Weicher Schaftflex beim Driver

Alles zum Thema Clubfitting (Anpassung) von einem Golfschläger
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Weicher Schaftflex beim Driver

Beitragvon Gast » 22.02.2018, 09:15

Ich brauche noch etwas Beratung. Anleitung: ihren Blog über Schaftflexen. Ich trainiere auch mit euren Lagfinder; meine Schwünge sind dadurch relativ langsam in ein ruhiges 3-1 Rythmus. Ich treffe relativ sicher mit fast allen Schläger (Eisen 5 bleibt was schwierig). Würde ein sanfter Schaftflex für den Driver für mich “besser” geëignet sein? Vielleicht erst mal einige Tage ausprobieren?

Groet,

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Re: Weicher Schaftflex beim Driver

Beitragvon Moderator » 22.02.2018, 09:20

Hallo, ich halte einen weicheren Schaftflex (generell) für besser, gerade beim Driver. Wenn der Rhythmus und das Timing gut sind, kann ein weicher Flex auch beliebig schnell geschwungen werden. Effekt: höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit, da der Flex mehr Lag erzeugt und bei unmanipulierten Handgelenken erhöht sich auch die Konstanz.

Weiche Schäfte sind beispielsweise die aus Bambus: ungeheuer stabil, wenig Torsion, aber sehr peitschend. Haben wir zum Testen mit dem Bagger Vance Star Driver hier, da dies die optimale Kombination ist.

Mike
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Re: Weicher Schaftflex beim Driver

Beitragvon Peter-A » 22.02.2018, 09:59

Ich kann da Mike aus eigener Erfahrung nur zustimmen. Mit dem Driver habe ich eine SKG um die 105MPH (mit Trackman indoor mit einem "Stangenware"-Driver gemessen, allerdings auch wieder vor über nem Jahr). Nach landläufiger Meinung sollte ich damit also nen Stiff oder X-Stiff-Schaft und 10,5°, besser 9,5° spielen... ich nutze aber genau die von Mike genannte Kombination: Star Driver (12°) und Bambus-Schaft. Damit drive ich regelmäßig meine Mitspieler aus und erziele den Longest Drive bei Turnieren. Einen Haken hat die Geschichte allerdings: Das funktioniert nur mit einem ruhigem, rythmischem Schwung. Reissen und Hebeln werden gnadenlos bestraft, was ich zum einen selber schon erfahren musste aber auch bei anderen Clubmitgliedern gesehen habe, die den Driver ausprobieren wollten. "Power"-Schwinger sind damit gar nicht zurecht gekommen, Leute mit ruhigem, gleichmäßigem Schwung waren über die Länge erstaunt, die sie erzielen konnten. In jedem Fall solltest Du das vorher für Dich testen!

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Re: Weicher Schaftflex beim Driver

Beitragvon anton2 » 22.02.2018, 19:55

Warum funktioniert der nicht bei unrythmischen Schwingern?
Verbiegt der sich dadurch am Anfang zu viel durch?
Gruß Anton

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Re: Weicher Schaftflex beim Driver

Beitragvon Moderator » 23.02.2018, 08:30

Die Biegung ist nicht das Problem.

Stell Dir ein Gewicht vor, das A an einem Faden hängt und B fix an einem Metallstab befestigt ist.

Um A zu pendeln, muss dies rhythmisch geschehen. Hin und her zucken klappt nicht.

Mit viel Handkraft kann man mit B alles machen: Tempo und Richtung spontan ändern etc.

Das ist der Unterschied: einmal im Einklang mit der Physik und einmal mit dem Kopf durch die Wand.

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Re: Weicher Schaftflex beim Driver

Beitragvon Peter-A » 23.02.2018, 08:44

Das Bild mit dem Faden und dem Gewicht finde ich sehr gut. Zu diesem Thema und warum man besser im Einklang mit der Physik schwingen sollte anstatt mit Kraft kann ich nur das Studium von Ernest Jones und/oder Manuel de la Torre empfehlen. Beide benutzen auch das Beispiel mit dem Gewicht am Faden (bzw. Taschenmesser am Stofftaschentuch im Fall von Ernest Jones).

