Schaftlänge: was die Branche nicht wissen will

Alles zum Thema Clubfitting (Anpassung) von einem Golfschläger
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Schaftlänge: was die Branche nicht wissen will

Beitragvon Gast » 30.10.2020, 09:55

Hallo Herr Klais,
gestern sind die Eisen bei mir angekommen, weshalb ich gleich abends einen ersten Test auf der Driving Range machen musste. Ich will jetzt noch nicht zu viel sagen oder über Gebühr ins Schwärmen kommen, aber alle Schläge mit den 7 Eisen waren um Klassen besser als mit meinen, Ihnen bekannten Eisen eines großen Markenherstellers. Die Bälle gingen fatzengerade raus und dazu viel weiter als mit meinen bisherigen Schlägern. Alles ist gefühlvoller, insbesondere die Wedges lassen sich toll kontrollieren. Es hat sich gelohnt, bei Ihnen vorbeizuschauen. Mein Pro ist etwas beleidigt, weil ich ihn mit der Tatsache konfrontieren musste, dass er mir zu lange Schläger "angedreht" hatte. Er hat die halbe Trainerstunde damit verbracht, sich in der Tabelle des "großen" Herstellers für Schaftlängen meine Standartlänge bestätigen zu lassen. Ich traue mich gar nicht so recht, beim nächsten Training mit den Bagger Vance zu erscheinen. Da dreht er durch.
...
Viele Grüße

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Gast
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Re: Schaftlänge: was die Branche nicht wissen will

Beitragvon Gast » 03.11.2020, 10:03

Werter Gast,

das mit den Pros ist so eine Sache. Die nennen sich Golflehrer. Und das kennen wir aus den Schulen, da gibt es gute und schlechte.
Wenn Golflehrer dann auch noch glauben handwerklich tätig werden zu müssen, wird es hinten höher wie vorne.

Golfschläger aus Einzelteilen zusammenpappen kann jeder, der mit einer Klebstofftube umgehen kann. Das kann man in den vielen Bretterbuden der Pros beobachten. Die Ergebnisse sind tatsächlich auch Golfschläger. Aber was für welche?

Und was sind das für Einzelteile und wo kommen die her? Billiges Zeug aus Asien, egal was da drauf steht!

Sehr gute Golfschläger dagegen sind Präzisionsinstrumente zu dessen Herstellung es Topmaterial und Präzisionshandwerker bedarf!

…..Die Bälle gingen fatzengerade raus und dazu viel weiter als mit meinen bisherigen Schlägern. Alles ist gefühlvoller, insbesondere die Wedges lassen sich toll kontrollieren…..

Diese Aussage wundert mich nicht. Weicher Präzisionsstahl ist der erste Teil, dazu geprüfte Qualitätsschäfte und ganz wichtig, auch noch präzise und fachgerecht zusammengebaut.

Ich glaube nicht, dass Bretterbudenpros, die irgendwann einmal einen PGA Fernkurs absolviert haben hierfür qualifiziert sind.

...Wie werde ich Golflehrer?

Wie werde ich Golflehrer? Die Ausbildung zum PGA Golflehrer ist eine dreijährige Berufsausbildung, die im Grunde jeder Interessierte absolvieren kann, der selbst gut Golf spielt und anderen gerne etwas beibringt....

Das könnte ihre Aufgabe sein und damit haben sie schon genug zu tun. Das Schlägerbauen sollen sie denjenigen überlassen, die davon etwas verstehen.

...Ich traue mich gar nicht so recht, beim nächsten Training mit den Bagger Vance zu erscheinen. Da dreht er durch….

Selbstverständlich dreht der durch. Davor würde ich ihn aber bewahren, indem ich ihn nicht mehr aufsuchen würde.

Ich habe mich vor einigen Jahren gänzlich von dem Progeschwätz verabschiedet und mir statt dessen von sehr guten Mitspielern immer mal zeigen lassen wie man sein Spiel verbessert. Über meine Schläger mache ich mir seit Jahren ebenso keine Gedanken mehr, denn sie sind ausgereift. Da gibt es nichts zu verbessern oder daran herumzumurksen!

Einzig Mike ließ ich einmal ran, um diese phantastischen Ledergriffe zu montieren. Jetzt am 1. November zeigte es sich einmal so richtig wie gut die sind. Dauerregen, alles schwamm; aber die Griffe hatten einen sagenhaften Gripp, und das ohne Handschuhe.

Mein persönlicher Tipp:

Hört nicht auf die Sirenengesänge, die da aus den Bretterbuden oder Bastelstuben schallen.

Das schont den Geldbeutel und die Nerven.

Spielverbesserung? Auch ganz einfach! Regelmäßig und so viel wie möglich spielen. Mit Gelegenheitsgolf wirst du niemals ein guter Golfer. Und wenn ein Pro unbedingt sein muss, dann holt ihn aus seiner Bretterbude raus und nehmt in auf die Runde mit. Nur so findet ihr heraus, ob es ein guter oder schlechter Lehrer ist.

Autofahren lernt man auch nicht auf einem Verkehrsübungsplatz (Driving Range) sondern im realen Strassenverkehr!

Grüße

PS
Mit den Bagger Vance Schlägern würde ich niemals auf eine Driving Range gehen. Die steinharten Kugeln dort sind Gift für weichen Stahl! Wenn Driving Range unbedingt sein muss, dann mit alten Schlägern, die jeder zur Genüge hat.

Mike dagegen würde sich bestimmt freuen, wenn ihr seine guten Schläger auf den Driving Ranges so richtig her dengelt. So könnte er jedes Jahr neue verkaufen! Ein Schlägerabo sozusagen.

