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Posted: 19.11.2010, 16:50
by handicap
3. Durchschwung: den Putter so lange wie möglich auf der Rolllinie des balls nachziehen, ist bei mir ganz wichtig.
Du sprichst mir aus der Seele. Ich heb gern im Treffmoment den Kopf schon an um nachzuschauen. Wenn ich das nicht tue, also den Kopf unten lasse und den Putter so lange wie möglich auf der Linie durchschwingen lasse, sind die Ergebnisse meist sehr gut.
Auch das ätzende auslippen des Putts aus dem Loch wird damit reduziert und der Treffmoment hört sich schön sauber an.
Putten - wie Längenkontrolle?
Posted: 19.11.2010, 20:53
by aPerfectSwing
Moin,
nachdem mich die Dunkelheit von der DR verscheucht hat und unsere Tochter im Bett hist, hier der 2. Teil:
Wie mache ich eine Längenkontrolle.
Als erstes Putte ich mit komplett gestreckten Armen. Daher auch nur ein sehr kurzer Putter. Das Dreieck zum Pendeln ist dann maximal und die Bewegung kommt aus den Schultern.
Ich habe mir auf den Putter einen extra großen Griff gemacht, da ich beide Hände auf gleicher Höhe habe.
Für die Längenkontrolle folgender Grundsatz:
- Der Putter läuft wie ein Pendel völlig gleichmäßig. Rückschwung und Durchschwung bis zum Ende haben die gleiche Zeitdauer.
Ich habe allerdings in einem Lehrvideo mal gesehen, das die Länge der Ausholbewegung etwa ein Drittel der durchschwungbewegung sein sollte.
Das mache ich nicht so. Ich gehe genau so weit mit dem Durchschwung (minimal kürzer) wie mit dem Rückschwung.
Dabei lasse ich den Putter schlicht und ergreifend durch die Erdanziehungskraft beschleunigen. Die ist an jedem Tag gleich, egal ob ich nun nervös oder ruhig bin. Die Weite wird dann nur durch die Länge des Rückschwungs definiert. Je weiter nach hinten, umso mehr Fahrt nimmt der Putter auf.
Wichtig ist dabei, dass die Handgelenke ausgeschaltet sind. Empfehlung ist dabei ein Putter, der so schwer ist, dass er ohne Handgelenkeinsatz sauber bewegt werden kann.
Der Durchschwung bleibt lange auf dem Pfad, den der Ball nimmt. So wie auch Mike es macht. Damit das klappt muss bei längerem Durchschwung die Schulter quasi nach oben wandern.
Wie ermittle ich nun die nötige Rückschwunglänge?
1. Ich habe das Zielen wie oben beschrieben abgeschlossen. Das ist dann auch mental für mich abgehakt und es geht nur noch um die Länge. Mein Kopf ist mit der Drehachse parallel zum Boden. Ich konzentriere mich auf mein dominantes Auge und drehe den Kopf zum Zielpunkt (muss nicht das Loch sein, Up-/Downhill,...). An der Stärke der Kopfdrehung weiss ich schon, wie weit es zurück geht. Also kurz Kopf Richtung Ziel drehen, dann zurück zum Ball und dann geht es analog dazu los.
Um eine Grundjustage für die Grüngeschwindigkeit zu machen, gehe ich vorher auf ein Grün und mache "Normputts". D.h. Rückschwung bis etwas über den rechten Fuss zurück und putten. Wenn dann 3 Bälle die gleiche Weite haben, dann kann ich es einschätzen.
Auf jeden Fall nehme ich immer MEINE Ballsorte und bleibe dabei. Habe hier vor kurzem einen Test mit Golfern gemacht, die waren sehr überrascht über das unterschiedliche Feeling und Reaktion/Länge des Balls. Hier beginnt für mich Ball- mit Schlägerfitting.
Viele Grüße
Martin
Re: Putten - wie Längenkontrolle?
Posted: 19.11.2010, 22:37
by HK
Dabei lasse ich den Putter schlicht und ergreifend durch die Erdanziehungskraft beschleunigen.
Hallo Martin,
interessante Theorie, mal sehen, wie die funktioniert. Ich werde eure Tipps mal mit auf das Übungsgelände nehmen und mich einen Tag dem Putten widmen - wehe das hilft ncht.
Holger
Geht hervorragend
Posted: 19.11.2010, 22:52
by aPerfectSwing
Hi Holger,
interessante Theorie, mal sehen, wie die funktioniert.
Da wette ich gerne drauf. Mache das in der Praxis und es geht gut los. Habe ich ja von Geoff Mangum.
Hier ein paar Referenzen von Ihm:
2010 PGA Championship T5 Steve Elkington
2010 US Amateur Championship 3 of 4 players in the semifinals
2010 US Amateur Champ
2010 British Amateur Champ
Wo reihen wir uns dann bald ein
Ganz im Ernst, zunächst braucht man natürlich ein Gefühl dafür.
