Golfunterricht mal rückwärts

Handicap verbessern, Spieltaktik, Konzepte
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Golfunterricht mal rückwärts

Beitragvon Moderator » 23.09.2019, 20:40

Den Minimalschwung wollen immer mehr (vor allem Slice-geplagte Golfer) lernen und da es bei allen Schülern Parallelen gibt, möchte ich einen Punkt ansprechen:

Viele haben Bedenken, einen neuen Schwung oder eben "den Schwung" neu erlernen zu müssen. Dabei sehe ich es umgekehrt: die meisten machen in ihrem Schwung schon viel zu viel. An der Beweglichkeit liegt es also seltenst, auch nicht an der der Muskulatur, dem Aufdrehen oder sonstwas.

Bei 99% muss ich nur die vorhandene Bewegung reduzieren und ungünstige Interaktionen unterbinden. weniger ist dann mehr: Kontrolle und Schlagweite steigen.

Die klassischen Fehler sind:

1. Überschwingen
2. geknickter vorderer Arm durch Punkt 1
3. dorsal geknicktes vorderes Handgelenk
4. Gewichtsverlagerung nach hinten statt nach vorn
5. verkrampfte Handgelenke
6. ungünstiger Griff

Mike
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Re: Golfunterricht mal rückwärts

Beitragvon anton2 » 24.09.2019, 12:26

Zum Punkt 1.
Beim Auf oder Durchschwung?
Gruß Anton

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Re: Golfunterricht mal rückwärts

Beitragvon Moderator » 24.09.2019, 13:09

... beim Aufschwung, im Finish kann es nicht weit genug sein.

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anton2
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Re: Golfunterricht mal rückwärts

Beitragvon anton2 » 24.09.2019, 14:52

Wie sieht ein Überschwingen aus?
Foto?
Denn ich versuche immer so viel wie möglich auszuholen.
Gruß Anton

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oliver_k
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Re: Golfunterricht mal rückwärts

Beitragvon oliver_k » 29.09.2019, 16:31

Hallo,

die interessant Frage ist ja, warum machen soviele Golfer die klassischen Fehler?
Ich hatte viele falsche Vorstellungen wie der Golfschwung funktioniert und dadurch viele unötige oder falsche Bewegungen gemacht.
Die erste falsche Vorstellung ist meiner Meinung nach, dass man den Ball in die Luft bringen muss. Also die typische Löffelbewegung um den Ball Höhe mitzugeben. Man schlägt mit den Handgelenken und der Schlägerkopf überholt die Hände anstatt leicht von oben mit Händen vor dem Ball, den Loft des Schlägers ausnutzen und so den Ball in die Luft bringt.
Passiert mir heute manchmal immer noch. :? Es fehlt der Druck nach vorne und ich lasse den Schläger durchlöffeln.

Der nächste Fehler ist der "chicken wing". Der linke Arm bleibt nach dem Treffmoment nicht gestreckt. Auch bei der Bewegung fehlt der Druck nach vorne. Ich glaube aber was wirklich fehlt ist das drehen der Hüfte und des Oberkörper Richtung Ziel. Viele stehen im Treffmoment gerade vor dem Ball, also wie im Setup. Dadurch dreht der Schläger zu schnell um den Körper und man muss den linken Arm anwinkeln. Konstantes spielen wird schwierig damit.

Dann kommt die falsche Vorstellung wie man die Richtung der Schlagfläche kontrolliert bzw. ändert. Darüber wird viel diskutiert ob das nötig ist. Vieleicht nicht, aber die falsche Vorstellung bringt viele Probleme. Ich habe in den Anfangsjahren immer versucht die Schlagfläche mit Druck aus dem Handgelenk zu kontrolieren. Wenn ich mehr nach links wollte, habe ich mit den Handgenken stärker gedrückt um den Schlägerkopf vor die Hände zu bekommen. Genau wie man es ja beim Tennis, Tischtennis usw. ja auch macht. Oder denn Ball weiter nach vorne gelegt oder den Griff verändert.
Meiner Meinung nach, sollte man die Schlagfläche durch ein drehen des Schlägers entlang seines Schaftes variieren. Also um die Schlagfläche zu schließen überrollt der rechte Arm den linken. Will man die Schlagfläche auf lassen für einen hohen Fade dreht man den Schäger in die andere Richtung und der rechte Arm dreht sich unter den linken.

Diese drei Sachen kann man sehr gut mit einem Chip, Pitch und Punch üben und sind für mich die wichtigsten Voraussetzungen für einen guten Schwung. Ich stelle im Keller eine Matratze hochkant auf und schlage aus 3 meter Bälle dagegen. Rückschwung bis der linke Arm maximal waagerecht steht(9 Uhr) durchschwung bis Arme wieder waagerecht (3 uhr) stehen. Das ohne "löffeln", Schlägerkopf darf die Hände nicht überholen und ohne "chickenwing". in der 3 Uhr Position sind beide Arme gestreckt und der Schläger ist die Verlängerung und ist waagerecht. Dann mal von innen nach aussen schlagen und umgekehrt und die Schlagfläche durch die Drehung anpassen. Ich habe Monate gebraucht bis das eiigermasen funktoniert hat.

Warum ist das so wichtig? Man lernt nicht mehr mit den Hangelenken zu schlagen. Weder um den Ball hoch zu spielen, noch um die Richtung zu beeinflussen, noch um weiter zu schlagen. Nicht mit den Handgelenken zu schlagen ist aber die absolut notwendige Voraussetzung um im vollen Schwung mit LAG zu spielen. Man lernt seine Hände mit Druck aus den Armen nach vorne zu bringen und damit den Schäger zu beschleunigen. Die Hände nach vorne, nicht den Schlägerkopf. :!:
Im vollen Schwung bleibt diese Bewegung zum Treffmoment. Man startet halt nur nicht direkt aus den Armen, sondern kann seine großen Muskeln (Beine, Rücken) zuerst einsetzen.

just my 2 cents
Oliver

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Re: Golfunterricht mal rückwärts

Beitragvon Moderator » 18.10.2019, 08:26

oliver_k hat geschrieben:Die Hände nach vorne, nicht den Schlägerkopf. :!:


Ein ganz dickes JA :!:

Mike
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Re: Golfunterricht mal rückwärts

Beitragvon akay » 19.10.2019, 22:19

Ich habe meine Einspielroutine mittlerweile so umgestellt, daß ich 80% der Bälle nur noch pitche (halber bis dreiviertel Schwung). So komme ich viel besser in den Rhythmus, trainiere einen sauberen Ballkontakt und auch die richtige Schwungbewegung Ball-Boden mit Händen vor dem Ball. Danach bei ein paar Bällen Vollgas zu geben ist dann viel einfacher, weniger frustrierend (fette, dünne Schläge bleiben aus) und nicht zuletzt hat man noch genug Kraft und Kondition für die anschließende (Turnier-)Runde.

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