Frage zum Lie-Winkel

Alles zum Thema Clubfitting (Anpassung) von einem Golfschläger
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Frage zum Lie-Winkel

Beitragvon Gast » 24.10.2018, 09:50

Habe folg. Frage bezüglich Lie-Winkel:

Entsprechend dem Online-Tool ergibt sich z.B. Bei vorhandenem Lie-Winkel
eine Schaftlänge füe Eisen 7.
Die Schaflängen von Eisen zu Eisen sind üblicherweise +-1/2“, die Lie-Winkel
verändern sich um 0,5° bzw. 1,0°.
Bei Eisen 7 ist gewährleistet, dass der Schlägerkopf parallel zum Boden steht -
wie verhalten sich die anderen Eisen bzw. wie ist hier Ihre Vorgehensweise,
Um auch hir zu gewährleisten, dass neben Eisen 7 auch alle anderen Eisen parallel
zum Boden stehen - wird hier dann jedes Eisen für sich gesondert grefittet oder gibt
Hier auch eine rechnerische Möglichkeit oder einen anderen Ansatz ?

Liebe Grüße

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Re: Frage zum Lie-Winkel

Beitragvon Moderator » 24.10.2018, 09:55

Es genügt, das Eisen 7 zu definieren (aber auch jedes andere ist möglich). Ist ein Eisen klar, ergeben sich die anderen automatisch durch die Kombination aus Lie- und Längenänderung.

Beispiel:
Eisen 7 Lie 61,5° und Schaftlänge 37 inch

dann haben
Eisen 6 Lie 61° und Schaftlänge 37,5 inch
bzw.
Eisen 8 Lie 62° und Schaftlänge 36,5 inch
usw.

Rechnerisch ist dann das Setup bei längerem Schaft (z.B. Eisen 5) zunehmend gering aufrechter und bei kürzeren Schaft tiefer (z.B. PW).

Mike
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Re: Frage zum Lie-Winkel

Beitragvon Prian » 24.10.2018, 09:59

Rechnerisch ist dann das Setup bei längerem Schaft (z.B. Eisen 5) zunehmend gering aufrechter und bei kürzeren Schaft tiefer (z.B. PW).


ist es nicht so gedacht, dass sich das setup nicht ändern soll? ich dachte immer bei diesem verhältnissen von lie zu loft ändert sich lediglich der winkel der hand und nicht der rückenwinkel, wie kommt dass den zustande? :?:
Prian hat Kesprochen!

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Re: Frage zum Lie-Winkel

Beitragvon Moderator » 25.10.2018, 15:51

Beim Wedge steht der Spieler normalerweise etwas tiefer, beim Driver aufrechter.

Klarerweise kann man die Lies auch so biegen, dass die Körperwinkel alle identisch bleiben. Der Lie müsste sich dann jeweils um ca. 1,3° ändern, ggf. mit Berücksichtigung der Schaftbiegung zum Spieler hin (je nach Flex).

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Re: Frage zum Lie-Winkel

Beitragvon anton2 » 25.10.2018, 23:36

Dachte wie Prian, dass man immer gleich steht.
Wird auch immer so in Videos und Büchern gezeigt.
Wieder was gelernt.
Gruß Anton

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Re: Frage zum Lie-Winkel

Beitragvon oliver_k » 26.10.2018, 10:58

Bei Eisen 7 ist gewährleistet, dass der Schlägerkopf parallel zum Boden steht -


Hallo,

wann steht eigentlich ein Schläger parallel zum Boden?
Die Sohle eines Golfschläger ist doch abgerundet. Da gibt es kein parallel. Es gibt nur eine Tangente die parallel zum Boden steht. Der Punkt der Tangente auf der Sole ändert sich ein wenig bei geänderten Liewinkel oder Ansprechposition. Aber das liegt im mm Bereich.
So kann man einen Ball trotzdem gut treffen, auch wenn das Gelände nicht eben ist.
Will damit nicht sagen, das der Liewinkel total unwichtig ist. Aber durch die abgerundete Sohle gibt es einen großen Toleranzbereich.

Gruß Oliver

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Re: Frage zum Lie-Winkel

Beitragvon Prian » 29.10.2018, 08:37

das was oliver_k hier sagt ist schon sinnig wenn man darüber nachdenkt....trotzdem bin ich der meinung, dass sich das set-up nicht unterscheiden sollte, ist es denn nicht gewollt, immer gleich am ball zu stehen? wenn ich mal gebeugter und mal aufrechter stehe ändert sich dadurch doch auch der winkel im stand und der schwung müsste sich doch von den anderen unterscheiden oder anders sein, wo liegt da der vorteil?
Prian hat Kesprochen!

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Re: Frage zum Lie-Winkel

Beitragvon Blade » 29.10.2018, 09:14

Und was ist mit dem „droop“?
Was ist mit der Eintauchtiefe der Sohle in den Boden?

