Die Ausrichtung bei "Ball in Ruhe"

Mike Austin, Moe Norman, PGA oder ... ?
slick-golfer
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Beitragvon slick-golfer » 01.03.2016, 14:13

In Anlehnung an Montessori: „Bild des Golfers als Baumeister seines Schwungs“ –. War vom Professor wohlmöglich nicht positiv gemeint – aber diesen Gedanken zu unserer Gruppe mit Vergleich zu Montessori finde ich schon ein positives Verweilen wert :)

Zwei Gedanken gehen mir nach dem Lesen des Fadens durch den Kopf: Erstens der Vergleich zu dem Wechsel der Schlagtechnik beim Tennis in den letzten Jahrzehnten. Und zweitens der Minimalschwung und die Fußstellung beim unkonditionierten Schlägerwerfen (von Ulrich ja schon aufgegriffen, von Martin aber verneint).
Dazu dann vier Bilder:
Bild

Schaut mal auf die Skizze aus einem Tennislehrbuch und jemanden, der es ganz gut kann. Also ich Tennis gelernt hatte in den 70er Jahren, war diese offene Stellung mit Hüfte in Richtung Ziel undenkbar. Hier wurde die seitliche Stellung gepredigt. Beim Tennis gab es einen Paradigmenwechsel, man steht heute offen. Dazu habe ich einmal gelesen, dass man sich von den Mythen der Linearität verabschiedet hätte. Professor schrieb aber in seinem Eröffnungspost, dass man Tennis nicht vergleichen könnte, da dies aus der Bewegung heraus erfolgt.


Vielleicht wird Golf auch nur deshalb als so schwierig angesehen, weil es nicht aus der Bewegung heraus erfolgt und der Instinkt vielen Gedanken und Ausrichtungswahlmöglichkeiten im Setup unterliegt. Wir haben Zeit, anstatt instinktiv zu handeln und warten scheinbar auf die millimetergenaue und einzig wahre Ausrichtung. Ist Tennis (weil durch die Bewegung instinktiver) oder andere Sportarten gar nicht vergleichbar.

Und heute werfen wir Schläger oder versuchen andere Dinge, um instinktiv den Golfschwung zu erleben, zu erfahren und dann zu verinnerlichen. Ulrich meinte auf der ersten Seite dieses Fadens, dass ein Schlägerwerfer wohl unkonditioniert den rechten Fuß nach hinten stellt, von Martin jedoch verneint. Und was sehe ich auf den letzten beiden hier eingefügten Bildern aus einem Video auf der Seite von Martin von einem Schlägerwerfer: linker Fuß nicht square sondern in Richtung Ziel, rechter Fuß nach hinten.
Mike wird besser sagen können, ob die Fußstellung dieses von Martin als positives Beispiel geposteten Schlägerwerfers nicht zumindest der beim Minimalschwung ähnlich ist. Wenn dem so ist, ist es nicht ein harmonisches Treffen von Minimalschwung und der Suche nach der instinktiven Bewegung des Schlägerwerfens?
Till

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aPerfectSwing
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SChlägerwerfen

Beitragvon aPerfectSwing » 01.03.2016, 14:53

Moin,

Fußstellung beim unkonditionierten Schlägerwerfen (von Ulrich ja schon aufgegriffen, von Martin aber verneint).


Leider passt das so nicht. Der Schlägerwerfer ist Steve Pratt. Er hat mit dem geschlossenem Stand alle Schläger nach links weg geworfen. Der erste links 40m hinter sich auf das Grün der Bahn neben der Driving Range.

Ich habe hunderte Golfer Schläger werfen lassen und dir richten sich gerade aus, wenn es ein kraftvoller Schwung mit Pfad von Innen wird.

Das der linke Fuß oft offen steht, dass ist ja keine schlechte Idee und sehr oft setzen die Profis den Fuß auch im Schwung um.