Neben dem Buch von Geoff Mangum kann ich auch Fred Shoemaker: Extraordinary Putting wärmstens empfehlen.
Dank hier noch einmal an Bunkerdude für die Buchempfehlung!
Gruß
Martin
Re: Geht hervorragend
Posted: 21.11.2010, 20:04
by HK
Da wette ich gerne drauf. Mache das in der Praxis und es geht gut los. Habe ich ja von Geoff Mangum.
Wo reihen wir uns dann bald ein

Hallo Martin,
heute war super Wetter und ich hab ne Runde gespielt. Ich habs dann so probiert und es ging ziemlich erstaunlich gut, natürlich noch mit einigen Verrissen, aber doch erstaunlich positiv. Ich bleibe also dran und berichte mal von zeit zu Zeit.
Gruß
Holger
Putten geht gut weiter
Posted: 21.11.2010, 22:16
by aPerfectSwing
Hi Holger,
Ich habs dann so probiert und es ging ziemlich erstaunlich gut, natürlich noch mit einigen Verrissen, aber doch erstaunlich positiv. Ich bleibe also dran und berichte mal von zeit zu Zeit.
das freut mich sehr für Dich!
Ich bereite gerade für die nächste Saison noch mehr in die Richtung vor. Wird Zeit, dass der Frost kommt
Gruß
Martin
Posted: 22.11.2010, 16:00
by handicap
Der kommt bald, keine Sorge. Hier in Kaufbeuren (650 m) ist er schon da...
Der Winter ist da
Posted: 22.11.2010, 22:51
by aPerfectSwing
Hi Handicap,
ich hoffe das wir hier im Flachland noch einige Tage Aufschub bekommen...
Aber nochmal zurück zum Thema. In vielen Publikationen wird immer vom Ziel gesprochen, Skid und Roll möglichst minimieren zu wollen. daher auch das Groovedesign, Loft und vieles mehr.
Habe heute im Buch Vector Putting tatsächlich mal konkrete Werte gefunden, wie groß der Effekt ist.
1. Skid und Roll haben nur Einfluss auf die Länge des Putts und nicht auf die Richtung.
2. Bei kürzeren Putts kein signifikanter Einfluss auf die Länge.
3. Erst bei längeren Putts ab 25 ft ist der Einfluss wie folgt:
3.1 Ball mit viel Topspin ist ca 0,75 ft länger
3.2 Ball mit viel Backspin ist ca, 1 ft kürzer
Dabei ist die Skid und Roll Phase fast immer 15% der Gesamtstrecke eines Putts.
Gruß
Martin
ZENIO Putter Analyse und Trainingssystem
Posted: 09.02.2011, 22:48
by aPerfectSwing
Hallo,
heute ist unser neues ZENIO Putter System angekommen. Natürlich erst einmal sofort raus auf das Putting Green. Erst einmal einen Putter in die Hand und dann einrichten.
So sieht das System aus:
Das System misst die Bewegungen des Putters mit einem angeklipsten Sensor und ebenfalls mit einem 2. Sensor auf der Schlagfläche den Impact. Also wo getroffen wird und damit kann das System auch sauber "Triggern". Die Daten werden per Bluetooth auf einen Notebook an die Software übertragen.
Dann werden die einzelnen Putts aufgezeichnet. das Ergebnis sieht dann so aus, alles Ausschnitte aus dem Tour Report:
Wir setzen das System für Fitting so ein, dass jeweils einige Putts mit Putter 1 gemacht werden, dann mit Putter 2 weiter, etc...
Die Software zeigt dann im Vergleich super auf, welche Konfiguration was bewirkt. Für uns sowas wie das Flightscope für Putter.
Mehr Berichte nach den nächsten Einsätzen.
Martin[/img]
Posted: 10.02.2011, 19:34
by Lasar
beeinflusst das eingen gewicht des systems nicht das ergebnis ?
Gewicht Zenio
Posted: 10.02.2011, 20:24
by aPerfectSwing
Hallo,
ich habe das mal gewogen. Der Sensor auf der Schlagfläche wiegt inkl. Kabel 7,7 Gramm.
Der Sensor inkl. Akku wiegt 27,7 Gramm.
Zum Vergleich: Mein Putterkopf wiegt 482 Gramm, der Schaft mit Griff 224 Gramm.
Am Kopf also sehr wenig zusätzliches Gewicht und weiter oben am Schaft ein wenig Gewicht. Es ist aus meiner Sicht jedenfalls so leicht, dass die Ergebnisse sehr gut sind und der Schwung kaum beeinflusst wird.
Martin
komplette Übersicht
Posted: 14.02.2011, 22:19
by aPerfectSwing
Posted: 14.02.2011, 22:57
by Didola
Ok, das sind die ganzen technischen Daten.
