Golfer-Fitness-Übungen, Teil 1

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Golfer-Fitness-Übungen, Teil 1

Postby Moderator » 12.12.2009, 11:17

Beim Golfspiel ist zwischen "wollen" und "können" die persönliche Fitness entscheidend. Die ruhige und doch kraftvolle Schwungbewegung der Topspieler erfordert eine gezielt trainierte Muskulatur. Nur wenn die Basis stabil und die Kraft konzentriert ist, kann eine optimale Schwungsequenz erfolgen.

Die nachfolgenden Übungen sind von Dieter Hochmuth zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

Lendenwirbelsäule (LWS)
Image
fördert
Rumpfrotation und Timing
verhindert
das Shiften
Fazit
Verminderung der Scherbelastung BWS / LWS

Großzehengrundgelenk
Image
fördert
Rumpfrotation und Timing
verhindert
das Shiften
Fazit
Verminderung der
Scherbelastung BWS / LWS

Schulter- und Armmuskulatur
Image
fördert
Kräftigung M. triceps brachii
und untere Schulterblattfixatoren
verhindert
Aufrichtung von
Set up bis Impact
Fazit
Erlernen einer kontinuierlichen
Set up Position

Schulter - Brustwirbelsäule
Image
fördert
Kräftigung für
Beschleunigungsphase
beim Abschwung
verhindert
ruckartige Abschwungbewegung
Fazit
Erlernen der Abschwungphase
bis Impact

Copyright Text und Bild sportmed-prof.eu
"Der Zweifel ist der Weisheit Anfang."
René Descartes (1596 - 1650),
Philosoph und Mathematiker

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egbert
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Postby egbert » 12.12.2009, 13:43

Mit den Abbildungen habe ich beim ersten Ansehen noch meine Probleme:

das Einklemmen des Balles zwischen den Beinen soll wahrscheinlich die "Synchronisierung" Beine-Becken fördern. Aber warum soll der gegenteilige Effekt im Bild darunter das gleiche Ziel haben? Das rote Ding ist doch bestimmt ein Theraband, das nach außen gespannt werden soll. Wenn ich die Knie gegen den Widerstand nach außen drücke, stabilisiere ich doch den Komplex Becken/Beine und die Scherkräfte auf den Übergang LWS/ BWS werden eher größer, oder? Und was hat das mit dem Großzehengrundgelenk auf sich?

Dann das "Erlernen einer kontinuierlichen Setup-Position". Golfer, die sich im Durchschwung aufrichten, könnten der Gefahr ausweichen, in den Boden zu hacken. Ein versierter Trainer wird da eher gegensteuern können als ein Training von Triceps und Trapezius in gehockter Position. Die Koordination ist mE. hier zu wenig beachtet.

Auch die letzte Übung mit dem Theraband erscheint mir wenig praxisnah. Das Band hat den Nachteil, dass es die größte Kraft zum Treffpunkt hin verschiebt. Gerade da aber sollten die Hände doch eher locker sein, oder?

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Golf-Physio-Trainer
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Postby Golf-Physio-Trainer » 15.12.2009, 16:57

1. das Einklemmen des Balles zwischen den Beinen soll wahrscheinlich die "Synchronisierung" Beine-Becken fördern. Aber warum soll der gegenteilige Effekt im Bild darunter das gleiche Ziel haben? Das rote Ding ist doch bestimmt ein Theraband, das nach außen gespannt werden soll. Wenn ich die Knie gegen den Widerstand nach außen drücke, stabilisiere ich doch den Komplex Becken/Beine und die Scherkräfte auf den Übergang LWS/ BWS werden eher größer, oder? Und was hat das mit dem Großzehengrundgelenk auf sich?
Antwort:
Der Ball zwischen den Beinen soll eine En-block Drehung des Körpers fördern und das der rechte Fuß vom Boden gelöst wird. Um eine bessere Beckendrehung zu ermöglichen ohne Kompression auf das Darmhüftbeingelenk (ISG).