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Re: Weicher Schaftflex beim Driver

Beitragvon anton2 » 23.02.2018, 22:11

Jetzt hab ich es verstanden. Danke.

Hat das rhytmische Schwingen nur Vorteile?

Wenn ja, ist es erstrebend sich weg vom hektischem Schwingen weg zu bewegen? Oder kann es sogar kontraproduktiv werden?

Ich habe da schon mein Driverschlag präsentiert.
Eher hektisch, oder?
Gruß Anton

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Re: Weicher Schaftflex beim Driver

Beitragvon Peter-A » 25.02.2018, 16:32

Ich weiss nicht, ob man das so pauschal beantworten kann. Was ich aus dem Studium von Ernest jones und Manuel de la Torre gelernt habe ist, dass mit einem richtigem Schwung Geschwindigkeit (Beschleunigung) generiert werden kann, in der Theorie beliebig schnell... beim Hebeln (sprich in dem Fall mit Kraft und aktivem Handgelenkeinsatz) wird Kraft generiert, allerdings keine Geschwindigkeit. Ich bin kein Physiker, Mathematiker o.Ä., kann diese Aussagen aber seht gut nachvollziehen. Ein Gewicht an einer Schnur kann ich immer schneller schwingen... und je schneller ich werde, desto stabiler verhält sich auch der Schwungpfad. Auch der Kraftaufwand ist relativ gering, um hier auf hohe Geschwindigkeiten zu kommen. Mit aktivem Krafteinsatz sieht die Sache anders aus. Auf den Golfschwung bezogen habe ich hier das Problem, dass die Handgelenke nicht gerade die größten und stärksten Muskeln im Körper sind und zumindest mir geht es so, je mehr Kraft ich einsetze, desto ungenauer werde ich.
Im Endeffekt denke ich, dass das jeder für sich rausfinden muss, womit er sich wohler fühlt. In Deinem Fall würde ich Dir aber in jedem Fall empfehlen, es mit dem Schwingen mal auszuprobieren. In seinem Buch "Swing the Clubhead" beschreibt Ernest Jones einen Drill, mit dem man prüfen kann, ob man richtig schwingt, oder "hebelt". Dazu nimmt er ein Stofftaschentuch, an dessem Ende ein Taschenmesser befestigt ist. Dieses Taschentuch hält er zusammen mit dem Golfschläger, so dass das Taschenmesser runterhängt. Nun versucht man beides so zu schwingen, dass sowohl Schläger als auch Taschentuch "in einer Linie" zusammen schwingen. Hat man das geschafft, dann ist das ein "richtiger" Schwung. Man merkt hierbei selber recht schnell, dass das alles nur mit lockeren Handgelenken funktioniert. Hat man einmal das "richtige" Gefühl gespürt, sollte man so versuchen mal einen Ball zu treffen. Für mich war es recht erstaunlich, mit wie wenig Krafteinsatz wie weit ein Ball fliegen kann.

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Re: Weicher Schaftflex beim Driver

Beitragvon anton2 » 25.02.2018, 23:50

Wird man dann nicht von dem Taschenmesser erschlagen?
Gruß Anton

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Re: Weicher Schaftflex beim Driver

Beitragvon Peter-A » 26.02.2018, 08:29

Deswegen ja nur max. Halbschwünge, sprich Schläger/Taschentuch-Taschenmesser von ca. Hüfthöhe bis Hüfthöhe schwingen.

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Re: Weicher Schaftflex beim Driver

Beitragvon Hartmut_R » 27.02.2018, 11:56

Jetzt bin ich neugierig geworden:
kann man denn den Bambusschaft in jeden Schlägerkopf verbauen ??
Und was kostet das ??
(Habe einen SLDR mit Regular Schaft).

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Re: Weicher Schaftflex beim Driver

Beitragvon Moderator » 01.03.2018, 14:17

Der Bambus passt in jeden Schlägerkopf mit zylindrischer Schaftaufnahme .335(+) und .370(+). Bis auf wenige Exoten also überall.

Bambusschaft liegt bei 85,00 EUR plus 20,00 EUR Arbeit plus Griff.

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