte er in Reaktion auf Taylor Made Marketing-Pläne für 1996.

Bis 1996 befand sich Montgomery in einer Position, die seinem Einfluss nicht entsprach. Im Mai hatte Charles Yash Taylor Made´s Vorstandsvorsitzende, das Unternehmen unerwartet in Richtung Callaway Golf verlassen. Yash Abgang zu einem bedeutenden Konkurrenten (Callaway Golf Company wird als größter US-Hersteller geführt)) machte den Weg frei für Montgomery´s Aufstieg zur den obersten beiden Taylor Made-Führungspositionen. Montgomery übernahm ein Unternehmen, in dem er dazu beigetragen hat, es zu einem Branchenführer zu machen. Als er in das Unternehmen eintrat, rangiert es als das sechstgrößte US-Golf-Hersteller. Als er ganz oben auf dem weltweit operierenden Konzern stand, war das Unternehmen der zweitgrößte US-Golf-Hersteller, größer als Cobra Golf Inc. und nur von Callaway Golf übertroffen.

Im Frühjahr 1997 hatte Taylor Made angekündigt, seine Geschäfte in Carlsbad auszubauen und zu konsolidieren um die Produktionskapazitäten deutlich zu erweitern, damit es die Kluft zu Callaway verringern und sie zu Cobra vergrößern könne. Inbegriff des Projekts ist der Bau eines 206.000 Quadratmeter großen Hauptgebäudes, ein 4250 Quadratmeter großes Test- Labor und eine sechs Hektar große Testanlage. Das Unternehmen kann mehr als vier Millionen Golfschläger pro Jahr produzieren, fast die doppelte Kapazität der bestehenden Anlagen in Carlsbad. Geplant und zu Beginn des Jahres 1998 abgeschlossen, begannen die Bauarbeiten im März 1997. Mitten im Ausbau erhielt Taylor Made die Nachricht von einem Geschäftsabschluss, der maßgeblich für die Pläne und die Entwicklung für die Zukunft war. Im September einigten sich Salomon und Adidas, die Mehrheitsbeteiligung von Salomon an Taylor Made an zu veräußern. Der Zugang zum globalen Giganten Adidas AG war ein Schritt, der sowohl innerhalb als auch außerhalb von Taylor Made als eine positive Entwicklung für den Golf-Hersteller aus Carlsbad angesehen wurde. Wieder war Montgomery sehr zufrieden. „Dies ist ein enormer Schritt für Taylor Made,“, sagte er Reportern, „dies gibt uns Zugang zu den Ressourcen der Nummer zwei in der Welt der Sportbekleidung. Der Eintritt in die Adidas-Familie wird uns zweifellos helfen, unsere aggressiven Wachstumspläne zu realisieren. “

Sobald das $ 1.530.000.000-Geschäft abgeschlossen war hatte Taylor Made eine neue Muttergesellschaft, ein weltweites Sport-Konglomerat, das sich adidas-Salomon Konzern nannte. Dieser neuen Muttergesellschaft konnte Taylor Made beeindruckende Ergebnisse am Ende des Jahres 1997 berichten. Der Marktanteil bei Metallhölzern in den Vereinigten Staaten stieg um 25 Prozent, sein Marktanteil bei den Eisen stieg um fast 30 Prozent, der Putter-Umsatz hatte sich mehr als verdreifacht und der Umsatz von Golftaschen hatte sich verdoppelt. In fast allen Aspekten der Geschäftstätigkeit des Unternehmens gibt es Gewinne, was die Führungskräfte mit Zuversicht für die Zukunft erfüllt. Als der Umzug in das neue Werk Anfang 1998 bewerkstelligt war, kündigte Taylor Made Pläne an, die erste Reihe von Kindergolfschlägern einzuführen. Mit dem Zugang zu diesem lukrativen Markt wappnet sich Taylor Made für den Beginn des 21. Jahrhunderts, um die Fortsetzung des kontinuierlichen Aufstiegs innerhalb der US-Golf-Industrie zu gewährleisten.

Wesentlichen Tochtergesellschaften: Salomon Taylor Made Ltd (Vereinigtes Königreich); Salomon & Taylor Made Co. Ltd (Japan); Taylor Made Frankreich.

Titleist

Kurz nachdem Bobby Jones den Golf Grand Slam gewann, war die einhellige Meinung, dass das Golfequipment auf seinem qualitativen Höhepunkt angekommen sei. Selbst nachdem nun auch Stahlschäfte anerkannt und offiziell wurden, hätte man Phil Young, President von Acushnet nicht davon überzeugen können, dass Golfequipment seinen Zenith erreicht hat. Es musste irgendwie besser sein. Young selbst ein versierter Golfer und Golf Fanatiker.

Eines Tages in den 1932er Jahren, auf einer Golf Runde mit seinem Zahnarzt war er enttäuscht von der Performance der Bälle. Er fragte sich, wieso es so große Unterschiede zwischen dem Impact Feeling und der tatsächlichen Flugbahn der unterschiedlichen Golfbälle gibt. Er wollte es genauer wissen. Daher fragte er seinen Zahnarzt, ob er die Bälle nicht ´mal röntgen könnte. Er wollte wissen, wie es im Inneren des Balls aussah. Gesagt, getan!

