Holz 3 mit Slice

Fragen zu bestimmten Golfschlägern und deren Schwungarten
ThinK
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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon ThinK » 26.08.2019, 11:05

Das Thema Weite ist meines Erachtens ein großer Diskussionspunkt. Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass der Trainer der Deutschen Mannschaft im Speerwurf meinte, dass die (genetisch gegebene) Schnellkraft (und insofern die Muskelzusammensetzung) hier bedeutend mehr ausmachte, als es die richtige Technik je könnte.

Eine ähnliche Erfahrung habe auch ich am Golfplatz gemacht. Leute die weit schlagen waren schon immer weit. Natürlich liegen die am Anfang nach einem Abschlag zumeist 200 m irgendwo im Gebüsch, während jene die deutlich kürzer schlagen noch irgendwo am Fairway sind, aber sie waren schon immer weit. Der richtige Griff und die richtige Bewegung führen dann auch noch dazu, dass der Ball nach 250 m auch am Fairway landet und nicht im Gemüse. Wenn jemand aber natürlich alles falsch macht, was eine Schlagbewegung anlangt, dann wird natürlich auch mehr Luft nach oben sein, um sich zu steigern.

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anton2
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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon anton2 » 26.08.2019, 23:26

Ulim,
wenn deine Tochter keine eingeborene Schnellkraft hätte, würde Sie mit keiner Technik 200m schlagen können.
Die Technik ermöglicht es erst.
Mit schlechterer Technik würde Sie aber auch 170m schlagen können, wo viele Frauen mit guter Technik nicht hinkommen.

Ich muss sagen, dass ich das mit dem starken Griff oder eher gesagt geschlossenem Blatt und der Schulterdrehung probiert habe.
Und so kam ich endlich gerade oder innen an den Ball. Und nicht von aussen.
Also schon tolles Video von SC.
Allerdings hat es aus meiner Sicht auch einen Nachteil.
Es ist die nächste Variable im Golfschwung.

Square Setup = keine Variable.
Geschlossener Blatt = Variable in dem um welchen
Winkel schließe ich den Blatt!!!
Gruß Anton

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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon anton2 » 26.08.2019, 23:45

Moderator hat geschrieben:Für eine genaue Beurteilung müsste ich den Golfschwung sehen. Oft ist es so, dass der Schwung zu steil ist und mit zunehmender Schaftlänge die Schwungbahn deshalb nach aussen wandert. Von aussen geschlagen wird es zum Slice und/oder Pull - der Spieler kompensiert das dann meist durch ein Schliessen der Schlagfläche im Setup.

Mike


Wieso wandert bei längeren Schlägern die Schwungbahn nach aussen?
Klar der Ball ist weiter weg von mir. Aber warum sollte ich dann mit z.B. Holz von aussen kommen und mit einem Eisen nicht?
Kannst du es bitte erklären? Gerne mit Bildern.
Gruß Anton

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Blade
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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon Blade » 27.08.2019, 04:55

Square im Set Up?
Dann hast du den Unterschied zwischen statisch und dynamisch, der im SC Video erklärt wird, nicht verstanden. Schau dir doch ein beliebiges Foto eines guten Spielers/Pro im Treffmoment an. Sieht das so aus wie das klassische Set Up in den meisten Golfbüchern?
Ganz simple Formel, wer keinen Lag hat, wird nie richtig weit schlagen. Wer bei seinem statischen Set Up die Schlagfläche Square einstellt, kann quasi keinen Lag lernen, weil dann gehen alle Bälle stark nach rechts. Also manipuliert man (unbewusst) seinen Schwung so, dass die Bälle geradeaus gehen, eben ohne Lag. Schon verschenkt man 20-30% mögliche Länge.
Schaut euch doch den typischen Clubspieler an, der aus diesem Teufelskreis nicht mehr raus kommt.
Ich habe schon live mit SC trainiert und es ist immer wieder ein Erlebnis, wie er innerhalb von 1h vielen seinen Schülern einen unglaublichen Gesichtsausdruck hinzaubert, weil sie plötzlich Bälle entspannt auf Weiten schlagen, die sie selbst vorher als unmöglich betrachtet haben.