Gruß
Martin

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slick-golfer
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Beitragvon slick-golfer » 01.03.2016, 16:13

Hallo Martin,

wow 40 m nach hinten ist ja auch eine Leistung :)

Stimmt Du hast Recht, ich hatte das erste Video genommen, mit dem Treffer hinter sich.
Aber liegt der Wurf nach hinten nicht eher daran, wann ich den Schläger loslasse?

Hier mal eine Serie aus Video 3 von ihm, da fliegt der Schläger ja nach vorne (roter Pfeil). Und mit ziemlich viel Power finde ich!

Bild

Gerade ausgerichtet ist für mich das erste Bild der Reihe, bei den anderen sehe ich immer noch eine ähnliche Fußstellung wie bei den Minimalschwung Videos von Mike. Also Fuß zurück ca. 20 cm (eine durchschnittliche Fußgröße unterstellt). Der Minimalschwung übertreibt doch auch nicht mit der Fußstellung (Mike macht ja keine Hockey-Fußstellung :) . Es ist zumindest für mich eine leichte Variation. Passen denn die ca. 20 cm bei Dir im Minimalschwung, Mike?
Martin: Oder ist eine Rücksetzen des rechten Fußes von ca. 20 cm wie in dieser Bildfolge für Dich noch gerade, also noch im "Toleranzbereich"?
Till

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Blade
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Beitragvon Blade » 01.03.2016, 17:07

Oh Mann,
Wie heißt der Titel des Fadens?
Ausrichtung bei Ball in RUHE.
Als Beweis für irgendwelchen abstrusen Ideen werden natürlich Standbilder nicht in RUHE, sondern in voller Dynamik gepostet. Hallo.
Ausrichtung Ball in Ruhe Minimalschwung: Ausrichtung der Hüften nach rechts in Bezug zur Linie, wo das Ziel sich befindet, wo der Ball hinfliegen soll. (RH)

Ausrichtung Ball in Ruhe Textbook: Hüfte etwa ausgerichtet wie die Ziellinie

Impakt, also der Schlöger ist wieder zurück am Ball als er in 'Ruhe' war, also kurz bevor er eben nicht mehr in Ruhe ist, Hüfte deutlich nach links geöffnet. Das machen mehr oder weniger alle Spieler, die guten haben die Hüften besonders weit geöffnet.

Und diesen 'Move' haben wir Menschen bei allem was wir werfen, oder wenn wir Aktion mit 'seitlicher' Kraftrichtung haben, Axt fällt Baum,, Boxer schlägt eine rechte Gerade usw, immer ist die Hüfte nach links geöffnet, also in die genau Andere Richtung, wie beim Stand des Minimalschwunges.

Für mich ist Minimalschwung eine Kompensation eines Fehlers mit einem anderen Fehler, der als Quick Fix kurzfristig funktioniert, aber durch die von Aperfectswing schon richtig beschrieben Beschränkung der möglichen Bewegungswinkel, die anatomisch korrekte Ausübung eines Golfschwunges nicht fördert.

Ich gehöre zu den normalen Menschen.

Wenn meine Hüftposition, und damit meine Körperausrichtung bei Ball in Ruhe zur Zielrichtung ist, kann ich mich ziemlich genauso weitnnach links, wie auch nach rechts drehen.

Wer mal das Hin und Her Schwingen von Jordan Spieth bei seiner Schlagvorbreitung gesehen hat wird schnell sehen, ein Rückschwung könnte auch der Durchschwung eines Linkshänders sein, und umgekehrt.

Wer mal mit einer altmodischen Grasssense Rasen gemäht hat, weiiß auch, das die effiziente Bewegung damit symetisch ist. Ausrichtung bei Grashalm in Ruhe? Natürlich wieder wie beim normalen Golfer, nämlich square.

man soll sich einfach mal die Schwünge vor 1970 anschauen.(Hickory!) Das sind die Golflegenden, die meistens noch den Golfschwung instinktiv gelernt haben. DAS sind anatomisch korrekte Bewegungen, die den menschlichen Skelett entsprechen, etwas, was sich natürlich ergeben hat.

