RS = Richtiges Schlagen

Mike Austin, Moe Norman, PGA oder ... ?
Caterpillar
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Beitragvon Caterpillar » 08.06.2009, 14:59

Rough hat geschrieben:Lieber Caterpillar, geschrieene Aussagen sind nicht automatisch richtig, kritisierte Statements nicht automatsich falsch. Bleib sachlich und verständlich. Die Textwürste mit englischen Passagen sind nichts für Leute, die in ihrer Schulzeit lieber Cross gefahren sind und hinter Mädchen her waren, statt im stillen Kämmerlein Vokabeln zu büffeln.

Hier ist eine ganz einfache Übung: *schnipp*
.... auf der ganzen Welt gelehrt wird, nur in Deutschland komischerweise nicht wirklich.

siehe Jonathan Taylor. Der lässt diese Übung seine Schüler tagelang machen.


Ich verstehe wirklich garnichts mehr.
It is almost impossible to remember how tragic a place the world is when one is playing golf.

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Wutz
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Beitragvon Wutz » 08.06.2009, 16:21

Ich sehe einfach eine Diskrepanz zwischen den theoretischen Aussagen und der Realität auf dem Fairway. Gilt jetzt allgemein.

"Ich habe das Buch von XY gelesen und verstanden!" und der gleiche Golfer semmelt das Ding in die Botanik, dass es einem die Tränen in die Augen treibt.

Mir fehlt ganz einfach der Praxisbezug und die Erkennbarkeit einer Verbesserung für den Hobbygolfer. Die Cracks, die stundenlang in den Foren posten, Youtube durchsieben, Bücher verschlingen und erst nächtens vom Golfplatz gehen, um in der Garage weiter zu üben, von denen rede ich nicht.
Grip it, rip it!

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TZ
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Beitragvon TZ » 08.06.2009, 16:28

DER BEGRIFF DER RICHTIGKEIT II

Ich werde mich nicht dazu versteigen, über die richtige Erklärung des Begriffs der Richtigkeit zu diskutieren. Richtig ist, was mir in der von mir gewählten Richtung weiterhilft. Wenn es mehrere konkurrierende Faktoren gibt, muss ich wählen, um mich nicht zu verzetteln. Oder es gibt mehrere konvergente Faktoren. Dann sollte ich sie alle nutzen. Ich halte also nichts für an sich richtig, sondern immer nur im Hinblick auf ein erklärtes Ziel.
Wichtig ist aber, wenn ich etwas lernen will, dass ich es wenigstens mal für eine Weile für richtig, also für richtungweisend halte und nicht anzweifle. Wenn ich nach den ersten 3 oder auch 10 Versuchen keinen Erfolg sehe und deshalb die Flinte ins Korn werfe, kann es schließlich sein, dass ich nur an meinen Zweifeln gescheitert bin. Ganz schlimm ist es, wenn ich mit einer Sache zunächst Erfolg habe, dann wieder keinen, und sie deshalb verwerfe. Meist mache ich die Sache doch leider wieder falsch, und noch meister ist eine andere Sache Schuld am Scheitern.

Deshalb habe ich das Buch vom Richtigen Schlagen geschrieben und schreibe ich diese Artikel, damit sich die Golfmenschen erst einmal ein Bild von der Sache machen, sich wenigstens halbwegs und meinetwegen auch nur provisorisch von ihrer Richtigkeit überzeugen. Denn nur dann werden sie den Weg in der Praxis lange und entschlossen genug verfolgen, um ans Ziel zu gelangen.

Wer vom Richtigen Schlagen nur mal so erfährt oder das Buch nur mal eben überfliegt und dann auf die Range geht, um RS mal auszuprobieren, der wird wahrscheinlich scheitern und das Konzept (möglichst auch noch öffentlich) abschenken. Und wer es theoretisch zerpflückt oder gar falsche Aussagen darüber macht, der nimmt anderen den Mut und die Zuversicht, es besser zu machen als er.

Wie viel Zivilcourage gehört heute schon dazu, sich zu RS zu bekennen oder vor aller Augen damit zu experimentieren?! Es ist ja bald geradezu ein persönliches Outing. Die es gerafft haben, genießen es daher lieber heimlich, weil sie sonst bei jedem misslungenen Schlag fürchten müssen, dass einer sagt: „Na, klappt wohl doch nicht so ganz mit dem Richtigen Schlagen?!“

Ich selber mach auch noch viele Fehlschläge, weil das alte Spontane sich in Momenten der Unachtsamkeit durchsetzt. Aber das ändert nichts an der 1000fachen Erfahrung, dass RS funktioniert und erlernbar ist. Nur braucht man dazu wohl auch das richtige Feedback. Und wo man das findet, weiß ich nicht… Immer muss man alles selber machen! J

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Caterpillar
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Beitragvon Caterpillar » 08.06.2009, 16:34

Rough hat geschrieben:Ich sehe einfach eine Diskrepanz zwischen den theoretischen Aussagen und der Realität auf dem Fairway. Gilt jetzt allgemein.

"Ich habe das Buch von XY gelesen und verstanden!" und der gleiche Golfer semmelt das Ding in die Botanik, dass es einem die Tränen in die Augen treibt.

Mir fehlt ganz einfach der Praxisbezug und die Erkennbarkeit einer Verbesserung für den Hobbygolfer. Die Cracks, die stundenlang in den Foren posten, Youtube durchsieben, Bücher verschlingen und erst nächtens vom Golfplatz gehen, um in der Garage weiter zu üben, von denen rede ich nicht.

Lieber Rough, Verzeihung das Du dir das jetzt stellvertretend anhören mußt. Aber es hatte sich eine so schöne Diskussion entwickelt bis Du und einige andere aufgetaucht sind, die meiner Meinung nach nichts anderes verfolgen als Staub aufzuwirbeln. Ich finde es sehr schade, daß eine Gruppe von Internetnutzern derart viel Zeit damit verbringt anderen Leuten den Meinungsaustausch zu verderben.

Wenn es jetzt nicht zu indiskret wäre würde ich gern einmal eine PM vom „Professor“ hier einstellen, so etwas Anmaßendes und Dreistes habe ich lange nicht gelesen. Da ihr offensichtlich nicht bereit seid diese Dinge zu reduzieren werde ich mich hier nicht weiter beteiligen und wünsche weiterhin viel Spaß beim Austausch von nichts.
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Beitragvon Slicer » 08.06.2009, 16:58

Die Beiträge der anderen als nichts zu diffamieren, macht Deine leider nicht besser, lieber Caterpillar. Man wird auch nicht grösser, wenn man die anderen einen Kopf kleiner macht.