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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon ulim » 27.08.2019, 20:38

Mit dem modernen Equipment ist Sidespin kaum noch ein Thema, ein paar Grad Fehlstellung sind durchaus spielbar. Ich glaube auch nicht, dass ein Amateur die Schlagfläche im Setup immer genau gleich hinstellen kann (ob nun square oder offen), das klappt allenfalls mal auf der Range, wenn man konzentriert übt. Aber auf der Runde gibt es soviele andere Themen, da stellt man sich irgendwie an den Ball und lässt den Schläger laufen.

Ich möchte mich nicht mit Mikrokorrekturen belasten (die für einen besseren Spieler sicherlich Makrokorrekturen wären), sondern meinen Golfschwung als Ganzes verbessern. Sicherlich gibt es für jeden Spieler unterschiedliche Dinge, die er als Mikro oder Makro betrachten würde. Auch deshalb tue ich mich mit jedem "System" etwas schwer, aber das soll ja das System nicht diskreditieren. Ich habe auch mit Shawn trainiert, aber keine "Bälle außerhalb meines bisherigen Vermögens" geschlagen. Trotzdem bereue ich das überhaupt nicht, Shawn ist ein toller Golflehrer.

Ulrich

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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon ThinK » 28.08.2019, 13:57

ulim hat geschrieben:Mit dem modernen Equipment ist Sidespin kaum noch ein Thema, ein paar Grad Fehlstellung sind durchaus spielbar. Ich glaube auch nicht, dass ein Amateur die Schlagfläche im Setup immer genau gleich hinstellen kann (ob nun square oder offen), das klappt allenfalls mal auf der Range, wenn man konzentriert übt. Aber auf der Runde gibt es soviele andere Themen, da stellt man sich irgendwie an den Ball und lässt den Schläger laufen.

Ich möchte mich nicht mit Mikrokorrekturen belasten (die für einen besseren Spieler sicherlich Makrokorrekturen wären), sondern meinen Golfschwung als Ganzes verbessern. Sicherlich gibt es für jeden Spieler unterschiedliche Dinge, die er als Mikro oder Makro betrachten würde. Auch deshalb tue ich mich mit jedem "System" etwas schwer, aber das soll ja das System nicht diskreditieren. Ich habe auch mit Shawn trainiert, aber keine "Bälle außerhalb meines bisherigen Vermögens" geschlagen. Trotzdem bereue ich das überhaupt nicht, Shawn ist ein toller Golflehrer.

Ulrich


Naja, wenn Sidespin kaum mehr ein Thema wäre, dann würde nicht die ganze Amateurwelt slicen. Daran ändert auch modernes Equipment nichts.

Wo ich sofort zustimme ist, dass dem Amateur zumeist die Feinsteuerung fehlt, um überhaupt konstant genug an den Ball zu kommen. Aber dennoch führt eine bessere Bewegung zu besseren Ergebnissen, da hast du völlig recht. Aber ich bezweifele mittlerweile auch, dass ein gut aussehender Schwung immer zu besseren Ergebnissen führt als ein schlecht aussehender. Selbst auf der Tour spielen manche mit den abenteuerlichsten Schwüngen wirklich richtig gutes Golf. Und mal ganz ehrlich: Es gibt Leute die Treffen noch nicht mal einen Fußball, wenn er vor ihnen liegt, wie sollten die dann einen Golfball mit dem Sweet Spot und dem richtigen Bewegungsablauf treffen. Es ist und bleibt ein schwerer Sport, aber dennoch ein herrlicher.

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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon anton2 » 28.08.2019, 17:32

Ulim, Blade.
Seit ihr extra nach Kanada geflogen um mit SC zu üben?
:shock:

Blade:
Ich dachte echt, dass die Pros beim Setup sqaure sind.
Hast du Paar Fotos?
Aber dass es viel schwieriger ist den Blatt gradgenau geschlossen im Setup zu positionieren als square ist klar, oder? Kommt es mit der Zeit, dass du den Schläger intuitiv immer perfekt gleich im Setup geschlossen ausrichtest?

Könntest du bitte noch erklären oder Video verlinken, warum man mit square Setup keinen Lag erzeugen kann?
Gruß Anton

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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon Blade » 29.08.2019, 17:25


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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon anton2 » 30.08.2019, 18:39

Blade hat geschrieben:https://youtu.be/ExCrpJhcyAw

Wie ist es ab 5:20 zu verstehen?
Spielt er strong grip oder neutral grip?
Gruß Anton

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Blade
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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon Blade » 30.08.2019, 19:51

Ist das wirklich so schwer zu verstehen?
Wenn man die klassische Definition ansetzt, ja, er hat einen sehr starken Griff.
Der Golfgriff ist rund, richtig?
Man kann den Schaft beliebig in den Händen drehen, richtig?
Neutral in Bezug auf die Hände ist dann gegeben, wenn man vor sich in die Hände klatscht. Die Handflächen stehen senkrecht.
Wenn man zu diesen senkrechten Handflächen die Schlagfläche gleich orientiert, hat man den Lehrbuch neutralen Griff.