Schlägerwerfen ala Shoemaker/Aperfectswing überwindet falschen Fokus und legt einfach und sicher die eigene, effiziente und anatomisch gute Bewegung frei. Deswegen ist diese Methodik auch so genial.
Gell Aperfectswing. Wie hoch ist der % Anteil bei deinen Schülern, die sich innerhalb von Sekunden vom Bewegungslegastheniker gut einem ordentlichen Golfschwung annähern? Klar sobald wieder der Golfball vor einem liegt ist der Zauber erst einmal vorbei, aber nicht, weil man grundsätzlich die Bewegung nicht kann (man hat ja mit Werfen sich selber zuvor das Gegenteil bewiesen), sondern der unsägliche Ballfokus, der etwas ganz bestimmtes im Körper bewirkt. Nämlich eine exzellente Bewegung für die Aufgabe , den Ball zu treffen, aber eben nicht einen guten Golfschwung.

Nehmt einfach zwei Golfbälle.
Einen ganz normal vor sich hinlegen, den anderen kräftig dahinzielend werfen.Video davon machen.

Voila, da sind sie, alle die geliebten Fehler im Golf, OTT, Hüfte bleibt stehen, Kopf kippt zur falschen Seite, Riverse Pivot, keine Schwerpunktverlagerung, early Release etc.

Ändert man den Fokus, wirft den Golfball nun ala Stein übers Wasser hüpfen lassen, wieder Viedeo drehen. Huch, alles anders, Hüfte dreht auf, weight Shift, Kopf liegt urplötzlich auf der anderen Seite, late release, kein OTT.

Anderer Fokus, anderes Körperprogramm.

Und, das Ganze sieht natürlich ziemlich anders aus, als beim Minimalschwung.

Beim Steine flitschen lassen haben wir (einzig) an was gedacht? Stein dort hin.
An was denken wir beim Golfen? 95% garantiert nicht an Release out there, zum Ziel. Brauch sich keiner zu wundern, wenn die Bewegung die sich ergibt so komisch aussieht.

Solange man an diesem Fokus Problem nicht arbeitet, wird fast immer der Bsll das Ziel des Handelns sein, egal mit welcher Ausrichtung bei Ball in Ruhe, egal ob Minimalschwung oder Leadbetter oder Foley oder was weiß ich wer noch, man kämpft immer gegen seine innere Natur an, und das wird nach einer eventuellen kleiner. Honeymoon Phase immer wieder im Frust enden.

Meiner Meinung nach ist Minimalschwung eine weitere Idee einer'künstlichen' Bewegung, die dazu noch anatomisch aus meiner Sicht ziemlich fragwürdige Vorstellungen hat, und auf Dauer einen nicht weiter bringt.

Beispiel?
Gestrecktes Bein im Set Up.
Hey, wir sind über die Beine mit dem Boden verbunden, die Beine sind der Hauptmotor Bewegungen. Warum zum Teufel soll ich mich dieses starken Muskels berauben, gesteckt heißt, keine Bewegung mehr.

Wenn der Liebe Gott oder die Evolution das als optimal sieht, hätten wir ein Holzbein und eine versteifte Hüfte. Haben wir aber nicht, die Hauptbewegung ist hier möglich.

Aber der liebe Gott und die Evolution meinen, in der Wirbelsäule sollen wir uns nur wenig drehen, deswegen sind hier Sperren in den Wirbeln eingebaut, die nur 1-3 Grad Bewegung von Wirbel zu Wirbel zulassen.
Einfach sich mal bei Wikipedia ein Slekett anschauen.

Was wir im Rücken alles kaputt machen, nur weil wir meinen, die Beine nicht bewegen dürfen, mir wird schlecht, wenn ich die meisten Golfer auf der Range sehe.

Und da schließt sich der Kreis, wir sind wieder bei den alten Legenden aus der Hickory Zeit.
Zuletzt geändert von Blade am 01.03.2016, 17:26, insgesamt 3-mal geändert.