TZs Beiträge sind für viele eine Bereicherung. Deine könnten es sein, wenn sie eigenständiger wären und nicht reaktiv. Sprich: mach einen eigenen Faden auf und gib eine Anleitung.

Beleidigungen und Jähzorn sind doch Unsinn. Sollte von Professor sowas gekommen sein, dann halte ich dies auch nicht für korrekt.

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Beitragvon Moderator » 08.06.2009, 17:05

Professor hat geschrieben:Lieber Moderator, das Katapult und das Widerlager verstehe ich immer noch nicht. Der brennende Ball im Mittelalter verlässt ja nicht deswegen das Katapult, weil es stehen bleibt, sondern wegen der Fliehkraft. Das Katapult könnte ruhig im Kreis, im gleichen Tempo weitersausen, das Geschoss würde trotzdem geradeaus weiterfliegen. Es wird nur gestoppt, damit man es wieder leichter spannen kann, damit der Weg nicht so weit ist, man müßte das schere Trumm heben! Wenn es oben stehen bleibt, kann man sein Eigengewicht nutzen um es wieder zu spannen!

Hallo Andreas, da muss leider widersprechen. Bei einem Katapult ohne Anschlag würde nichts passieren, bis die Beschleunigung des Wurfarms nachlässt und die Feuerkugel dann herunterfällt.

Mike
"Der Zweifel ist der Weisheit Anfang."
René Descartes (1596 - 1650),
Philosoph und Mathematiker

https://www.marken-golf.de
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Beitragvon Professor » 08.06.2009, 18:22

Moderator hat geschrieben:Hallo Andreas, da muss leider widersprechen. Bei einem Katapult ohne Anschlag würde nichts passieren, bis die Beschleunigung des Wurfarms nachlässt und die Feuerkugel dann herunterfällt.Mike


Hallo Mike, wenn das Gefäß ein Korb oder eine Schüssel ist, kann das Geschoss natürlich nicht herauskommen, wenn es aber ein Tablett ist mit leichten Rändern, rutscht es im richtigen Moment von der Platte und wird nach vor geschleudert. So dachte ich immer funktioniert ein Katapult.
Mit Gruß, Euer
Professor

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Beitragvon Professor » 08.06.2009, 18:35

Wenn es jetzt nicht zu indiskret wäre würde ich gern einmal eine PM vom „Professor“ hier einstellen, so etwas Anmaßendes und Dreistes habe ich lange nicht gelesen. Da ihr offensichtlich nicht bereit seid diese Dinge zu reduzieren werde ich mich hier nicht weiter beteiligen und wünsche weiterhin viel Spaß beim Austausch von nichts.


Es ist immer das Gleiche. Schon im Geheimnissfaden wurde er (oldschoold) aufgefordert einen eigenen Thread zu machen, was er dann auch getan hat. Als er gemerkt hat, dass niemand mit ihm diskutieren wollte, hat er sich mit ähnlichen Worten verabschiedet, um dann als earl seinen Stil zu ändern, was ihm nur leidlich gelingt.

Hier die PN die ich an ihn geschickt habe! Einen Satz, Herr Albrecht, habe ich nicht mitkopiert. Er war ein Versuch, die Leidenschaft des Herrn TZ von der Überzeugung den optimaleren Hochsprung zu kennen in ähnlicher Weise dar zu stellen, wie die Überzeugung über das richtige Schlagen.

Zitat:
Herr Albrecht, ich werde mich mit meine Angriffe gegen dich mäßigen.
Ich finde eure Diskussion spannend, bin ich doch weit weg davon, da mitreden zu können.

Deine Art allerdings, wie du uns begreiflich machen willst, wenn man dein Wissen hätte, würde man alles besser verstehen, ist für mich schwierig.

Ich verstehe meistens nicht, was du schreibst, ist es doch Detail-Wissen, das offenbar Gedankengänge voraussetzt die ich offenbar nicht habe, sonst würd ich es wahrscheinlich besser verstehen.

Bitte versuche nicht auf TZ Ebene zu diskutieren, sondern so dass es alle verstehen.

Ich kennen einen von mir sehr geschätzten Pro, Arno Lindsberger, Speed Golf Weltmeister, der lässt Balance Übungen machen, nur auf linkem Fuß, nur mit linker Hand, erinnert mich stark an deine Ausführungen. Körper bleibt ruhig, Hüfte macht es schon richtig etc. Allerdings holt er verflixt hoch aus ...Wink (Erstaunlich, wie gut die Treffer werden, wenn man nur auf dem linken Fuß übt!)

Also, versuche du auch die Vorteile eines Schwunges wie Mike Austin heraus zu finden, so blöd kann das nicht sein, wenn die Idee in den meisten Schwüngen der Guten zu sehen ist!

Gruß
Andreas
Mit Gruß, Euer
Professor

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Beitragvon Professor » 08.06.2009, 18:38

Lieber Herr Zacharias, ich kann nicht glauben, dass die Konzentration aufs späte strecken den Körper in die Lage versetzt, das Richtige zu tun.
Immerhin streckt man ja zu früh, weil der Körper was falsch macht um überhaupt Ball Berührung zu bekommen.

Bitte erkläre uns, wie der Körper sich auf einmal richtig bewegt, wenn man versucht später zu strecken.

Danke
Andreas
Mit Gruß, Euer
Professor

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Beitragvon Caterpillar » 08.06.2009, 18:52

Professor hat geschrieben:
Wenn es jetzt nicht zu indiskret wäre würde ich gern einmal eine PM vom „Professor“ hier einstellen, so etwas Anmaßendes und Dreistes habe ich lange nicht gelesen. Da ihr offensichtlich nicht bereit seid diese Dinge zu reduzieren werde ich mich hier nicht weiter beteiligen und wünsche weiterhin viel Spaß beim Austausch von nichts.




Lieber Professor, was habe ich getan das Du permanent irgendwelche Märchen in die Welt setzt und in dieser Form gegen mich Stimmung machst?

Ich weiß nicht mit welcher Missetat ich diese Stalkerhaften Kampagnen von Dir verdient habe.

nb. wenn Du schon PNs ins Netz stellst mache das doch bitte ungekürzt
Zuletzt geändert von Caterpillar am 09.06.2009, 10:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon TZ » 08.06.2009, 21:25

Professor hat geschrieben:Bitte erkläre uns, wie der Körper sich auf einmal richtig bewegt, wenn man versucht später zu strecken.


Professors Frage wird in Kürze beantwortet.

