Der Minimalschwung (Brainstorming)

Mike Austin, Moe Norman, PGA oder ... ?
akay
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Re: Der Minimalschwung (Brainstorming)

Beitragvon akay » 08.11.2017, 18:38

Moderator hat geschrieben:Hallo, die Ablehnung durch den Pro ist nichts ungewöhnliches, aber da muss man durch. Es ist auch kein Irrweg, wenn man die Vermischung beider Standpunkte probiert. Entscheidend ist immer, was man selbst spürt und nachvollziehen kann.

Mike


Das ist schon richtig, nur ist gerade bei Anfängern mit noch nicht gefestigtem Schwungbild (um so einen handelt es sich hier offenbar) die Ablehnung durch einen Pro oder auch durch Mitspieler schon eine starke Verunsicherung. Zumal auch der Minimalschwung einiges an Grundverständnis über den Golfschwung abverlangt - ich persönlich empfand ihn nicht als "leichter" sondern nur als "anders".

Eine Vermischung von klassischem und Minimalschwung ist für jemanden der ein simples Rezept für einen funktionierenden Golfschwung sucht wohl auch nicht das richtige Rezept ... alleine die Unterschiede bei der Zielausrichtung überfordern einen Durchschnittsgolfer, erst recht wenn er wechselweise beides anwenden soll.

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ThinK
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Re: Der Minimalschwung (Brainstorming)

Beitragvon ThinK » 09.11.2017, 14:16

Gast hat geschrieben:Guten Abend Herr Mike Klais,

ich habe vor zwei Wochen den Thread in Ihrem Forum zum Thema Minimalschwung gefunden
und alle 27 Seiten durchgelesen. Auch die Basisübungen habe ich auf Youtube gesehen und mir
auf mein Handy geladen - zur visuellen Wiederholung etc.

Folgende Dinge und Reaktionen sind passiert.

Da ich nur von dem Video lernen kann, komme ja aus Hamburg und kann nicht einmal eben
1000 Kilometer fahren, um das bei Ihnen zu lernen, versuche ich es so gut es geht umzusetzen.

Positiv ist mir aufgefallen, dass ich keine Schmerzen mehr in der Schulterpartie habe und meine
Ab- bzw. Transportschläge gerader geworden sind, mit weniger Krafteinsatz.

Negativ ist mir aufgefallen, mein 9ner schlage ich nicht weiter als 50m, mein 70er nicht weiter
als 95m und meine beiden Hybriden 34 und 22 Grad, komme ich nicht weiter als 100/110m
mit. Vorher waren es mit dem 9ner 80m, 7ner 110m, 34 Grad 120m und 22 Grad 135m.

Was kann ich davon halten bzw. was mache ich falsch oder welche Fortschritte kann ich
erwarten. Trainingseinsatz waren jetzt circa 7 Trainingstage und circa 1000 Bälle.

Meinen Pro, den ich mit dem Schwung konfrontierte zeigte mir einen Vogel und weigert sich
sich zum einen mir das beizubringen, kann wahrscheinlich mit 25 Jahren gut sehen, welche
Fehler ich das mache und verzichtet auf Trainingsstunden mit mir, bis ich wieder was anständiges
lerne - so seine Aussage. Hart aber schmerzlich, ich verzichte derzeit darauf ihn zu buchen ;o)

Ja, schwierig da Fortschritte zu machen. Wenn Sie einmal etwas Zeit haben, würde ich mich
über eine kurze Korrespondenz freuen.

Mit freundlichem Gruß


Finde ich eine völlig überzogene Reaktion, die mehr von eigenem Stolz zeigt, als vom Willen dir helfen zu wollen.

Wenn er den Ansatz für falsch hält, wäre es viel zielführender dir zu erklären warum. Es gibt viele verschiedene Ansätze. Meines Erachtens gibt es keinen "Heiligen Gral". Problematisch wird es aber wenn man Ansätze kombiniert, die nicht zusammenpassen.

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Re: Der Minimalschwung (Brainstorming)

Beitragvon Moderator » 23.01.2018, 09:58

Ich bereite wieder eine Videoserie vor und bei der Recherche viel mir dies in Youtube auf:



Ab 4:50 wird das Setup interessant und mit dem Minimalschwung vergleichbar.