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Beitragvon Moderator » 01.03.2016, 17:11

slick-golfer hat geschrieben:Passen denn die ca. 20 cm bei Dir im Minimalschwung, Mike?


Hallo Till, die 20 cm passen für einen weiten Schlag, also Holz oder Driver und/oder kräftigen Draw gut. Wichtig bleibt aber auch die Stellung des hinteren Fusses. Die meisten machen "Minimal" mit Goofy-Stellung, also Fußspitze weg vom Ziel, das blockiert jedoch die Hüfte.

Mike
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Blade
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Beitragvon Blade » 01.03.2016, 17:19

Hüfte blockieren?
Jeder kann für sich einen ganz simplen Test machen.
Einbeinstand, das andere Bein hängt frei und entspannt runter.
Quasi alle haben dann bei diesem Bein die Fussstellung mehr oder weniger offen.
20% offen, also Charly Chaplin Fussstellung ist ein guter Durchschnitt.
Das ist die Nullstellung der Hüfte.
Sich so hinzustellen, also leicht offen (Charly Chaplin) ermöglicht den besten Bewegunsgradius der Hüftdrehung und ist Basis für eine anatomisch korrekte Bewegung.

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Beitragvon ulim » 01.03.2016, 18:15

Ich finde jegliche Betrachtung sollte sich auf einen individuellen Golfer mit seinen körperlichen Voraussetzungen und seinen persönlichen Zielen beim Golf beziehen. In einem Forum heisst das:

1) Ich berichte von mir.
2) Ich höre zu wie andere von sich berichten.
3) Ich befördere meine eigenen Erfahrungen nicht zu allgemeingültigen Maximen.

Wenn ich in diesem Faden alle entgegen 3) getätigten Aussagen streiche, dann bleibt nicht viel :)

Ulrich

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Beitragvon slick-golfer » 01.03.2016, 18:47

3/4 des Blade-Beitrages haben aber nun nichts mit „Ball in Ruhe“ zu tun – also fühl dich mit deiner Begrüßung „oh Mann“ mal ebenso herzlich angesprochen :D

Dass hier Standbilder aus einer Bewegung genommen wurde ist für die Erkenntnis irrelevant, dass bei dem hier gezeigten intuitiven Schlägerwerfen der rechte Fuß zurückgestellt und der linke in Richtung Ziel zeigt. Wenn man nicht davon ausgeht, beim Golfschwung zu tanzen, ist der Abstand der Füße beim Setup und in Bewegung gleich.
Da es ja so intuitiv und frei von jeglichen Ballsorgen geschieht, wird sich der Werfer schon etwas dabei gedacht haben, dass noch vor Hüfdrehung der rechte Fuß hinter dem linken ist.
Vielleicht: Ein zurückgestelltes rechtes Bein erleichtert die Hüftdrehung (und die Hüfte dreht im Minimalschwung ja zurück, siehe Videos von Mike). Bitte Korrektur Mike, falls falsch wiedergegeben.
Mein Post hier war der Versuch, zum Nachdenken anzuregen – insbesondere auch bei den Verfechtern des Schlägerwerfens, die sich hier in dem Faden in jedem Detail gegen den Minimalschwung richten. Ein Detail davon, die Fußstellung, war mir beim Werfen aufgefallen – diese ist hier gerade nicht square. Die 100 anderen Beispiele von denen Martin berichtet kenne ich natürlich nicht. Ich habe halt nur das einzige von seiner Homepage genommen, was ich finden konnte.