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TZ
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Beitragvon TZ » 09.06.2009, 10:21

Thomas Zacharias
DER MENSCHLICHE KÖRPER ALS DYNAMISCHE EINHEIT

In meinem Aufsatz auf Seite 1 „DIE RECHTE – HIMMEL UND HÖLLE IN EINER HAND“ habe ich (Zeile 7-15) schon angedeutet, dass der Körper ein kompliziertes Hebelsystem ist, in welchem alle Kräfte reaktiv auf einander einwirken.

Um einen Körperteil zu bewegen, müssen wir ihn an einen anderen heranziehen oder von ihm abstoßen. Und wenn wir keinen Bodenkontakt haben, sieht man das auch überdeutlich. Die einander gegenüber liegenden Körperteile bewegen sich aufeinander zu oder von einander weg oder verdrehen sich gegeneinander (Verwringung).
So wollen wir zwar mit Schultern, Armen und Schläger zuschlagen, aber wenn Becken und Beine nicht mitmachen würden, verlören wir die nötige Stabilität, um einen gezielten Schlag auszuführen.
Ebenso wäre die Mitarbeit des Unterbaus bei einem Schlagversuch fruchtlos, wenn wir seine Kräfte nicht in zielgerichteter Form über Arme und Hände auf den Schläger übertragen würden.
Es ist also schon von daher töricht zu versuchen, einen Golfball zu schlagen, indem wir uns auf die Arbeit von Beinen und Rumpf konzentrierten und uns des weiteren darauf verließen, dass Arme und Hände schon automatisch das ihrige zum Gelingen beisteuern würden. Zumal wenn bereits feststeht, dass sie dazu gar nicht fähig sind, weil sie nicht wissen wie.

Ich denke und erlebe täglich, dass es ausschließlich andersherum funktioniert: Wenn meine Hände und Arme es richtig machen, dann machen Rumpf und Beine ungewollt auch genau das Richtige. Wenn ich (oder wer auch immer) oben etwas falsch mache und es unten korrigiere, endet alles im weltweit üblichen totalen Chaos.
Was wir also bewusst mit Armen und Händen tun, wird unbewusst vom Rest des Körpers unterstützt, mitgetragen. So wird ein Schuh draus. Wie aber schafft der Körper das?

Das Nervensystem hat überall Bewegungs- und Spannungsrezeptoren, und die ermöglichen es ihm, alle gleichzeitig auftretenden Bewegungen von einzelnen Körperteilen im Hinblick auf eine Gesamtzielbewegung größtenteils unbewusst zu koordinieren. Und wenn es ein Ziel ist, am Ende der Bewegung im Gleichgewicht dazustehen, dann sorgt dieses neuronale Steuerungssystem eben für Gleichgewicht. Wobei das Gelingen natürlich (leider) vom Talent abhängt, also von der Funktionstüchtigkeit und der Leitgeschwindigkeit des Nervengeflechts.

Die Schlagbewegung beim Golfen ist nun ein unglaublich dynamischer Angriff auf das Gleichgewicht. Eine zwar kleine Masse von 250 bis 400 g wird innerhalb von nur einer zehntel Sekunde von 40 auf 200 km/h beschleunigt. Und das über einen Hebel, der länger ist als irgendein Knochen im Körper. Kurzfristig entsteht eine Drehkraft von um die 150 Nm, wobei die größte Winkelgeschwindigkeit im Händegelenk herrscht.
In der Zeit in der der linke Arme 45° zurücklegt, durchläuft der Schlägerschaft 125 - 150°. Und diese Bewegungen finden ja im und am Oberkörper statt, auch wenn sie auf die Unterstützung durch den Unterkörper angewiesen sind oder sogar von dort ausgehen.
Doch aufgrund des oben beschrieben Prinzips der reaktiven Interdependenz (gegenseitige Abhängigkeit) der Teilbewegungen, wirken diese unweigerlich aufeinander ein, sodass ein Fehlverhalten der Rechten Hand, eben ihr (viel) zu frühes kraftvolles Strecken, zwangsläufig zu angepassten Ausgleichsbewegung in Rumpf und Beinen führt. Der Fehler wird also durch einen weiteren Fehler kompensiert (nicht korrigiert!).
Ich denke es leuchtet ein, dass auf diese Weise allein die zu frühe, zu weit oben stattfindende kraftvolle Streckung des Arm-Schaft-Winkels direkt eine verfrühte und in die falsche Richtung weisende Arbeit von Becken und Beinen bewirkt, ja bewirken muss. Und jede Videoanalyse bestätigt dieses physikalische Gesetz.

Schon nach wenigen Versuchen bei falsch koordiniertem Einsatz der Steckkraft der rechten Hand entwickelt der Körper die Gewohnheit, ihn durch eigene, leider ebenso falsche, untechnische Bewegungen auszugleichen. Und so landet man als falsch angeleiteter Anfänger direkt und unweigerlich in der Sachgasse, in welcher Pull, Slice, dünn, fett, Socket und Verzweiflung gedeihen wie Champignons in feuchtem Dunkel.
Die Behauptung, dass die Fehler der Hände durch Fehler in Beinen und Rumpf hervorgerufen werden und dort korrigiert werden müssen, damit der Schlag gelinge, ist trotzdem nicht ganz falsch. Die Korrektur muss aber im Weglassen, nicht im Richtigmachen bestehen. Denn solange die Rechte tobsüchtig losprügelt (Harry Hacker) oder naiv den Schläger nach oben oder nach rechts weg wirft und wieder herbeiholt (Vera Werfer-Fänger), anstatt ihn zum Ball hin zu beschleunigen, kann der Unterbau nicht richtig bewegt werden. Und es hätte ja auch keinen Sinn.


Die biomechanischen Grundlagen für diese Betrachtungen wurden auf hervorragende Weise zusammengetragen und kommentiert von Helga und Manfred LETZELTER (Münster, 2002). Da praktisch alles was je veröffentlicht wurde (250 Autoren), dort zu finden ist, kann natürlich nicht alles richtig sein. Aber das herauszufinden ist ja das Abenteuer. Und nur wer sich darauf einlässt, wird irgendwann vielleicht auch zuverlässig beurteilen können, ob das was ich hier sage stimmt. (Hier z.B. auch Ballesteros: „Ich empfinde das linke Bein als eine Mauer, gegen die ich schlagen kann.“)

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Caterpillar
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Beitragvon Caterpillar » 09.06.2009, 14:59

TZ hat geschrieben:Schon nach wenigen Versuchen bei falsch koordiniertem Einsatz der Steckkraft der rechten Hand entwickelt der Körper die Gewohnheit, ihn durch eigene, leider ebenso falsche, untechnische Bewegungen auszugleichen. Und so landet man als falsch angeleiteter Anfänger direkt und unweigerlich in der Sachgasse, in welcher Pull, Slice, dünn, fett, Socket und Verzweiflung gedeihen wie Champignons in feuchtem Dunkel.
Die Behauptung, dass die Fehler der Hände durch Fehler in Beinen und Rumpf hervorgerufen werden und dort korrigiert werden müssen, damit der Schlag gelinge, ist trotzdem nicht ganz falsch. Die Korrektur muss aber im Weglassen, nicht im Richtigmachen bestehen. Denn solange die Rechte tobsüchtig losprügelt (Harry Hacker) oder naiv den Schläger nach oben oder nach rechts weg wirft und wieder herbeiholt (Vera Werfer-Fänger), anstatt ihn zum Ball hin zu beschleunigen, kann der Unterbau nicht richtig bewegt werden. Und es hätte ja auch keinen Sinn.