Mike
"Der Zweifel ist der Weisheit Anfang."
René Descartes (1596 - 1650),
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Re: Der Minimalschwung (Brainstorming)

Beitragvon Moderator » 08.03.2018, 12:22

So einfach kann es gehen:

Vorgeschichte: Meniscus-Schaden am linken Knie durch das Golfspiel. Nach OP weiterhin Probleme, dickes Knie nach wenigen Schlägen. Zudem Schmerzen am LW5. Ein Jahr Pause.

Umstellung auf Minimalschwung innerhalb 45 Minuten: keinerlei Probleme am Knie und auch der Lendenwirbel blieb ruhig. Zusätzlich Schäfte nach biometrischem Fitting angepasst, da 1,25 inch zu kurz.

"Es fühlt sich leichter und kraftloser an ... trotzdem fliegen die Bälle weiter."



Die Bewegung ist noch nicht geschmeidig (geht auch nicht nach 45 Minuten), aber der richtige Weg ist erkennbar:

Drehbewegung von Fuß, Knie und tw. Hüfte minimieren oder eliminieren.
Handgelenke lockerer.
Setup aufrechter, um die LW zu entlasten.

Mike
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Re: Der Minimalschwung (Brainstorming)

Beitragvon Gast » 15.06.2018, 07:55

Guten Abend Mike und Gregor,

nach unserem (Andrea und ich) Besuch bei Euch, ist mir klar geworden, dass es sinnlos ist, am vollen Schwung und mit längeren Eisen, bzw. Driver zu üben, wenn man die Basis noch nicht verinnerlicht hat.

Deshalb habe ich mir die Mühe gemacht, Alles was Mike in seinem Video „Minimalschwung” demonstriert, nachvollzogen und geübt. Und zwar eine Woche lang, schätze mal schon 600 Bälle mindestens geschlagen, immer mit Eisen 9. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist es richtig gut gelaufen.

Meine Frage an Euch ist: Welche Sequenz muss ich weiter üben? Oder anders gefragt: Nach welchem Video muss ich jetzt weiter vorgehen ? Ich bin wirklich daran interessiert und gewillt, mich von der Basis langsam nach oben zu arbeiten. Erst durch die konsequente Einübung des Minimalschwunges, gemäss Mikes Video, habe ich zum ersten Mal ein Gefühl, insbesondere für die Wichtigkeit der Gewichtsverlagerung bekommen.

Deshalb warte ich gespannt darauf, wie es nun weitergeht.

Für die Antwort schon mal recht herzlichen Dank und bis bald mal wieder

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Re: Der Minimalschwung (Brainstorming)

Beitragvon Gast » 30.08.2018, 10:22

Guten Abend Herr Klais,

da ich ja bei Ihnen vor einer Woche circa etwa eine Stunde hatte und wir uns dabei
auf Video angesehen haben, wie mein Minimalschwung ist und was ich ändern sollte,
folgendes Ergebnis.

Ich habe mir die Bilder und Ratschläge von Ihnen mitgenommen und erinnere mich
daran, das wir auf dem Monitor die Weiten vom Driver bei circa 135m hatten und Sie
sagten, ich verschenke da gute 40-50m.

Sie haben Recht! Ich habe geübt, sehr viel sogar und habe das Experiment wiederholt.

Ich stehe derzeit bei "durchschnittlich" 155m zur Zeit und die beiden weitesten Schläge
waren bis dato 160m und 170m. Das heißt, derzeit habe ich im Schnitt 20m gewonnen
und kann es bei seltener aber konzentrierter Bewegungskoordination noch auf weitere
insgesamt 35m bringen - ohne Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich!

Es ist und war also Potential vorhanden und ich werde weiter üben - das einmal nur
zur Kenntnisnahme, denn von Feedback lernen wir ja alle und es freut einen, wenn es
positiv ist.

Mit besten Grüßen

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Lagopus
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Erneute Erfahrung mit dem Minimalschwung

Beitragvon Lagopus » 30.08.2018, 14:26

Hallo zusammen,
hallo Mike,

ich hatte ja bereits vor Jahren schon mal darüber berichtet, dass ich zum Anfang meiner Golferlaufbahn einen dem Minimalschwung durchaus ähnlichen Schwung hatte. Im Laufe der Jahre ist dieser jedoch einem eher klassischen Schwung mit Fokus auf möglichst hohe SKG gewichen.