Änderung der Schlagtechnik Tennisvorhand ist ebenso Fakt und nicht abstrus. Setup (in Ruhe) war die seitliche Stellung, ist es heute nicht mehr, auch wenn es beim Tennis Legenden gab, deren Aufnahmen ich immer noch gerne sehe (und auch ich noch zum Spaß manchmal mit einem alten Maxplay-Holzschäger spiele)
Till

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Beitragvon ulim » 01.03.2016, 21:19

Ich sehe für mich einen klaren biomechanischen Vorteil beim Minimalschwung (mal abgesehen von gesundheitlichen Fragen, die ich nicht beurteilen kann):

Ich stehe nämlich deutlich stabiler und kann leichter das Gleichgewicht halten. Ich vermute das liegt daran, dass ich eher dazu tendiere von vorne nach hinten zu schwanken, als von links nach rechts. Der Stand mit einem Fuß vor und einem verkantet dazu hinter dem Körperschwerpunkt trägt diesem Umstand Rechnung.

Das kann jeder für sich ausprobieren und schauen in welchem Stand er weniger schwankt. Mal eine Minute still stehen oder ist das jetzt zuviel "Ball in Ruhe"? :)

Ulrich

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schon spannend

Beitragvon aPerfectSwing » 01.03.2016, 21:48

Moin oder auch guten Abend,

komme gerade aus der Halle zurück.

Hier ein paar Anmerkungen:

1) Ich berichte von mir.
2) Ich höre zu wie andere von sich berichten.
3) Ich befördere meine eigenen Erfahrungen nicht zu allgemeingültigen Maximen.

Da nehme ich mal alle drei Punkte für mich in Anspruch. Zu Punkt 2 hätte ich es dann aber auch gerne, wenn Antworten erfolgen und nicht irgendetwas wie: "Das ist biomechanisch korrekt" oder "es ist doch logisch...", sondern auch eine konkrete Begründung, Herleitung oder zumindest die Idee dahinter erläutert wird.

Wie soll denn nun z.B. die Hüfte im Treffmoment sein? Bisher kann ich dazu hier nichts lesen.

Zum Schlägerwerfen von Steve folgendes:
1. Er hat den Schläger nicht flach über den Rasen, sondern höher geworfen. Also eher mit Baseball o.ä. vergleichbar. Was er macht ist allerdings ein enormer Lag und Hüfteinsatz wir verrückt. Die Hüfte ist unglaublich weit offen.

2. "Die Verfechter des Schlägerwerfens..." Na ja, mit geht es Methoden, wie ein Golfer voran kommt. Diese Übung hat einen bestimmten Sinn und auch Ihren klaren Einsatz. So ist die Schlagfläche beim Schlägerwerfen eigentlich immer offen, die Ausrichtung der Schlagfläche spielt, wie auch beim Baseball, in dem Moment keine Rolle.
Aber ich habe nichts gegen den Minimalschwung, nur hätte ich gerne mal die Basisdinge beantwortet, damit ich mir für mich überhaupt ein besseres Bild machen kann. Das ist nur bisher mehr als dünn.
Und aus hundertfacher persönlicher Erfahrung wählen Golfer keinen geschlossenen Stand (Der Satz erfüllt Punkt 1-3 von ulim;-))

@ulim, Kannst Du bitte mal konkret den biomechanischen Vorteil für Dich benennen? Das wären dann doch auch gesundheitliche Fragen, oder?

Bitte einfach mal konkret werden, das würde sehr helfen...

Danke
Martin

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Beitragvon Professor » 01.03.2016, 23:43

Moderator hat geschrieben:
Professor hat geschrieben:Wenn man es 25 grad offen hinstellt, kann man nur mehr 20 nach rechts, aber 65 nach links. Eine Einschränkung nach rechts und zuviel, zuweit nach links.


Also ist eine im Treffmoment zum Ziel orientierte Hüfte nach Deiner Meinung schlecht? Wie soll sie denn im Idealfall stehen, die Hüfte?

Mike


Ich schreib hinstellt, meint Setup, du schreibst im Treffermoment, ... ????

Was ist eine zum Ziel "orientierte" Hüfte ??? Offen? dann ja!
Aber im Setup habe ich wie geschrieben, mit einer offenen Hüfte Einschränkungen, oder nicht?
Mit Gruß, Euer
Professor

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Beitragvon ulim » 01.03.2016, 23:57

Professor,

"Zuwenig nach rechts" ist eine subjektive Bewertung Deinerseits, die für Dich gelten mag, aber keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben kann.