Ihr denkt alle statisch und nicht dynamisch, resp. was der Schlägerkopf wirklich macht im Schwung.

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Re: Frage zum Lie-Winkel

Beitragvon Prian » 29.10.2018, 10:58

Ihr denkt alle statisch und nicht dynamisch, resp. was der Schlägerkopf wirklich macht im Schwung.


und was sagt uns dass jetzt? wie muss es denn sein?
Prian hat Kesprochen!

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Re: Frage zum Lie-Winkel

Beitragvon Blade » 29.10.2018, 15:08

Der Klassiker ist die Aussage, penny under the toe.

Das kommt der Sache sehr nahe .

Sohle parallel zum Boden beim Set Up ist definitiv falsch.

Mit einem GC Quad wird der reale lie im Treffmoment gemessen, wenn man darauf zugreifen kann, wäre das die sicherste Methode.

Sobald man in schrägem Gelände steht, was macht man dann? Auch hier gibt es viele Mythen, die nicht stimmen.

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Re: Frage zum Lie-Winkel

Beitragvon Professor » 09.11.2018, 13:08

Prian hat geschrieben:das was oliver_k hier sagt ist schon sinnig wenn man darüber nachdenkt....trotzdem bin ich der meinung, dass sich das set-up nicht unterscheiden sollte, ist es denn nicht gewollt, immer gleich am ball zu stehen? wenn ich mal gebeugter und mal aufrechter stehe ändert sich dadurch doch auch der winkel im stand und der schwung müsste sich doch von den anderen unterscheiden oder anders sein, wo liegt da der vorteil?


Der Vorteil liegt daran, dass ein längerer Schläger auch weniger Kopf-Gewicht hat. Er muss also leicht "horizontaler" gehalten werden (flacherer Lie), damit er, durch sein mangelndes Kopfgewicht, stärker nach unten zum Ball zieht, was eine aufrechtere Haltung erfordert und eine natürliche Gegenbewegung (Kraftaufwand) zur Folge hat. (Ein aufrechterer Stand ergibt sich automatisch, weil der Schläger durch den Lie-Winkel, seiner Länge und sein Gesamtgewicht dann sehr ähnlich "nach unten zieht" wie ein kürzerer Schläger, und dadurch ein ähnliches Schwunggefühl erreicht wird. Das Gefühl der aufgewendeten Gegenkraft, was überhaupt das Hauptgefühl unseres Schwungs ist. Wir spüren im Grunde nur, wie viel wir dem Gewicht des zurückbleibenden und herabeilenden Schlägers entgegenwirken müssen.)
Ein Wedge zieht stärker zum Boden, macht das so zu sagen von selber, deshalb spielt man es vom Schaft-Winkel zum Boden aufrechter und vom Körperwinkel her, gebeugter, um diesem Zug nach unten gezielter oder natürlicher entgegenwirken zu können.

Häufigster Fehler: Fette chips: Beobachte Spieler, die aus einem bösen Semi-Rough den gleichen Schaft Winkel verwenden wie im vollen Schwung. Der Schläger zieht zu stark nach unten, der Ball wird oft fett getroffen und peinlich zu kurz bleiben. Durch die geringe Bewegung (weniger Kraft kann entgegenwirken) zieht der Schläger noch stärker in den Boden. Korrektur, Arm-Schaft Winkel fast eine Linie, Schläger auf die Spitze stellen, Horizontale Eigen-Kräfte des Schlägers werden geringer. Entspricht besser dem geringen Kraftaufwand, der zu leisten ist.

Ein gut getroffener Ball ist immer ein Verhältnis, wie viel Kraft ich welchem Gewicht entgegenwirken muss. Und da spielen der Schaftwinkel zum Boden (Lie) im Verhältnis zu Kopfgewicht und Schaftlänge keine unwesentliche Rolle. Um immer ein ähnlichen Kraftaufwand leisten zu können, ist ein sehr ausgeklügeltes Schlägerbau-Konzept notwendig.

So ausgeklügelt, dass ein gewisser Herr Walk auf der Bühne erschien, der mit seinen speziellen MOI-Schlägern verspricht, immer "das selbe" Schwunggefühl zu haben, egal mit welchem Schläger man spielt.
Ich bleibe bei "ähnlich", denn ich möchte, wenn ich den Ball 200m weit schlage was anderes fühlen als bei 100m.
Die gleich langen Schläger, die es in Europa (Attersee/TU München) ungefähr schon 12 Jahre gibt (Bryson DeChambeau war nicht der erste ..., sollen einer ähnlichen Idee zu Grunde liegen, immer die gleichen Körperwinkel, immer die gleiche Gegenkraft etc.
Mit Gruß, Euer
Professor

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