Experiment (das auch Shawn immer wieder in seinen Videos zeigt):
Ball in der Mitte des Stands, Hände auch mittig zum Körper, Schlagfläche hinter den Ball.
Sieht gerade/Square aus, richtig?
Das ist der statische Ansatz.

Nur dynamisch, im realen Schwung der Könner, sind die Hände im Treffmoment viel weiter vorne, Richtung Ziel. Der Ball ist immer noch in der Mitte des Standes.

Mach das mal, Schlagfläche bleibt hinter dem Ball, Hände gehen in die ‚Profi Impact Position‘ also eher auf Höhe der linken Hosentasche und nicht mehr vor dem Hosenschlitz. Schon sieht die Schlagfläche extrem offen aus, gerne 30 Grad oder mehr.

Deswegen geht Shawn wie folgt vor.

Erst einmal anatomisch korrekt die beiden Hände mit dem Griff des Schlägers verbinden. Für ihn ist richtig, wenn man ihn sicher hat (wie einen weitern Knochen durch Gelenke und Bänder mit den Armen verbunden), aber ihn frei im Handgelenk (Anatomical Snuffbox) beweglich zu lassen.

Dann, kann man den runden Griff des Schlägers innerhalb der Hände beliebig drehen. Shawn empfiehlt ca. 30-40 Grad geschlossen. Sieht man auch im Video um 5:20 herum.

Nach klassischer Definition ist das ein sehr starker Griff.

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Blade
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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon Blade » 30.08.2019, 20:03

Habe eben mal auf die Schnelle 3 Fotos mit meinem Sohn gemacht.

Klassisch neutral, statisch

https://www.bilder-upload.eu/bild-820d6 ... .jpeg.html

Impact Situation bei Profi/Könner, linker Handrücken ist neutral, nicht gebeugt. Wenn man also Lag hat, wird man durch die offene Schlagfläche mit einem Slice bestraft.

https://www.bilder-upload.eu/bild-91c3d ... .jpeg.html

Manche Könner gleichen die geöffnete Schlägfläche mit gebeugtem Handgelenk aus, ist schwierig zu lernen. Dann hat man mit neutralem Griff trotz Lag die Schlagfläche square am Ball

https://www.bilder-upload.eu/bild-86058 ... .jpeg.html

PS, warum die ersten beiden Bilder um 90 Grad gedreht sind, keine Ahnung, im Original sind sie korrekt

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anton2
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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon anton2 » 30.08.2019, 22:17

Danke Blade.

Ich denke, ich habe es verstanden.
In dem 1. Vudeo bei 2:54 wird es gezeigt.
Neutralgrip bleibt, aber Schläger verdreht sich Richtung geschlossen bei bleibendem Neutralgrip.
Richtig?

Impact ist auch klar. Durch den geschlossen Schläger wird der bei Impact dann dadurch square, weil die Hände im Impact vorne sind.
Richtig?

Sind die Hände beim Impact vorne nur bei besseren Spielern?
Und das nur bei Eisen? Oder auch sogar beim Driver?

Habe ich den Setup richtig verstanden?
Beim Setup sind die Hände auch vorne, wie beim Impact? Oder über dem Hosenschlitz und damit im Setup mit geschlossenem Schläger?
Und das auch wieder durchgehend bis zum Driver gleich?


Bis auf die letzte Frage, kannst dubnur mit ja oder nein antworten, damit ich deine Zeit nicht strapaziere.