Verstehst Du den Unterschied zwischen Fakten und Bewertungen?

Martin,

Du reklamierst 2) für Dich, hast aber offensichtlich meinen letzten Beitrag (direkt vor Deinem) gar nicht gelesen - wie sonst könntest Du ein konkretes Beispiel einfordern? Genau das präsentiere ich doch dort :)

Ulrich

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und weiter

Beitragvon aPerfectSwing » 02.03.2016, 07:07

Moin,

@ulim: Das Beispiel mit dem Gleichgewicht habe ich natürlich gelesen und das wird so für Dich gelten.
Das sehe ich aber nicht als allgemein gültigen Punkt. Gleichgewicht/Balance ist elementar für jede kraftvolle Bewegung. Da sind wir uns einig. Dann kann ich das durch weniger Bewegungsumfang und Kräfte, wie in Deinem Fall, lösen.

Oder aber ich nutze meine Möglichkeiten und mache einige Übungen dazu, und habe bei vollem Bewegungsumfang auch ein Gleichgewicht.

Für Dich ist ein besseres Gleichgewicht ein biomechanischer Vorteil. Ich habe bei der Antwort ehre Themen wie Gelenke u.a. vorgestellt und habe Deine Antwort nicht entsprechend zugeordnet.

Frage zum wiederholten Mal ohne Antwort: Was soll die Hüfte im Minimalschwung machen und vor allem warum?

Martin

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Schlägerwerfen

Beitragvon aPerfectSwing » 02.03.2016, 07:32

Moin,

hier noch weitere Beispiele zum Schlägerwerfen:



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Beitragvon Moderator » 02.03.2016, 07:33

Professor hat geschrieben:Aber im Setup habe ich wie geschrieben, mit einer offenen Hüfte Einschränkungen, oder nicht?


Um diesen Punkt geht es ja beim Minimalschwung unter anderem. Muss die Hüfte im Aufschwung stark aufdrehen?

Wenn nicht: dann habe ich keine Einschränkung, sondern mehr Spielraum im Durchschwung.

Wenn schon: was bringt eine stärker gedrehte Hüfte im Aufschwung?

Mike
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Beitragvon Professor » 02.03.2016, 08:14

Moderator hat geschrieben:
Professor hat geschrieben:Aber im Setup habe ich wie geschrieben, mit einer offenen Hüfte Einschränkungen, oder nicht?


Um diesen Punkt geht es ja beim Minimalschwung unter anderem. Muss die Hüfte im Aufschwung stark aufdrehen?

Wenn nicht: dann habe ich keine Einschränkung, sondern mehr Spielraum im Durchschwung.

Wenn schon: was bringt eine stärker gedrehte Hüfte im Aufschwung?

Mike

Bringt keinen Vorteil.
Deine zwei Bilder.
Du hat ein stark gestrecktes rechtes Bein im Aufschwung weil du stark nach innen gehst, geht auch nicht anders durch Einschränkung des Standes. Ich nenne das mal eine stark gekippte Hüfte. Musst du auch, weil du den Schläger sonst nicht in die Höhe bringst. Hast also eine starke Veränderung deiner Hüfte. Diese Veränderung bring für mein Gefühl auch eine starke Belastung. Ich sehe also keinen Vorteil durch diesen Stand.
Nachteil durch mehr Spielraum im Durchschwung ist, dass die Hüfte durch den Schwung stark zurückkippen muss und keine Widerstand durch den linken Fuß erfährt, also nicht stehen bleiben kann, also die Kraft nicht abgeben, weitergeben kann.
Ich glaube dass die ruhige Hüfte im Aufschwung, Armschwung, Schultergürtel, die Hüfte weniger belastet, bei 90Grad Stand linker Fuß die Hüfte gezwungen wird stehen zu bleiben und die Kraftübertragung dadurch optimaler wird.
Mit Gruß, Euer
Professor