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Alfred E. Neumann
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Re: Schaftlänge: was die Branche nicht wissen will

Beitragvon Alfred E. Neumann » 03.11.2020, 16:11

Ist das wahr ? Mikes Eisen nicht auf der Range mit den Billigbällen zu traktieren, also genauso behandeln wie die hier im Forum besprochenen Hölzer der Bagger Vance Serie, also die aus Hickory oder was auch immer.

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Golfhulk
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Re: Schaftlänge: was die Branche nicht wissen will

Beitragvon Golfhulk » 04.11.2020, 09:42

Moin Moin, ach ja ich würde mir keine sorgen machen:-) Ich hab seit fast 10 Jahren Schläger von Mike und aber-tausende Bälle beim Training geschlagen und kann sagen das mein Material da nicht gelitten hat. Ja ok, sehen nicht mehr aus wie am ersten Tag, ich putze einmal im jahr und gut.
In den Anfängen hatte ich mal ein Wedge "verbogen" lag aber ehr an mir und den bei -15° harten Boden.

Sonst ist an dem Gast Beitrag vieles richtig, allem voran die Tatsache das ich seit 10 Jahren nur noch Griffe getauscht habe und somit viel Geld eingespart wurde.

Ich bin auch keinem "Pro" böse weil er von seinem Ausstatter 60% und mehr auf Material bekommt und deswegen deren Krams unterstützt - ich lasse mich einfach nicht beeinflussen und denke mir das er sicher auch gern mal etwas anderes spielen würde aber er ja Gefangen ist in seiner "Wahlheimat".

Entwicklung Eisen / Hölzer :
Vor ein paar Monaten habe ich Testeisen von einem BigName mitgebracht bekommen- WOW 7er mit ProjectX6.5 Stahl locker 13-15 meter weiter als mein Rillenloses Blade, aber etwas flacher und kein direkter stop.... klar 3° steiler, für mich keine Option da mir "vorm Grün" die Schläger ausgehen würden.

Habe letzten Dezember einen Neuen Driver bekommen, markenlos gefittet bis ins letzte! 30-40% mehr Fairways gefunden bei für mich Monsterlängen und gut Steuerbar. Nun Spiele ich einen Driver von dem ich niemals geglaubt hätte mir einen zu kaufen.

Das Fazit: Das Material muss passen, Mike macht einen Mega Job in dem Bereich ( Mein Jedi-Waffenmeister).
In dem Bereich Schäften hat sich enorm viel getan aber auch da muss alles passen und nicht irgend etwas
zusammen kleben was cool aussieht.


Ich Spiele Eisen 9-3, Wedges 52,56,60 und Putter von Mike und habe bei 95% meiner Runden außer Driver kein Holz in der Tasche
meine Frau hatte Damen typische (vom Pro) Eisen die nach 14 Tagen aussortiert wurden da nach einem Spaß-Besuch bei Mike auch meine Frau
sofort bemerkt hat das ihr das Passt - Massgeschneidert- Sie putzt und bewacht ihr Bag seit her wie ein Berserker.

Also bei Mike ist man gut aufgehoben !

Grüße
Golfhulk
Golf-Atome zu spalten liegt bei den Männern im Erbgut - HaudeGEN

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Re: Schaftlänge: was die Branche nicht wissen will

Beitragvon Gast » 17.11.2020, 08:34

Hallo Golfhulk,

was bist Du für ein Spieler? Nur Eisen!!! Da könnte ich gleich zuhause bleiben und das Golfen an den Nagel hängen.

Ich spiele nahezu alles mit Hölzern 1-5. Selbst Annäherungsschläge, wenn es sein muss auch unter 100 Meter. Nur für die Fälle, wo es mit Hölzern überhaupt nicht geht, führe ich noch ein E7 und ein Wedge mit.

Ohne meine Hölzer wäre ich aufgeschmissen. Es sind aber auch ganz besondere. Hiro Honma Persimmon mit Boronschäften. In den Achtzigern waren diese die Rolls-Royce. Stückpreis 1985: DM 1.500.

Es gibt Tage, wo ich es noch „ärger“ treibe. Da spiele ich mit einem Hickory Set mit Long Nose Clubs und Smooth Faced Irons aus der Zeit um 1880.

Im Schwarzwald wollte mir einmal ein, auf Kundschaft ansitzender, lauernder Pro unbedingt seine Dienste aufschwatzen. Als er diese Schläger sah, lief er Hals über Kopf davon.

Diese Schläger funktionieren hervorragend. Man muss nur die dafür ganz spezielle Technik beherrschen.

Zweiflern empfehle ich sich die dokumentierten Scores der zwei Tom Morris und Kollegen anzusehen.

Da könnten dann schnell Zweifel am neuzeitlichen Industriemistmaterial aufkommen.

Abschließend noch etwas zum „Fitten“. Dazu habe ich eine ganz konträre Meinung. Es sollten nicht die Schläger, sondern die Personen, die die Schläger führen, gefittet werden.

Kein Geiger käme doch jemals auf die Idee seine Stradivari zu „fitten“. Er „fittet“ sich auf seine Stradivari hin.

Und bei den Golfinstrumenten sollten wir es auch so halten und es den Geigern gleichtun; nicht Materialfitten, sondern üben,üben,üben….

Aber; das Üben hilft alles nichts, wenn das Instrument nichts taugt! Mit schlechtem Instrument gehst du vor die Hunde, egal ob Geiger oder Golfer.

Grüße vom Gast, der die Bretterbudenpros nicht mag

PS

Eine Bitte hätte ich noch. Jetzt bitte nicht gleich jeder Persimmon Schläger bestellen, denn so schnell können die Bäume gar nicht nachwachsen! Denkt auch an den Klimawandel, denn da zählt jetzt jeder Baum.

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