Theraband ums Knie gewickelt: falls das mit dem Ball nicht klappt ist eine Ausweichmöglichkeit bei geschlossenen Beinen das Theraband oben und unten vom Knie zu wickeln. Jetzt in Setup Position gehen > dadurch kommt Zug auf das rechte Bein > der Golfer wird animiert, das Körpergewicht vor dem Impact nach links zu verlagern, den rechten Fuß rechtzeitig anzuheben und somit eine En-block Drehung seines Körpers zu ermöglichen. Dadurch wird ein präventiver, biomechanisch optimierter Golfschwung gefördert.
2. Dann das "Erlernen einer kontinuierlichen Setup-Position". Golfer, die sich im Durchschwung aufrichten, könnten der Gefahr ausweichen, in den Boden zu hacken. Ein versierter Trainer wird da eher gegensteuern können als ein Training von Triceps und Trapezius in gehockter Position. Die Koordination ist mE. hier zu wenig beachtet.
Antwort:
Es wird speziell bei dieser Übung auf unser Klientel, das wir in unserer Praxis als Golf-Physiotherapeut vorfinden, eingegangen. Viele GolferInnen sind Quereinsteiger, kalendarisches Alter 50+, Golfalter "Babys". Speziell die Muskulatur, die bei einer Setup Posititon von ca. 200 Schwüngen inkl.
Probeschwünge in Anspruch genommen wird, ist bei diesen Patienten zurückgebildet (Gesäßmuskulatur, Oberschenkelmuskulatur, Beckenbodenmuskulatur).
Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Golf-Physiotherapie ist diese Übung leicht auszuführen.
3. Auch die letzte Übung mit dem Theraband erscheint mir wenig praxisnah.
Das Band hat den Nachteil, dass es die größte Kraft zum Treffpunkt hin verschiebt. Gerade da aber sollten die Hände doch eher locker sein, oder?
Antwort:
Sinn dieser Übung ist, speziell die linke Rumpf-Körperseite zu kräftigen, je nach Patientenalter sind auch Ober-und Unterarme mit Handgelenk zu kräftigen (z.B. ältere Damen).
Dieter Hochmuth
www.sportmed-prof.eu

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egbert
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Postby egbert » 15.12.2009, 21:23

Sehr geehrter Herr Hochmuth ( klingt so förmlich, können wir uns duzen? )

es ist ganz gewiß mehr als schwierig in wenigen Worten und anhand einiger Abbildungen einen Einblick in Ihre Arbeit zu geben und ich möchte vorwegschicken, dass ich Ihr Engagement sehr schätze. Aber ich verstehe nicht alles, was Sie schreiben. Vielleicht haben Sie ja Lust, näher drauf einzugehen.

Sie schreiben: Um eine bessere Beckendrehung zu ermöglichen ohne Kompression auf das Darmhüftbeingelenk (ISG).

Einen Golfschwung ohne Kompression des ISG kann ich mir nur schwer vorstellen. Auch wenn ich davon ausgehe, dass nicht unbedingt Top-Spieler angesprochen sind, ist es doch so, dass auch der weniger sportliche Spieler im Trefmoment sein Gewicht ( besser gesagt sein Becken ) nach links verschoben und den Oberkörper nach rechts abgekippt hat. Das sollte zwangsweise eine ISG-KOmpression zur Folge haben.

Als nächstes Ihre Erklärung zum Einsatz des Therabandes um die Beine

"dadurch kommt Zug auf das rechte Bein > der Golfer wird animiert, das Körpergewicht vor dem Impact nach links zu verlagern, den rechten Fuß rechtzeitig anzuheben"

Warum sollte durch das Band ein einseitiger Zug auf ein Bein entstehen? Der Spieler wird doch eher animiert, beide Beine nach außen zu drücken und das widerspräche der erwünschtwen Gewichtsverlagerung.

Irgendwie verspringt mir hier immer der Cursor im Textfeld und die Eingabe wird mühsam. Ich breche daher im Moment meinen Kommentar hier ab und melde mich wieder, wenn ich weiß, wie das technisch funktioniert .

Bis dahin liebe Grüße

Egbert

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WalkGolf
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Postby WalkGolf » 16.12.2009, 08:28

Sehr geehrter Herr Hochmuth ( klingt so förmlich, können wir uns duzen? )
Etwas off topics - "Duzen":
Herr Hochmuth wird sich ja wahrscheinlich noch zum "duzen" melden. Ich persönlich bin kein Freund vom überschnellem Duzen.
Hier ein interessanter Link zum Thema http://zettelsraum.blogspot.com/2008/02 ... ernet.html
Thomas Walk
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Postby Moderator » 16.12.2009, 10:27

Etwas off topics - "Duzen"
Lesenswerter Link Herr Walk, besten Dank dafür.

Wir (Ober-)Bayern haben mit "Du" und "Sie" unsere eigenen Probleme. Durch die multikulti Globalisierung ist es auch hier verwässert, aber unter Eingeborenen verhält es sich genau umgekehrt zum Rest der Welt: ein DU ist eine Sympathiebekundung/Akzeptanz während ein SIE durchaus zur Distanzierung bis zur Beleidigung Anwendung findet. Gott sei Dank erlaubt das bayrisch auch eine Formulierung, die direkte Anrede diplomatisch zu umgehen.