Phil Young stellte fest, dass der Kern der Bälle in den wenigsten Fällen zentrisch gelagert war und daher Impact, Flugbahn und Feeling stets unterschiedlich ausfielen. Als Ko-Gründer der Acushnet Rubber Moulding Company war der Weg klar. Young war davon überzeugt, dass eine konstante Flugbahn ohne einen zentrischen Kern nicht wirklich möglich sei.

Fred Bommer, ein bekannter Techniker aus dem Bereich Gummi Fabrikation wurde mit der Mission eines zentrierten Golfball Kerns betraut. Phil Young von Acushnet / Titleist und Bommer fanden heraus, dass sich ein tiefgefrorener Kern besser und fester wickeln lässt und somit auch zentrischer formen lässt.

Später wickelte man Gummi-Garn unterschiedlicher Spannung um den festeren Kern. Auf diese Art war man nun in der Lage gezielt Bälle mit dem gleichen, festen Kern zu produzieren, die dennoch gewollt unterschiedliche Impact Feelings vermittelten. So war Acushnet bereits 1933 in der Lage, Bälle unterschiedlicher Kompressionen herzustellen. Diese wurden bekannt als Gold, Green and Blue Ray Golf Balls.

Wilson Golf

Von den Anfängen als Lieferant von tierischen Nebenprodukten vor fast einem Jahrhundert stieg die Wilson Sporting Goods auf, um einer der führenden Golfausrüster zu werden. In den 1990er Jahren, nach vielen Jahren an oder nahe der Spitze, verloren die Produkte des Unternehmens einen Teil ihrer Anziehungskraft. In letzter Zeit hat das Unternehmen aber damit begonnen, einiges seines alten Glanzes und Erfolgs zurück zu erlangen.

Die Anfänge von Wilson

Wilson Sporting Goods begann 1914 als Ashland Manufacturing Company. Der Focus des Unternehmens war ursprüngliche die Vermarktung tierischer Nebenprodukte aus der Fleischverarbeitungs-Industrie, darunter Darm, der sich schließlich als Saite auf Tennisschlägern wiederfand. Als Thomas E. Wilson 1915 Präsident des Unternehmens wurde, konzentrierte er die Bemühungen des Unternehmens auf die Herstellung von Sportausrüstung und benannte das Unternehmen schließlich nach sich. Wilson begann mit der Herstellung von Golfschlägern im Jahre 1917.

Erfolge

Wilson erreichte bald großen Erfolg im wachsenden Golfmarkt und wurde zu einer eigenen Kraft im professionellen Golfsport. Die Eisen gehörten mit zu den beliebtesten auf der Tour, bis in die 1990er Jahre. Auf dieser langen Erfolgsgeschichte haben Spieler mit Wilson-Eisen mehr Meisterschaften gewonnen als Spieler mit Eisen anderer Marken. Die Wilson Staff Golfbälle wurde auch in den 1950er Jahren populär. Während der frühen 1990er Jahren waren Wilson-Wedges die am meisten gespielten auf der PGA Tour. Im Beraterstab von Wilson sind viele Großen des Spiels aus vielen Epochen versammelt, darunter Sam Snead, Arnold Palmer, Nick Faldo und Vijay Singh.

Innovationen für den Golfsport

Im Laufe der Jahre führte Wilson eine Reihe von Innovationen im Bereich der Golfausrüstung ein. Sie produzierten die ersten Eisen mit einem Offset-Hosel im Jahr 1933, ein Design, das noch heute genutzt wird. Im selben Jahr begann Wilson mit der Herstellung der ersten Sand-Wedges, das der Profi und Berater Gene Sarazen erfunden hat. Es war der erste Schläger, dessen „Bounce“ den explosiven Bunkerschlag ermöglichte. Im ersten Produktionsjahr verkaufte Wilson allein 50.000 der neuen Sand-Wedges. Im Jahr 1941 kam Wilson mit den ersten Hölzern mit Ahorn-Laminatköpfen auf den Markt, der Strata- Block. Das Material war stärker und wesentlich unempfindlicher gegen Feuchtigkeit als die aus massivem Ahorn- und Persimmonholz gefertigten Köpfe der Zeit, und andere Schlägerhersteller begannen bald mit der Produktion ähnlicher Schläger. Im Jahr 1954 entwickelte Wilson einen Golfball, der die Schlagfläche des Schlägers schneller verlassen sollte, als der Schlägerkopf selber schwingt. Hochgeschwindigkeitskameras halten seit dem dieses Phänomen in vielfacher Variation fest.

Wilson Golf Heute

Wilsons Ruf in der Golf-Welt verblasste nach 1990, aber in den letzten Jahren hat Wilson damit begonnen, ein echtes Comeback zu feiern. So wurde 2005 der Wilson Staff-Golfball von Golf Digest in der jährlichen Hot List ausgezeichnet, ebenso wie die Di9 Eisen und der „Smooth“-Driver. „Golf Magazine“ nannte den Wilson Ci7 Eisensatz 2008 „Schlägersatz des Jahres“ und das Modell wurde ein Verkaufsschlager. Wie in der Vergangenheit hat Wilson auch heute Profi-Golfer als Berater unter Vertrag, derzeit Padraig Harrington, Jesper Parnevik und Ricky Barnes.