Und was ist wenn ich jetzt die Streckkraft der rechten Hand ganz entferne, wenn es denn möglich ist?

Und zwar in dem ich den Schläger in der Ansprechhaltung nicht wirklich Vordrücke, im Griff der einzige Druckpunkt zwischen rechtem Daumenballen und linkem Daumen ist, so das die Handgelenke maximal entspannt sind, bzw. ich locker mit dem Schläger hin und her wedeln kann. Und dann einfach nur die Hände durch den Ball schiebe/ziehe, ich meine mit etwas Körpereinsatz ...

Bei mir kam diese „Streckreflex“ nachdem mir ein besonders wohl gesonnener Golflehrer nahelegte, im Ansprechen die Hände schön vorm Ball zu halten (Linke Hand gerade), nachdem ich dies nun nicht mehr mache habe ich auch keinen „Streckreflex“ mehr, sehr komische Sache.. Auch das der vertikalere Schaft wiederum eine horizontalere Schulter bedeutet und generell ich eigentlich nicht wirklich nach innen wegnehme.

Würdest Du von einer solchen Lösung generell abraten?

EDIT: dazu muss man sich natürlich auch von der Vorstellung verabschieden irgendwelche Divots zu nehmen, bzw. sich mit der Sohle des Schlägers etwas intensiver befassen, die sollte keinen zu extremen Bounce haben. Nachteil ist das man mit den kürzeren Eisen oft angemeckert wird weil man seine Divots nicht repariert; da gibt es aber leider nichts zu reparieren, da fliegt nur Gras.
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Wutz
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Beitragvon Wutz » 09.06.2009, 17:26

Hallo Caterpillar, schön, dass Du doch wieder da bist. Ich wollte Dich wirklich nicht provozieren.

Mich kann man zum Schlägerbau alles fragen, bei den ganzen Schwungbeschreibungen kann ich leider nicht mithalten, auch wenn mein Schwung als gut gilt. Ich bin der visuelle Typ, deshalb brauche ich Bilder und Videos.
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Beitragvon Caterpillar » 09.06.2009, 18:00

Rough hat geschrieben:Hallo Caterpillar, schön, dass Du doch wieder da bist. Ich wollte Dich wirklich nicht provozieren.

Mich kann man zum Schlägerbau alles fragen, bei den ganzen Schwungbeschreibungen kann ich leider nicht mithalten, auch wenn mein Schwung als gut gilt. Ich bin der visuelle Typ, deshalb brauche ich Bilder und Videos.


Lieber Rough, und ich bin der Typ, der besonders schlecht spielt wenn er sich selbst auf nem Video sieht. Aber ich kann Dir ne ganze Menge über Fehler und deren sofortige Korrekturen auf dem Platz erzählen, da ich aber einen Fehler nicht Korrigieren konnte, nämlich den Schwung mit den langen Eisen oben immer perfekt im Zaum zu halten, habe ich diese nun mal vorerst ausgetauscht und habe mir eine Hantel gekauft :)

Was ich auch vermeiden möchte ist, Leuten bei denen die Plausibilitätsgrenze mit meinen Posts überschritten wird, weitere Informationen anzuheften und denen dann schlichtweg nur ins Gehirn sch*****, denn sie machen etwas anderes. Aber dennoch würde ich gerne das Bewußtsein schärfen, das wenn jemand eine durchgehende Drehung hat, RS eine „subobtimale“ bis „destruktive“ Lösung ist. Dies muß im Prinzip jeder der Forumsbeiträge liest selbst entscheiden, ohne mich oder den TZ in irgendeiner Form **********.

Wenn jemand nun behauptet die durchgehende Drehung ist exotisch oder Tourschwung, der muß sich wohl eine Brille kaufen.
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Beitragvon Caterpillar » 09.06.2009, 23:38

ThomasZacharias hat geschrieben:Ganz wichtig und provokant: Man kann nicht zu spät strecken. Zum Strecken bleibt immer Zeit, weil die Bewegung der Hände über dem Ball durch die Streckung immer langsamer wird. Zur Not kommen sie zum Stillstand und der Schlägerkopf hat immer noch das Tempo, das Du ihm mitgegeben hast.
Der Schlägerkopf kommt also nur dann zu spät an den Ball, wenn der linke Arm forciert über den Ball hinweggedrückt wird. Also beim Schuften. In einer fließenden Bewegung richtet sich die Linie linker-Arm-Schlägerschaft ziemlich zuverlässig an der Senkrechten aus. Auch dank der plötzlich entstehenden Fliehkräfte.


> weil die Bewegung der Hände über dem Ball durch die Streckung immer langsamer wird.

> wenn der linke Arm forciert über den Ball hinweggedrückt wird. Also beim Schuften.

ThomasZacharias hat geschrieben:5. Die Drehgeschwindigkeit von Rumpf und Armen ist bei Könnern und Stümpern im statistischen Mittel gleich. Mehr noch: Profis drehen langsamer und schlagen trotzdem weiter und mit mehr Spin als Hobbygolfer.


> Profis drehen langsamer und schlagen trotzdem weiter

Club Doc hat geschrieben:Hitters und Swingers unterscheiden sich meistens durch deren „Schwung Tempo“ und die eingesetzten Kraft bei den transition, oder Übergang zwischen Rückschwung und Durchschwung. Ein Swinger kann beispielweiße mit einem 55 gm. Driverschaft viel besser zurecht kommen als ein Hitter…durch das niedrige schaftgewicht kann es öfters zu unkontrollierbar Beschleunigung des Schlägers kommen, mit dessen dazu verbundene Verlust der Genauigkeit. Ein Swinger dagegen erlaubt (durch langsameres Schwungtempo) den Schaft mehr zeit zu Laden und damit setzt er das Schaft nicht soviel "Unter Drück" bzw. den Schaft nicht "Überfördert".