Danke
Gruß Anton

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oliver_k
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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon oliver_k » 31.08.2019, 11:59

Das war mal wieder ein typisches SC Video. Eigentlich ist die Kernaussage richtig, aber die Beispiele und Erklärungen sind :oops:

Dieses Wurfgerät ist ein tolles Beispiel wie man etwas auf eine sehr hohe Geschwindigkeit bringen kann, ohne das die Hände oder Arme diese hohe Geschwindigkeit selbst haben müssen. Wie beim guten Golfschwung nutzt man die Trägheit und die Fliehkraft aus. Die Rundung ist optimiert um eine hohe Geschwindigkeit zu erzeugen. nicht um eine Richtung des Balls zu bestimmen. Hat also nichts mit dem Griff beim Golfschwung zu tun oder warum man einen Slice spielt.
Der Kopf beim Eishockeyschläger ist gekrümmt. Ja, aber der Kontakt zwischen Golfschläger und Ball ist ein ganz anderer als Eishockeyschläger und Puck.
Die Kontaktzeit beim Golf ist extrem niedrig, wir haben einen elastischen Stoß, es gibt einen hohen Smashfaktor. Beim Eishockey ist die Kontaktzeit relativ lang, es gibt fast keinen Smashfaktor. Während der Kontaktzeit kann sich der Schläger verbiegen. Um das Verbiegen, die Verformung des Schlägers auszugleichen ist der Schlägerkopf gekrümmt. Ich finde, das darf man nicht mit dem Golfschwung vergleichen.

Was versteht man unter Lag? Es ist nicht, das im Treffmoment die Hände vor dem Ball sind. Lag hat man (wen man ihn den hat) während des Abschwungs. wenn man nicht früh schlägt und der Schläger lange im 90 grad Winkel bleibt. Dadurch kann man die Fliehkraft optimal nutzen. Wie bei dem Wurfgerät. Nur ist die Form oder Geometrie nicht vorgegeben wie beim Wurfgerät, sondern wir müssen sie erzeugen.

Warum haben die Profis ihre Hände soweit vor dem Ball und nehmen Loft aus dem Schläger raus und warum war das früher anders.
Natürlich hat sich das Equipment geändert und die athletik der Profis. Sie erzeugen eine höherer Ballgeschwindigkeit und somit auch mehr Backspin. Würden sie den Loft nicht rausnehmen fliegen die Bälle wahrscheinlich zu hoch. Hat man aber eine eher geringe Kopfgeschwindigkeit, macht es keinen Sinn den Loft rauszunehmen. Backspin ist gut für den Ballflug bei geringen Geschwindigkeiten. Man hat nicht mehr Carry-länge wenn man den Loft rausnimmt bei geringen Schlägerkopfgeschwindigkeiten.

Gruß

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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon Blade » 31.08.2019, 13:40

Früher anders, was ist das wieder für eine krude Behauptung?

Wenn man nur wenige Minuten Impact Bilder der old school Spieler googelt, findet man hunderte Gegenbeispiele.

https://www.bilder-upload.eu/bild-b4538 ... .jpeg.html

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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon Blade » 31.08.2019, 14:02

Das Setup spielt quasi keine Rolle. Viele Profis haben die Hände in der Mitte, vor dem Hosenschlitz und trotzdem im Impact weiter vorne. Shawn empfiehlt den Impact im Set Up schon etwas vorweg zu nehmen, das ist aber kein Muss.

Allgemein. Immer wieder wird damit argumentiert, Golf wäre anders, als andere Sportarten.
Ich halte das für falsch. Wir Menschen haben uns auf die Gegebenheiten auf unserem Planeten angepasst, der Körper hat bestimmte Anatomie und vor eingestellte kinematische Abläufe. Wir wenden diese immer wieder an. Sie finden sich in allen möglichen Alltagsaufgaben, sowie in Sportarten wieder. Wir alle haben irgendwann gelernt, mit eine Mückenklatsche ein Moskito zu killen, mit dem Pinsel zu malen, mit dem Hammer senkrecht oder waagerecht zu nageln, eine Axt zu bewegen, eine Mauer mit dem Vorschlaghammer einzureißen, jemandem eine Ohrfeige zu gehen. Niemand hat uns das beigebracht, aber man findet immer die gleichen Bewegungsabläufe. Wenn wir werfen, egal was, das gleiche. Ich habe noch keinen Tennis Spieler beim Aufschlag gesehen, der nicht aussieht wie eine Hausfrau, die einen Teppich ausklopft oder jemand, der eine Axt in einen Querbalken über Kopfhöhe haut. Immer findet man das gleiche. Ellbogen zuerst, dann Hand, dann das jeweilige Werkzeug, das man benutzt. Sei es einen Dartpfeil werfen, anpinseln, Krümel vom Tisch wischen, einen Stein übers Wasser skipppen.
Selbst mit dem Golfschläger machen es alle richtig...wenn man ihnen die Aufgabe gibt, keinen Golfball zu schlagen, sondern den Schläger nach vorne zu werfen. Ich habe Dutzende Videos gemacht von angeblich hoffnungslosen Fällen, die keinen Lag können, beim Werfen sehen sie im Impact aus wie ein Profi.
Lag ist nichts Golfspezifisches, nichts geheimnisvolles, sondern in jedermanns Leben andauernd da.