Aber was kann man jetzt daraus erkennen?
Gruß Dirk
Was sagen die Daten
Posted: 14.02.2011, 23:12
by aPerfectSwing
Hallo Dirk,
es gibt 3 grundsätzliche Bereiche:
- Wo ist der Impact ?
- wie ist der Rhytmus ?
- und wie sind die Winkel, also Offen/Geschlossen und der Loft
Aufgrund der Daten und der Konsistenz kann dann z.B. erkannt werden, wo eine Schwächen und Stärken sind.
Ich bin z.B. mit meinem Impact-Bild sehr zufrieden. Das würde ich so lassen, zumal mein Putter einen sehr großen Sweetspot hat. So ist das unproblematisch.
Für die Länge ist für mich der Rhythmus wichtig. Bei meinem Puttstil lege ich sehr viel Wert auf Geleichmäßigkeit. Die Forwardswing Zeit entspricht meiner Vorstellung. Im Rückschwung werde ich noch etwas langsamer werden. Hier ist auch die größte Abweichung. So kann ich aber auch Testen, ob ein langsamerer Rückschwung mir überhaupt hilft. Oder ob dann z.B. die Schlagfläche mehr oder weniger verdreht.
Bei den Winkeln komme ich mit einem leicht positiven Winkel an den Ball. Durch die 3 Grad Putterloft plus die 0,87 Grad positiven Loft im Impact passt das. Bei einem negativem Loft im Impact kann es kritisch werden.
Das erst einmal ein paar Beispiele.
Martin
Zenio Puttanalyse
Posted: 04.08.2011, 21:48
by aPerfectSwing
Hallo,
heute war noch eine Puttanalyse mit dem Zenio dran.
Wichtigste Eigenschaften eines Putts ist die Konstanz der Parameter wie:
- Rhythmus
- Impact (Trefferbild)
- Open/Close
Es war dann klar ersichtlich, dass diesmal die Open/Close Konsistenz der klare Problembereich ist. Alles andere war im guten Bereich.
Per Auge so nicht gut zu erkennen...
Martin
Posted: 04.08.2011, 22:37
by Slowhand
Das Zenio hat mich überzeugt - danke Martin!
In der Tat lassen sich solche feinen Analysen ohne Hightech nicht machen.
Allerdings zählt ja am Ende, dass der Ball gerade dorthin geht, wo man möchte und auch noch die Länge passt.
Blöd nur, dass dabei auch Wetter, Feuchtigkeit des Grüns, Wachstumsrichtung der Grashalme und natürlich die Bodenunebenheiten eine Rolle spielen...

Posted: 05.08.2011, 08:53
by Jorge
Moin,
Ostern am Fleesensee habe ich einer Putterfitting beim Puttguru gemacht mit anschliessender Anleitung. Mein Scotty wurde gekürzt, beschwert in Schaft und Kopf, der Griff ausgetauscht und dann dings los mit System.
Das SamPuttLab hat die Fehler in meiner Bewegung aufgezeigt. Seit her übe ich mit Metronom Rhythmus,Rhythmus,Rhythmus....
Anfangs wurde ich belächelt...der mit seinem kurzen...aber ich stehe gut über dem Ball, pendele durch den Ball und habe mich enorm verbessert. Insbesondere die geraden Bälle ab 2m fallen sehr oft.
Conclusio: Für ein System entscheiden, und das dann durchziehen.
Allen ein schönes WE ohne Dreiputts!
Jorge
Posted: 05.08.2011, 12:46
by Didola
Die geraden Bälle ab 2m fallen sehr oft ?
Meinste jetzt Abstand größer oder kleiner als 2m.
Wenn du größer meinst, dann gib mal ne Trainings-Anleitung, damit ich mir eventuell doch mal überlegen kann zu trainieren.
Weil oft fallende Putts aus über 10m könnten selbst mir sogar helfen.
Gruß Dirk
Posted: 05.08.2011, 12:49
by Slowhand
Hallo Jorge,
danke für dein Feedback.
Bei desen "Momentaufnahmen" bin ich ehrlich gesagt sehr skeptisch.
So wie ich dich verstanden habe, wurde ja an einem Tag getestet und gefittet, danach auf das "neue Konzept" umgestellt und wieder getestet.
Was aber, wenn es "der falsche Tag" war - oder du eine Woche, einen Monat oder ein halbes Jahr später kommst, und dann völlig neue Fittingerkenntnisse hast?
Das kann man doch nicht ganz ausschließen.
Und- wer weiß, ob du bei einem anderen Fitting nicht "noch besser" sein könntest?
Posted: 05.08.2011, 23:01
by Lasar
macht euch doch nciht soviele gedanken zum putten, schaut euch das Grün an, geht zum ball und macht ihn einfach rein.