Ich selber bin Hitter…meiner gesamt Schwungtempo dauert meistens unter 1 Sekond. Wann ich ein leichten Schläger benutze (als Beispiel E5 mit weniger als 385 - 390 gm.) habe ich ein ausgeprägten Tendenz „Over the Top“ oder außen nach innen zu kommen. Es ist ob das fehlende gewicht verursacht das ich kein Kontrolle über dem Schläger mehr hat, und ich kann es nicht mehr auf den richtigen ebene fallenlassen. Dafür als Hitter, vermeide ich Schäfte in meine Eisen mit weniger als 130 gm. bzw. weniger als 70 gm. in meinem Driver.

Profis benutzen fast ausschließlich (in deren Eisen) Stahlschäfte...und meistens in den Gewichts- katagorie ca. 130 gm. Beim Driver sieht man selten etwas unter 70 gm. und das liegt nicht nur an den Flex…aber meistens wegen der Kontrolle.
Als „Faustregel“ benutze ich zuerst mein Augen, und dann als anhaltspunkt die Zeitspannen:

0.8 - 1.0 Sek. ST = Hitter
1.1 – 1.3 Sek. = Swinger
Mehr als 1.3 Sek. = „Slow Loader“

Ein „Slow Loader“ ist jemanden wer ein 55 gm. Driverschaft benutzen KÖNNTE als das Schaft wird äußerst langsam geladen. Der Swinger vielleicht ein 65 gm. Schaft, und den Hitter meistens wird mit +70 gm. am besten auskommen.


> Ein Swinger dagegen erlaubt (durch langsameres Schwungtempo) den Schaft mehr zeit zu Laden und damit setzt er das Schaft nicht soviel "Unter Drück" bzw. den Schaft nicht "Überfördert".

Caterpillar hat geschrieben:
Moderator hat geschrieben:Dann streiche das Tigerbild und bleib bei Patrik. Das Abstützen kann man doch bei zig Schwüngen sehen..


Ja, bei einigen LD Spielern die immer von einen Tee spielen, Jack Nicklaus und so, aber auf der Tour haben die meissten derzeit den linken Fuß gern am Boden, und das Gewicht besonders gern mehr auf der Hacke.



aber auf der Tour haben die meissten derzeit den linken Fuß gern am Boden, und das Gewicht besonders gern mehr auf der Hacke.



Um der Bitte nach einem Bild nach zu kommen, dieses Bild ist gestellt und der dort erkennbare Ort eine Fotomontage.

!!! Ähnlichkeiten mit real existierenden Orten oder Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt und Unterstellung einer gewissen Ähnlichkeit mit real existierenden Orten oder Personen wird von mir nicht erbeten. !!!

Bild

Ich hoffe dieses Bild genügt den visuellen Anforderungen der Mehrzahl der Forumleser.

Mal Hypothetisch, wenn der dort gezeigte und im Treffmoment gewollt sehr übergebeugte und wirklich auf gar keinen Fall Bremsabgestoßene das Tempo seine Hände verlangsamt, sollte er doch durchaus ziemlich fett schlagen oder? Ich meine der ist so weit übergebeugt das wirklich kein Platz da ist um die Hände zu verlangsamen.

Sinn dieser gestellten Verrenkung ist doch Schultern, Arme und Hände in recht zügigem Tempo weiter zu bewegen, das heißt dieses keinesfalls zu Drosseln oder interpretiere ich dies falsch?

Nochmal die gesammelten Zitate:
> weil die Bewegung der Hände über dem Ball durch die Streckung immer langsamer wird.

> wenn der linke Arm forciert über den Ball hinweggedrückt wird. Also beim Schuften.

> Ein Swinger dagegen erlaubt (durch langsameres Schwungtempo) den Schaft mehr zeit zu Laden und damit setzt er das Schaft nicht soviel "Unter Drück" bzw. den Schaft nicht "Überfördert".

> aber auf der Tour haben die meissten derzeit den linken Fuß gern am Boden, und das Gewicht besonders gern mehr auf der Hacke.

> Profis drehen langsamer und schlagen trotzdem weiter



Jetzt mal den Versuch einer Quersumme: der Clubdoc kann kein richtiges Golf spielen weil er viel zu schnell ist und deshalb schuftet, ohnehin hat er eh keine Ahnung weil Tourpros langsam schlagen und nicht schnell schwingen, der auf dem Bild gezeigte schlägt fett weil er keinen Bremsstoß hat, der Professor war dort im MA Faden etwas auf der Spur hmm....

Oder ist jetzt das "den linken Arm über den Ball hinweggedrücken" doch kein forcieren und die an sich die insgesamt langsamere Bewegung, der ClubDoc schlägt demzufolge richtig und der auf dem Bild gezeigte schwingt in Wirklichkeit und kann mit dem RS gerade nicht viel anfangen da er ja mit den Händen schneller werden muss was wiederum dem RS nicht hilft.

Und was überhaupt sagt Heiko Falke dazu das er seine armen Hobbyisten dazu bewegt Tourschwungtechniken zu lernen (Nicht wahr Bunkerbabe?), ich verstehe das nicht ganz und es wird noch eine schlaflose Nacht einbringen, so wird der arme Hobbyist vorm Computer gefoltert.
It is almost impossible to remember how tragic a place the world is when one is playing golf.

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Caterpillar
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Beitragvon Caterpillar » 10.06.2009, 12:26

TZ hat geschrieben:Die biomechanischen Grundlagen für diese Betrachtungen wurden auf hervorragende Weise zusammengetragen und kommentiert von Helga und Manfred LETZELTER (Münster, 2002). Da praktisch alles was je veröffentlicht wurde (250 Autoren), dort zu finden ist, kann natürlich nicht alles richtig sein. Aber das herauszufinden ist ja das Abenteuer. Und nur wer sich darauf einlässt, wird irgendwann vielleicht auch zuverlässig beurteilen können, ob das was ich hier sage stimmt. (Hier z.B. auch Ballesteros: „Ich empfinde das linke Bein als eine Mauer, gegen die ich schlagen kann.“)


Das Problem ist doch vielleicht ob, wenn Sportwissenschaftler versuchen eine so hochdynamische Bewegung wie den Golfschwung zu zerlegen und beschreiben, diese dann auch immer die richtigen Schlüsse ziehen. Gerade wenn sie nicht wirklich alle Facetten der faktischen Ausführung kennen, bsp. selbst auf sehr hohem Niveau Golf spielen oder gespielt haben. Wenn wir von diesen ganzen Reaktionen, Kraftgewinnung und so sprechen konnte ich bislang beim „schwingen“ nirgends qualifizierte Informationen zu z.B. irgendwelchen Streck/Schlagreflexen finden (außer hier vor meiner Türe), aber eine ganze Menge zum Thema Flexibilität, Actio/Reactio in der Transition, und langem und konzentrierten üben von bestimmten Bewegungen.