Warum machen wir es nicht beim Golfen?
98% aller Golfer haben unbewusst den Ball als Ziel. Die dafür ideale kinematische Kette ist eine andere.

Jeder kann das einfach nachprüfen. Man hole sich einen langen Hammer und werfe in auf den Ball vs ihn nach vorne. Wenn man die Videos betrachtet hat man im ersten Fall typischerweise seinen schwachen Golfschwung ohne Lag, im zweiten Fall sieht man aus , wie ein Golfprofis.
Man lese mal das Buch Extraordinary Golf von Shoemaker, hier wird es auch gut beschrieben.

Wir alle können Lag, beweisen es stündlich mit allen mögliche Handlungen.

Oder habt ihr schon mal jemanden gesehen, der quer pinselt, ohne das der Ellbogen führt?

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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon anton2 » 01.09.2019, 00:55

Blade hat geschrieben:Habe eben mal auf die Schnelle 3 Fotos mit meinem Sohn gemacht.

Klassisch neutral, statisch

https://www.bilder-upload.eu/bild-820d6 ... .jpeg.html

Impact Situation bei Profi/Könner, linker Handrücken ist neutral, nicht gebeugt. Wenn man also Lag hat, wird man durch die offene Schlagfläche mit einem Slice bestraft.

https://www.bilder-upload.eu/bild-91c3d ... .jpeg.html

Manche Könner gleichen die geöffnete Schlägfläche mit gebeugtem Handgelenk aus, ist schwierig zu lernen. Dann hat man mit neutralem Griff trotz Lag die Schlagfläche square am Ball

https://www.bilder-upload.eu/bild-86058 ... .jpeg.html

PS, warum die ersten beiden Bilder um 90 Grad gedreht sind, keine Ahnung, im Original sind sie korrekt



Könntest du bitte ein Foto vom richtigen Setup posten?
Hände vor dem Hosenschlitz und Schlägerblatt geschlossen?
Oder Hände vorne und Schlägerblatt neutral?

Beides ist richtig?
Gruß Anton

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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon Blade » 01.09.2019, 13:32

Beides richtig, egal.
Impact ist entscheidend.
Shawn erklärt das mit der Menge an Schlägerblattwinkel so:

Erst wenn man wirklich nicht fastet, sonder Lag hat, beurteilt man die Richtung, die die Fliegen. Sind sie alle rechts, Schläger in der Hand etwas nach links drehen, sind sie schon links, wieder etwas rechts drehen.

Es macht aber keinen Sinn darüber nachzudenken, solange man auf den Ball schlägt und somit keinen Lag hat.

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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon anton2 » 01.09.2019, 15:20

Also, wenn man kein Lag hat, sind die zwei von mir oben beschriebenen Setups (die SC empfiehlt) nicht zu empfehlen?
Gruß Anton

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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon Blade » 01.09.2019, 15:44

Doch, ansonsten Teufelskreis, so wie es Shawn auch im Video erklärt.
Wenn man einen neutralen Griff hat, Word man mit Lag slicen. Nach einigen Bällen nach rechts lässt man es sicher wieder sein und wird wie bisher Löffeln.
Wenn man die 20-30% Zusatzlänge mit Lag nutzen möchte, kommt man am starken Griff nicht vorbei, ansonsten bleibt man in der Löffel Falle sein Leben lang stecken.
Schau dir doch die allermeisten Golfer auf der Range an, die beweisen es andauernd.

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Re: Holz 3 mit Slice

Beitragvon ulim » 01.09.2019, 21:03

Wenn der Schlag nach rechts aufgrund offener Schlagfläche tatsächlich zuverlässig kommt, wenn man mit Lag spielt, und genauso zuverlässig der gerade Schlag, wenn man löffelt, dann kann dieses Dilemma eintreten. Aber meines Erachtens gibt es soviele andere Dinge, die im Golfschwung schiefgehen können, dass das Fehlerbild eher uneinheitlich ist, wenn man etwas Neues macht.

Sean war mal im Deutschland, da gab es die Chance mit ihm zu trainieren und auch seinen "starken" Griff auszuprobieren.

Ulrich

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