Anmerkung: wenn ich persönlich nun ausserhalb der Almhütte jemanden mit "Sie" anrede, dann soll dies keine Beleidigung sein, sondern die Anerkennung der üblichen Gepflogenheiten :wink:
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Postby Golf-Physio-Trainer » 21.12.2009, 12:42

Antwort zur Kompression:
Gemeint ist eine sehr geringe Kompression, die bei sehr häufigen Wiederholungen (Golfschlägen) keine Schäden im Bereich der Lendenwirbelsäule und Darmhüftbeingelenk hervorruft.
Bitte um Nachsicht für die etwas missverständliche Erklärung.

Antwort zu Theraband mit Zug Oberhalb und unterhalb der Knie:
Angelegt wird das Theraband bei geschlossenen Beinen, dann wird die Setup-Position eingenommen und ein Golfschwung simuliert. Das Ergebnis wird man sicherlich "erspüren".
Dieter Hochmuth
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TZ
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Postby TZ » 21.12.2009, 19:59

Auch die letzte Übung mit dem Theraband erscheint mir wenig praxisnah. Das Band hat den Nachteil, dass es die größte Kraft zum Treffpunkt hin verschiebt. Gerade da aber sollten die Hände doch eher locker sein, oder?
Hallo Egbert und Diether! Dies ist die einzige Übung die ich verstehe. Ich hab sie auch schon „erfunden“ und ausprobiert und finde sie gut und technisch adäquat. Der Abschwung sollte bei jedem Spieler so langsam anfangen, dass er bis zum Impakt noch kontinuierlich gesteigert werden zu kann. Gerade im Moment wo der Schläger durchpeitscht wirken enorme Kräfte auf Arme Schultern und Sockel. Und zwar gegen die Schlagrichtung. Daher die typische Verlangsamung der Hände über dem Ball. Diese ist aber nicht gewollt sondern entsteht, obwohl man alles tut um kraftvoll über den Ball zu fahren. Die Anstrengung ist aber kaum zu spüren. Erstens weil man sich mit der bewussten Selbstwahrnehmung meistens grade woanders befindet, und zweitens weil die Innervation der beteiligten Muskeln zumindest teilweise reflex-bedingt/-unterstützt ist. Eine spontane, teilweise antizipatorische Reaktion auf die (zu erwartende) Belastung (Widerstand gegen den Durchschwung der Arme).
Beim Training mit dem Gummiseil werden die entsprechenden Muskeln und auch die motorischen Nervenbahnen trainiert. Sowohl die bewussten als auch die reflektorischen. Denke ich…

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egbert
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Postby egbert » 21.12.2009, 21:11

Thomas, schön, dass du dich hier beteiligst. Da ich den Faden im Spicyforum mitgelesen habe, glaube ich auch zu verstehen, worauf du hinauswillst.
Ich sehe da allerdings einen Unterschied im Vergleich zwischen wirklichem Golfschlag und der Therabandübung. Ohne genaue Zahlen zu kennen vermute ich die größte Kraftentwicklung beim Golfschlag im Bereich des oberen Totpunktes. Die Ausholbewegung endet, die Trägheit des Schlägers läßt ihn sich weiter Richtung Ziel bewegen und der Rumpf startet hier die Gegenbewegung mit erhobenen Armen, will heißen, unter ungünstigen Hebelverhältnissen. Die Kraft, die ich benötige, um diesen langen (Last-)Arm zu beschleunigen, müßte relativ hoch sein.
Was ich mich nun frage ist, ob ich den Schläger im weiteren Verlauf bis zum Treffpunkt weiter willentlich beschleunige oder ob die Schlägergeschwindigkeit aufgrund der "günstiger" werdenden Verhältnisse automatisch größer wird.
Beim Theraband ist die Situation für mich klarer. Der Beginn der Bewegung startet mit einem geringen Widerstand, der im weitern Verlauf ansteigen muß. Die Kraft, die ich hierzu brauche, kann ich zu jeder Zeit steuern und beeeinflussen.
Versteht ihr meine Zweifel?