Keinerlei hintereinandergeschaltete Kopplung, sondern schiere Physik, gerade in der sehr kurzen Abschwungphase von 9 Uhr bis Ball und ein paar dm danach, doch, es gibt diese gekoppelte Bewegung, vielleicht beim Hitter, der dies in einem extrem kurzen Zeitraum sequenziert macht?

Und auch da wieder das kleine Problem der Betrachtung von z.B. Tiger Woods, der als Modellathlet jede Bewegung immer in einem Tempo und einer Perfektion ausführen kann, wie du und ich es nie schaffen werden, und dann kommen Leute wie Du und ich und versuchen seinen Schwung zu beschreiben, aber extrem weit davon entfernt sind dieses auch so ausführen und deshalb verstehen zu können..

Mich würde schon freuen wenn der Heiko Falke mal ein paar Einzelheiten zu seinem Tourfragebogen hierzu einbringt, ich glaube der hat außer einem Grinsen und „very easy“ nicht viel Inhaltliches bekommen können, und mittendrin der Hobbyist, der versucht diese nachzuäffen, von Respektspersonen die tollsten (aber vielleicht grundfalschen) Erklärungen bekommt und…

EDIT, weils so schön zum Thema passt (und mit den Beinen ist eine sehr feine Linie zu beachten und die genaue Ansprechposition der einzelnen Schläger muss jeder selbst herausfinden):
http://www.youtube.com/watch?v=xk2m80vkvdo
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TZ
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Beitragvon TZ » 13.06.2009, 11:47