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Beitragvon Ole » 02.03.2016, 10:40

oliver_k hat geschrieben:Für mich sind die beiden "extrem" Schwünge der hohe Draw und der flache Fade.
Beim hohen Draw dürfen die Hände nicht zu weit vor dem Ball sein, weil man sonst den Loft rausnimmt, aber der Pfad muss von innen kommen.
Beim flachen Fade muss man sehr stark von außen kommen und die Hände weit vor dem Ball haben.
Mit der Ausrichtung und dem starken von innen kommen beim Minimalschwung ist ein flacher Fade, meiner Meinung nach, fast unmöglich.
Ein hoher Draw ist das Ziel beim Minimalschwung. Ist bestimmt kein schlechter Schlag, aber fast der einzige der funktioniert bei der Ausrichtung.
Somit fühle ich mich bei der Minimalschwungausrichting schon eingeschränkt. Ist aber nur meine persönliche Empfindung.

Gruß


Die Handposition im Treffpunkt anzupassen ist nicht unbedingt notwendig. Ein hoher Draw entsteht, wenn die Schlagflaeche mehr offen ist (=mehr Loft). Dementsprechend muss der Schwung auch mehr von innen kommen, damit das 1:2 Verhaeltnis den Drall erzeugt.
Ein flacher Fade ist entsprechend mit geschlossener Schlagflaeche zu spielen (weniger Loft) und von aussen nach innen zu schlagen.

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Ole
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Beitragvon Ole » 02.03.2016, 10:49

Moderator hat geschrieben:

Wenn schon: was bringt eine stärker gedrehte Hüfte im Aufschwung?

Mike


Eine ganze Menge bringt es, wenn man die Huefte mehr aufdreht. Schau mal wie alle alltime Stars die linke Verse (Rechtshaender) im Schwung vom Boden abhoben. Oder Bubba Watson, der keinen Trainer hatte.

Es gibt mehr Tiefe im Schwung ohne dass die Arme Stuck sein muessen. Man hat mehr Raum fuer die Arme im Abschwung, weniger Verwindung der Wirbelsaeule, mehr Anlauf fuer Beschleunigung des Pivot. Man kann auch das rechte Bein mehr strecken und laenger gestreckt lassen in der Transition und so ein Spin out vermeiden. Wie gesagt, viele vorteilhafte Dinge wenn man mehr dreht.

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Beitragvon Moderator » 02.03.2016, 11:02

Kann ich jetzt in keinem Punkt nachvollziehen, wo die Nachteile sein sollten. Die hier beschriebene Einschränkung steht im krassen Widerspruch zu den Spieleraussagen, die den Minimalschwung bei uns probieren. Unisono ist das Feedback, dass es leichter sei, weniger anstrenge und mehr Energietransfer auf den Ball brächte.

Was ich einräumen muss, ist das Missverständnis der angestrebten Bewegung. Nur Fuß zurück nehmen ist es nicht, wird als erstes aber so isoliert probiert.

Da es nun sicherlich nicht den einen, alle seligmachenden Schwung gibt, würde ich die Diskussion gerne auf eine andere Basis stellen:

welche Bewegung kann der Amateur?

und bezogen auf das klassische Schwungkonzept:
warum ist Slice das übergreifende Problem?
warum magelt es an Schlagweite?
woher die schlechte Konstanz?

Mike
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Beitragvon Ole » 02.03.2016, 11:11

Moderator hat geschrieben:Kann ich jetzt in keinem Punkt nachvollziehen, wo die Nachteile sein sollten.

Mike


Du meinst Nachteile wenn man weniger dreht? Ich habe Vorteile beschrieben, wenn man mehr dreht. Muessen muss man gar nichts. Es gibt auch gute Spieler die weniger drehen. Es muss halt alles im Zusammenhang gesehen werden.

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