Leider hat es mir vor ca. 2 Monaten das rechte Knie erwischt, sodass ich meinen Schwung dergestalt umstellen musste, dass das rechte Knie möglichst stark entlastet wird. Es hat eine Weile erstaunlich gut funktioniert, die Rotation mit dem linken Knie einzuleiten, allerdings ist jetzt auch das linke Knie so stark belastet, dass ich befürchten muss, dass Schlimmeres als die aktuellen Schmerzen folgen wird.

Also habe ich mich vor 3 Tagen - dummerweise vor den anstehenden Clubmeisterschaften an diesem WE - zwangsweise dazu entschlossen, den Minimalschwung wieder anzuwenden. Und zwar auf der Runde, ohne vorheriges Üben auf der Range. Was soll ich sagen, das Ergebnis hat mich begeistert. Nach anfänglichen Problemen mit der offenen Ausrichtung, die zu einigen - allerdings stangerlgraden - Schlägen in die falsche Richtung geführt hat, lief es richtig gut. Die Länge sowohl bei den Eisen als auch bei den Hölzern und dem Driver war ca. 10 % geringer, das hat sich auf den Runden in den letzten Tagen jedoch auch gelegt, sodass ich jetzt mind. so weit bin wie vorher.

Hier die Vor- und Nachteile aus meiner Sicht:

Vorteile:
  • Die Schmerzen in beiden Knien sind weg, meine Fußstellung ist allerdings ca. 90 ° mit dem linken Füß und ca. 60 ° mit dem rechten (im Vergleich zur klassischen parallelen Ausrichtung)
  • Mit meinem alten Schwung hatte ich besonders beim Driver ab und zu mit einem Slice zu kämpfen, dank der sog. "early extension". Der Slice ist nun Geschichte.
  • Stattdessen kommen die Drives gerade und mit - für mein Alter und meine Körpergröße (ich bin kein Riese und auch schon deutlich jenseits der 50) - anständigen Weiten.
  • Auch der nervige Pull-Hook, der bei mir hauptsächlich bei den Fairway-Hölzern auftrat, ist kein Thema mehr
  • Perfekte Spin- und Höhenkontrolle durch Veränderung der Ballposition - dies war bei meinem alten Schwung nur weitaus komplizierter möglich
  • Deutlich verbesserte Schlagweitenkontrolle, es geht absolut intuitiv. Besonders wichtig bei Annäherungsschlägen mit "krummen" Entfernungen,für die man keinen passenden Schläger im Bag hat.
  • Intuitive und erschreckend einfache Kontrolle der Flugkurve (vulgo "shapen"). Allein schon das Öffnen bzw. Schließen der Schlagfäche in der Ansprechpostition sorgt für sehr gute Ergebnisse. In Verbindung mit einer Anpassung der Schwungebene gelingen mir nun tatsächlich gewollte Hooks, Cuts und Fades, die ich mit meinem alten Schwung nur zufällig generieren konnte.
  • Auch unter Druck (Zockerrunde um erkleckliche Beträge) sind Fehlschläge sehr selten. Wenn überhaupt, dann gibt es Probleme mit "überpowerten" Annäherungsschlägen, die übers Grün fliegen.

Nachteile:
  • Wie auch schon bei meinen ersten Experimenten mit dem "adaptierten" Minimalschwung, habe ich Muskelkater im rechten Gluteus maximus, was ich aber gerne in Kauf nehme.
  • Blöde Sprüche der Flightpartner ("Das sieht ja richtig scheiße aus!"), die aber angesichts der unbestreitbar guten Ergebnisse schnell verstummten.
  • Die oben schon erwähnten "überpowerten" Schläge, die beispielsweise dazu führten, dass ich meine normale Entfernung von 80 Metern mit dem Lob-Wedge um fast 20 Meter übertroffen hatte. Die Ursache dafür empfinde ich jedoch nicht als Nachteil: Dass man auch bei sehr energischen und über-energischen Schlägen mit ordentlich Adrenalin im Blut die Bälle immer noch gut trifft, liegt m. E. daran, dass man diesem Schwung auch in solchen 120%-Situationen vertrauen kann. Das war bei meinem alten Schwung nie so, da waren getoppte oder geshankte Gurkenschläge das Ergebnis von zu viel Energie.

Jetzt bin ich gespannt, ob ich die sehr positiven Erfahrungen auch auf den Clubmeisterschaften diesen Freitag bis Sonntag umsetzen kann. Da ist, auch angesichts der bescheidenen Wetteraussichten, ordentlich Druck auf dem Kessel.

Viele Grüße!

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