Thomas Zacharias
DER KAMPF UM DAS WESENTLICHE

Um das Wesentliche des Lebens und der Dinge dieser Welt zu erfassen, bedarf es einer besonderen Form von intellektueller Anstrengung. Darin steckt das Wörtchen „streng“. Und das ist das Gegenteil von Larifari.
Es erfordert mentale Disziplin. Und die kommt von discere = lernen. Disziplin ist Lernbereitschaft durch Unterordnung an die höheren Prinzipien der Logik und der Empirie.
Im Wesentlichen geht es um die Unterscheidung des WAS vom WIE. Das Wesentliche des Essens (die Essenz, das wahrhaft Seiende) ist, dass es bekömmlich und nahrhaft sei. Nicht wie es schmeckt, riecht, aussieht, oder wie es zubreitet wurde. Das Wesentliche am Auto sind seine (4) Räder, Chassis, Motor und Getriebe, nicht wie man es lenkt und bremst oder ob man sitzend, stehend oder liegend darin Platz nimmt.
Wesentlich ist, dass die Kraft des Motors auf wenigstens ein Rad übertragen wird, und dass die Probleme, die bei einseitiger Kraftübertragung auftauchen, schon dadurch gelöst sind, dass man auf jeder Seite ein Rad antreibt.
So ist das Wesentliche am Golfschlag, dass der Ball getroffen wird, und dass man dazu den Schläger in Bewegung versetzen muss. Wenn es darum geht, den Ball möglichst weit zu schlagen, wird die Schlägerkopfgeschwindigkeit entscheidend. Und diese entsteht im Wesentlichen aus einer pendelähnlichen Bewegung seines Schaftes. Wenn der Körper ganz und gar starr in der Ansprechposition verharrt, kann der Schläger nur durch die Arbeit der Handgelenke bewegt werden. Dies ist die höchste Stufe der Vereinfachung. Doch die entsprechenden Schläge sind mühselig und recht kraftlos.
Die ganze Sache wird aber schon höchst kompliziert, sobald wir einen zweiten Hebel dazunehmen: Den linken Arm. Bei ansonsten gänzlich zur Salzsäule erstarrtem Körper haben wir jetzt zwei Freiheiten, die eine unendliche Zahl von Stellungen der zwei Hebel zueinander erlauben, selbst wenn wir den Arm und den Schlägerschaft nur auf einer einzigen Ebene (Dimension) hin und her bewegen und die Hände nur auf dieser Ebene beugen, strecken und überstrecken.
Wie die Bewegung des linken Armes zustande kommt, ist unwesentlich. Welche Körperteile diese Bewegung durch welche eigenen Bewegungen unterstützen, ist absolute Nebensache, ja Randerscheinung. Solange der Ball von der Schlagfläche getroffen wird, können die anderen Körperteile machen was sie wollen. Es ist im Wesentlichen weder richtig noch falsch.
Es kann für die Steuerung des Schlägerweges und des Ballfluges entscheidend sein. Aber das ist für die Schlägerkopfgeschwindigkeit nicht wesentlich.
Um diese zu erhöhen, muss man dafür sorgen, dass die 2 Hebel tüchtig und richtig in Bewegung gebracht werden. Und richtig ist, dass ihre zwei Geschwindigkeiten genau gleichzeitig und genau am Ball kulminieren (ihren Höhepunkt erreichen).
Hierbei kommt es auf die Abstimmung und Dosierung der zwei Geschwindigkeiten und der sie bewirkenden Kräfte an, denn eine sehr schnelle Bewegung des Armes kann die Streckkräfte der Handgelenke überfordern. Und hier liegen die wahrhaft wesentlichen Probleme, vor die der Hobbygolfer gestellt ist. Er hat nicht das Talent, diese Abstimmung spontan und intuitiv zu regeln. Er muss diese Aufgabe verstehen und bewältigen.
Der talentierte Pro hat diese Sorge nicht. Er arbeitet daran, die Leistung des linken Armes zu maximieren, indem er Schultern, Rumpf, Becken und Beine immer besser einsetzt und koordiniert. Deshalb erlebt er seinen technischen Fortschritt in diesem Bereich und empfindet ihn als wesentlich. Und diesen Irrtum verbreitet er dann trotz aller offensichtlichen Misserfolge seiner Schüler unbeirrt in aller Welt.
Normalos wie ich haben aber weder das Bewegungstalent noch die erforderliche Beweglichkeit (Gliederfreiheit) für eine professionelle Körpertechnik. Wir müssen das alles weglassen und uns auf das Wesentliche beschränken, sonst vergaloppieren wir uns, wie man in aller Welt sehen kann, total.
Wenn unser Körper sich anstrengt, verlieren wir die Kontrolle über seine Bewegungen. Und wir verlieren die richtige Stellung zum Ball. Deshalb schlagen alle normal begabten Menschen bei ihren ersten Versuchen am Ball vorbei. Sie vermuten ihre Schlagkraft in den großen Bewegungen des Körpers und toben entsprechend wie wild durch die Gegend. Wir müssen Anstrengungen also vermeiden und alles in größter Ruhe und Gemächlichkeit machen, auch, ja vor allem, weil eine schnelle Drehbewegung des linken Armes nicht zu den bescheidenen Streckkräften in unseren Unterarmen passt.
Wesentlich ist, dass die Streckbewegung der Handgelenke aus zwei Gründen nicht einsetzen darf, bevor der linke Arm die Schlüsselposition bei 45° erreicht hat. Erstens weil sie sonst schon vor dem Ball beendet ist, der Schlägerkopf also zwangsläufig schon wieder langsamer wird. Und zweitens weil der Druck der rechten Hand auf den Schlägerschaft zum Boden und nicht zum Ball gerichtet ist, solange die Hände sich abwärts anstatt zielwärts bewegen.
Dass die Rechte auf den Schaft drückt, darf niemals in Frage gestellt werden. Selbst wenn man sie mit festem Willen daran hindert, sich zu strecken, so drückt doch der Schaft wegen der Trägheit des Schlägerkopfes beim Abschwung des linken Armes und der Hände gegen die rechte Hand, ob sie nun mehr oder weniger oder gar nicht gebeugt ist. Und da sie auf diesen Druck spätestens im ANSCHLAG ihrer RÜCKBEUGUNG elastisch reagiert (sie kann ja gar nicht anders) gibt sie den Druck unweigerlich postwendend zurück.
Auf diese Mechanik verlassen sich die Profis unbewusst. Und die Normalos müssen diesen Vorgang bewusst erleben und steuern lernen, um sich dann irgendwann ebenfalls darauf verlassen zu können.
Folgende Betrachtung erläutert die Funktion der rechten Hand noch einmal auf andere Weise: Zu Beginn des Abschwungs liegen rechte Handfläche und Schaft oben horizontal. Auf halbem Weg zum Ball stehen sie senkrecht. Kurz vor dem Impakt liegen sie wieder waagerecht.
Was hat den Schaft zu dieser Bewegung geführt? Der Abschwung des linken Armes und die nicht weiter als ca. 90° nach hinten beugbare rechte Hand. Sie hat den Schläger aus der Waagerechten oben in die Waagerechte unten mitgenommen. Und ob die folgende Streckung der Rechten passiv oder aktiv ist, macht keinen Unterschied. Wesentlich ist, dass zwischen Schaft und rechtem Zeigefinger Kräfte wirken müssen, weil der Schaft sonst schon im Umschwung vollkommen führungslos um das linke Handgelenk herumschleudern und niemals zum Ball zurückfinden würde. Der bloße Widerstand der zurückgebeugten rechten Hand wirkt also schon als Kraftübertragung vom linken Arm auf den Schaft. Er allein bewirkt auch ohne anschließende Streckung schon, dass der Schläger zum Ball geschleudert, „geworfen“ wird.
Wer das nicht durchschaut, kann die Mechanik des Golfschlages niemals auch nur im Ansatz erfassen.
Das muss aber auch keiner. Man muss nur konsequent nach dem suchen, was alle Könner genau gleich machen und nicht nach dem, was sie unterscheidet. Und dann wird jedem der sehen WILL deutlich, dass jeder Profi, vor allem die Seniors, wenn sie langsam unbeweglicher werden, mit Beinen, Becken und Schultern etwas anderes macht. Nur nicht mit linkem Arm und rechter Hand. Da machen sie alles dasselbe.
Ich und 100.000 andere, die es viel besser können als ich, verstoßen mit unserer Körperbewegung gegen irgendeine oder gar alle Lehren, die die Welt vernebeln. Nur nicht gegen meine. Wir schwingen den linken Arm durch und strecken die rechte Hand am richtigen Ort. Also ist dieser Vorgang, dieses Handeln, das Wesentliche am Golfschlag.
Wer das zu einfach findet, der möge sich im Chaos herumtreiben, verirren oder zurechtfinden. Aber er mache sich nicht zum Apostel des Chaos, indem er öffentlich Alles mögliche für wesentlich erklärt und damit das Chaos in den Köpfen der anderen nur noch verschlimmert.
Jede Widerrede, jede Diskussion schadet in der Praxis dem Vorankommen der Golfer, deren Schläge darunter leiden, dass die technischen Prioritäten nicht nach dem gesetzt werden, was wirklich wesentlich ist. Nur diesen armen Platzgenossen voranzuhelfen ist mein Anliegen.
P.S. Natürlich denkt der Schriftsteller nicht daran, wie er mit dem Stift zwischen den Fingern Buchstaben aufs Papier zirkelt und Wörter formt. Er schwebt mit seinem Bewusstsein in den höheren Sphären der Inspiration.
Aber er wäre niemals so extrem dümmlich, einem Analphabeten anzuraten, das Schreiben zu vergessen und auf den Kuss der Musen zu warten! Rocco Mediate (youtube) und Kollegen sind aber in ihrem eigenen Können so unbewusst und in Bezug auf die Gesetze der Physik und Biomechanik und die Sorgen der Hacker und Schwinger so ahnungslos, dass sie beim Golfschlag die Beinarbeit für das Wesentliche halten und die entscheidende technisch-mechanische Funktion von Armen und Händen schlichtweg für nicht existent erklären. Bitte liebe Profis! Wann hört ihr auf, die Welt der Hobbygolfer mit Eurer ausgemachten Dummheit aufzumischen?!
Stop telling bullshit, please!

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TZ
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Beitragvon TZ » 17.06.2009, 11:34

Thomas Zacharias
SCHAUFELN & LÖFFELN

In der Golfschlaganalyse ist immer wieder vom Schaufeln und Löffeln die Rede. Um darüber zu befinden, muss man sich zunächst auf Definitionen einigen. Ich mache hier einen wohl bedachten Vorschlag mit der Empfehlung, ihn zur Allgemeingültigkeit zu erheben, damit man sich wenigstens landesweit unterhalten kann, ohne aneinander vorbeizureden.
Das SCHAUFELN ist eine Bewegung des Rumpfes und des Schultergürtels, ähnlich dem Schneeschippen oder Kohleschaufeln oder dem Ausschaufeln eines Grabens (um nicht Grabes zu sagen), wenn man schon unten drin steht: Mit der vollen Schippe schwingt man zuerst nach hinten hoch und dann unten durch und wieder hoch. Der Unterschied zum Golfschlag besteht eigentlich nur darin, dass beim normalen Schaufeln die Hände am Schaft auf Distanz gehen. Die Grundbewegung ist strukturell aber dieselbe. Also golftechnisch richtig.