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TZ
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Postby TZ » 21.12.2009, 21:36

Naaamt egbert!
...der Rumpf startet hier die Gegenbewegung mit erhobenen Armen, will heißen, unter ungünstigen Hebelverhältnissen. Die Kraft, die ich benötige, um diesen langen (Last-)Arm zu beschleunigen, müßte relativ hoch sein.
Ich seh das so: Die Arme werden beim Ausholen nicht länger sondern "kürzer", weil der linke sich vor die Brust legt und der rechte sich beugt. Ihre Trägheit wird folglich hier am geringsten. Die Hebelverhältnisse sind also nirgends günstiger. Dies gilt erstrecht für den Schläger, der sich beim Abschwung der Drehachse Rumpf näher befindet als bei irgend einer anderen Haltung.
Wenn die Hände abschwingen, folgt ihnen der Schlägerkopf auf derselben Bahn. Er bildet also gerade hier zum Abschwung gar kein Trägheitsmoment. Fällt nur mit seiner Masse ins Gewicht. Später im Abschwung entfert er sich (wie auch die Arme und Hände) von der Hauptachse und sein Trägheitsmoment erreicht kurz vor oder sogar erst nach dem Impakt sein Maximum. Die Anstrengung nimmt also von oben nach unten zu, wobei sie sich mehr als verdoppelt, auch wenn viele Golfer das anders machen oder anders empfinden. Das ist nicht meine Meinung sondern wird in der Fachliteratur ausrücklich belegt. Das meiste findet man zusammengetragen von Letzelter&Letzelter 2001.
Die geringe Trägheit beim Umschwung verleitet gerade die ungeschulten Spieler dazu, den Abschwung zu überhasten. Dadurch verpuffen viele Kräfte in der ersten Hälfte des Abschwungs. Danach gibt es für eine sinnvolle Beschleunigung keine Reserven und der Schläger wird nur noch zum Ball gedrückt anstatt gepeitscht. Als widersinnige Reaktion darauf wird der Umschwung immer mehr forciert und die Schläge werden immer kürzer und krummer. Teufelsküche Hackerhölle.

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Postby egbert » 23.12.2009, 12:06

Hi Thomas,

so ist das mit unserer Sprache und unserer Wahrnehmung. Zwei Menschen sehen die gleiche Sache, aber beurteilen Sie auf Grund ihres Umfeldes unterschiedlich.
Ich sehe einen linken Arm, der mehr oder weniger endgradig bewegt ist und denke: aus der Stellung ist die Kraftentwicklung sehr ungünstig, der benötigte Aufwand ihn zu beschleunigen folglich relativ groß. Die Muskulatur arbeitet zwar gut aus einer Vorspannung heraus, aber nur, wenn sie nicht zu groß ist.
Du scheinst die Sache eher physikalisch anzugehen. Der linke Arm ist nah am Rumpf, also herrschen gute Voraussetzungen für die Beschleunigung. Auch die Annäherung des Schlägers an den Rumpf habe ich nicht bedacht. Ein Trägheitsmoment sollte er aber doch trotzdem darstellen, oder? Da lasse ich mich gerne belehren, meine physikalischen Kenntnisse sind nicht so ausgeprägt.

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Postby TZ » 23.12.2009, 16:01

Hi egbert: Trägheitsmoment ist Trägheit mal Hebel. Wenn der Schläger sich direkt hinter den Händen her bewegt, gibt es keinen Hebel. Der entsteht erst, wenn der Schlägerkopf sich außerhalb des Kreisbogens bewegt, den die Hände beschreiben. Je früher dieses Enfernen stattfindet desto anstrengender wird der Schlag und desto schlimmer der Tempoverlust am Ball.

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Wie üben?

Postby Ulf » 20.01.2010, 22:23

Hallo zusammen,

da es solche Gummibänder nun bald in jedem Haushalt gibt und draußen Schnee liegt, frage ich mich, ob vielleicht mal jmd. beschreiben könnte, wie so eine Übung genau aussieht?

Z.B. Schulter- und Armmuskulatur
Langsam Runterziehen und 10 Sekunden halten, entspannen 10 Sekunden Pause. Insgesamt 20 Übungen. So in der Art?

LG Euer Ulf

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Postby Golf-Physio-Trainer » 17.02.2010, 20:04

Hallo Ulf, das Band auf Spannung bringen in ca. 2 Sek. (ist konzentrisch), in
ca. 4 Sek. nachlassen, ist exentrisch. Das exentrische ist dabei sehr wichtig, da um die 30% effektiver. Je nach persönlicher Kondition ca. 10 Wiederholungen in 4 Sätzen. Am besten ist es, wenn man die Bänder an einer Stelle anbringt und sie dort belässt - bei der man öfter am Tag vorbeigeht und sich vornimmt, jedes mal 4 Sätze zu absolvieren. Dies ist meine persönlich Methode ohne extra Zeitaufwand.
Viel Spass, die Drives werden so mit Sicherheit mindestens so weit fliegen wie letztes Jahr.
Dieter Hochmuth
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Danke

Postby Ulf » 17.02.2010, 20:42

Hallo Daniel,

vielen Dank für die Infos. Ich werde die Übungen so machen. Im Keller habe ich so einen Ort.

Lieben Gruß
Dein Ulf

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