Das Problem beim golferischen Schaufeln ist, dass man dabei in den Boden hackt, solange man falsch schlägt, also die rechte Hand zu früh, zu weit oben streckt. Wenn man dann das Schaufeln wegkorrigiert, ist das ein Fehler und führt auf einen Irrweg auf der Suche nach der gelungenen Schlagtechnik.

Wenn man nämlich richtig schlägt, also die Streckung der rechten Hand erst im letzten Drittel des Abschwunges stattfindet, dann ist eine Schaufelbewegung von Rumpf und Schulter erwünscht. Sie bringt die Hände über den Ball hinweg in Richtung Ziel und wirkt dem Rückschlag der Schlägerwucht auf die Drehung von Armen und Schultergürtel entgegen.

Das LÖFFELN ist dagegen durchaus als Fehler anzusehen. Es gibt (mindestens) 3 Formen. In allen überholt der Schlägerschaft die gerade Linie des linken Armes vor dem Impakt (was nur beim Driven vom hohen Tee problemlos ist) und in eine Beugung in Richtung Ziel mündet.
Der Ball wird von hinten anstatt von oben getroffen, also fett oder dünn.
In der ERSTEN FORM wird die rechte Hand zu früh gestreckt oder vorher nicht richtig gebeugt. Es herrscht die mutwillige Absicht, mit der Kraft der rechten Hand zuzuschlagen, also Druck zu machen, anstatt sie an der richtigen Stelle zu beugen und dann schnappen zu lassen (Schleudern, Peitschen).

In der ZWEITEN FORM ist das Beugen und Strecken fast perfekt aber insgesamt leider immer noch etwas zu früh. Einfach noch etwas später beugen hilft ab.

In der DRITTEN FORM sorgt der linke Arm mit der Kraft seiner Schulter nicht für genügend Zug in Richtung Ziel. Die Hände gelangen nicht weit genug nach vorn vor den Ball und sie geben dem Rückschlag nach, der durch die Wucht der Schlägergeschwindigkeit verursacht wird. So überholt der Schaft die linke Armlinie abermals zu früh. Wird der Ball sauber getroffen, ist der Schaden gering. Es ist aber auf diese Weise nicht möglich, den tiefsten Punkt des Schlägerkopf-Durchschwungs hinter den Impakt zu bringen, den Ball also in der Abwärtsbewegung zu treffen und ein tiefes Divot zu schlagen. Diese Fähigkeit ist aber erst für einstellige Golfer interessant, denn sie erfordert bei immer geringerem Loft immer mehr Tempo. Und sie erfordert die Beweglichkeit und die technische Fähigkeit, das Becken, wie die Spanier sagen, aus dem Weg zu nehmen.
Das Becken muss im Abschwung nach links verschoben werden, damit der linke Arm schon vor dem Impakt senkrecht steht, also vor den Ball auf den Boden zeigen kann. Bleibt das Becken im Durchschwung mittig, dann kann die rechte Hand dem linken Arm nicht in die Senkrechte folgen, weil die rechte Schulter nicht sinken kann. Das fixierte Becken behindert also das richtige Schaufeln.

Ein verräterisches Indiz fürs Löffeln ist das Nachlöffeln. Die Absicht, den Schläger mit dem Druck der rechten Hand durch den Ball zu treiben, zu pressen, wirkt über den Impakt hinaus und sorgt so dafür, dass die rechte Hand nun aktiv palmar beugt, also überstreckt. Der Schaft überholt die Hände und beugt das linke Handgelenk passiv dorsal. Ein Vorgang der bei keinem Profi zu sehen ist, weil er seine Rechte überhaupt nicht aktiv einsetzt sondern eben nur reaktiv. Diese Kraft ist schon kurz vor dem Impakt am Ende. So prallt der Schlägerkopf beim Driven vom Ball zurück, verliert ca. 30% seiner Geschwindigkeit und wird danach nicht abermals beschleunigt. Und bei Schlägen ohne Tee verliert der Schlägerkopf weitere 30% Tempo durch den Bodenkontakt. Wer da nachlöffelt, gefährdet nicht nur das Gelingen seiner Schläge sondern auch die Gesundheit seiner Gelenke.

Zusammenfassung. Schaufeln ist richtig, wenn man auch richtig schlägt, also die rechte Hand erst kurz vor dem Impakt streckt. Schaufelt man ohne richtig zu schlagen, trifft man fett oder dünn.
Schlägt man dagegen richtig und schaufelt nicht, muss man ein bisschen löffeln, um den Ball sauber zu treffen. Also: Ideal ist zu schaufeln und richtig zu schlagen, d.h. die Hände über den Ball hinwegführen und die Rechte möglichst spät zu strecken.

Es gibt also auch keinen speziellen Drill, das Löffeln auszumerzen. Es geht einfach nur darum, das Beugen und Strecken der rechten Hand richtig mit der Bewegung des linken Armes zu koordinieren (EDIT: Becken gestrichen).

(EDIT: dieser Satz fehlte) Eine wichtige Rollte spielt beim Löffeln allerdings die Stellung des Beckens. Bleibt es mittig oder gar rechts, dann muss die Wirbelsäule sich total verrenken, um richtig zu schaufeln. Das Becken gehört also spätestens im Durchschwung etwas nach links geschoben.
Zuletzt geändert von TZ am 17.06.2009, 17:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Caterpillar
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Beitragvon Caterpillar » 17.06.2009, 13:01

TZ hat geschrieben:Thomas Zacharias
SCHAUFELN & LÖFFELN

Es gibt also auch keinen speziellen Drill, das Löffeln auszumerzen. Es geht einfach nur darum, das Beugen und Strecken der rechten Hand richtig mit der Bewegung des linken Armes zu koordinieren und das Becken.


Super Beitrag, aber wenn jemand Magenprobleme hat, sollte man schon sehr genau wissen ob man ihm Magentabletten verschreibt oder ihn zum Zahnarzt schickt.

Ich glaube die jüngere Generation heute muß im Regelfall eher zum Zahnarzt als das man an sehr oft falsch verstandenen Symptomen herumdoktert und all die aufgelisteten Punkte sind heute in vielen vielen Fällen Symptome, keinesfalls Ursache eines Problems.

Sprich, bei denen sollte vielleicht zuerst die Art der Verlagerung/Drehung angegangen werden, dann der (PASSIVE) Pfad des rechten Ellenbogens. Daher sollten wir der USPGA doch vielleicht dankbar sein.
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