Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

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ThinK
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Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon ThinK » 31.05.2017, 23:46

Bekanntlich hat ja jeder ein Schwunggewicht mit dem er sich am wohlsten fühlt. Bei mir is das gegen D2 und daher ziemlich beim Standard angesiedelt.

Nun möchte ich eine Driver mit Kopfgewicht 198 g aber nicht mit Länge 45.5 inch sondern mit 44 spielen. Mit jeder Kürzung des Schaftes geht aber unweigerlich eine Anpassung des Schwunggewichtes einher.

Man liest dann zumeist pro 0,5 inch Kürzung ungefähr 3 swingweight Punkte. Nun brauche ich 2g um eine swingweight Punkt wieder auszugleichen. Daher bei 0,5 inch Kürzung schon 6g und bei 1 inch folglich 12g usw.

Nun ändert sich dadurch auch der Schaftflex, da mehr Gewicht im kopf den Schaft weicher macht. Aber meine Frage lautet wie viel und wäre das bei obigem Beispiel von einem 198 g Kopf mit 44 inch Schaft deutlich merkbar? Also würde etwa aus einem S Flex ein R Flex oder gar weniger?

Also spüre ich den Unterschied oder wird er zu vernachlässigen sein?

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ulim
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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon ulim » 01.06.2017, 02:35

Also 12g im Kopf wirst Du extrem deutlich spüren, womöglich wirst Du sogar Schlägerkopfgeschwindigkeit verlieren. Ich würde Dir empfehlen die 12g nicht gleich fest zu installieren, sondern erstmal ausprobieren, ob das für Dich überhaupt Sinn ergibt. Beim Flex würde ich mir weniger Sorgen machen, das kann man ganz gut mit verschiedenen Schäften steuern.

Ulrich

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ThinK
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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon ThinK » 01.06.2017, 08:41

Naja, dass ich 12g spüre ist mir wohl bewusst. Es geht mir eher darum, ob sich der Flex dadurch zu sehr ändert. Geht bei der Kürzung eben um einen speziellen Schaft. Mir ist wohl bewusst, dass man das mit einem schweren Schaft leichter ausgleichen könnte.

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ulim
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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon ulim » 01.06.2017, 13:21

Natürlich ändert sich der Flex, das weisst Du ja selber. Und dass Du den Unterschied spüren wirst, das weisst Du auch. Deine Frage scheint eher darauf abzuzielen, ob diese Änderung in irgendeiner Weise relevant für Deine Performance ist. Das kann Dir aber niemand sagen, das musst Du selber ausprobieren.

Ulrich

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Kirk
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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon Kirk » 01.06.2017, 13:30

Ich habe das zwei mal bei einem Driver gemacht.
Einmal auf 43" und einmal auf 44" gekürzt.
Es waren vorher jeweils Stiff-Schäfte installiert.
Mein SW mit dem ich am besten zurecht komme liegt ebenfalls bei D2.
Ich habe anschließend den Kopf mit Watte gefüllt um das SW wieder zu erlangen.
Beide Male war es ein Schuss in den Ofen.
Das Schlaggefühl hat sich total negativ verändert. Es hat sich irgendwie tot angefühlt, kann noch nicht mal sagen ob härter oder weicher. Nur anders, schlechter für mich.
Auch an der Treffgenauigkeit hat sich für mich nichts geändert. Längenmässig auch nicht, aber das kann man beim Driver ohne elektronisches Messequipment sowieso nicht genau feststellen.
Das einzige was deutlich besser war, war der Sound. Nur ein dumpfes Plock.
Schätze mal, so ähnlich haben sich die Holzdriver früher angehört.
Bei dem 43" Driver ist mir übrigens nach relativ kurzer Zeit der Schaft über dem Hosel gebrochen.
Wahrscheinlich war der Kopf dann zu schwer.

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goyenecheroberto
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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon goyenecheroberto » 01.06.2017, 14:11

Auch ich hatte bereits mit verschiedenen Gewichten und Schaftlängen experimentiert, statt Watte in den Kopf zu stecken hatte ich einen Driver dessen Kopf mit einem besonderen Gas gefült war, wurde damals heftig beworben ( ich glaube ein deutscher Tüftler). Aber es war nicht so, dass der Driver dann in der Luft schweben konnte, wie ein Ballon. Die Bastelei hat aber eigentlich nichts gebracht, außer das man wieder etwas ausprobiert hatte und vorübergehend ein gutes Gefühl hatte. Das Gas ist mittlerweile entwichen, also alles auf Null sozusagen. Dennoch statt selbst zu basteln schaue ich heute lieber auf Qualität, das kostet nur einmal, wer glaubt an seinem Geraffel etwas verbessern zu können liegt oftmals falsch. Billige chinesische Kopien-auf Markenimage getrimmte Blender-taugen einfach nichts.

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ThinK
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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon ThinK » 01.06.2017, 15:27

Nicht falsch verstehen. Ich kürze nicht selbst. Ich informiere mich nur mal vorab hier, da ich gern etwas weiß, bevor ich alles glauben muss.

Insofern wird das alles professionell gemacht. Meine Frage gilt lediglich der Veränderung des Flexes. Und ja ulim ich weiß, dass sich der Flex ändert, daher war meine Frage auch sehr präzise formuliert: Wie viel und, ob und ab welcher Änderung es der Erfahrung nach (deutlich oder weniger deutlich) merkbar ist.

Ich finde eine solche Frage ist in einem Fittingforum wohl doch noch berechtigt, findest du nicht?

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ulim
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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon ulim » 01.06.2017, 15:59

Abgesehen davon, dass es keine physikalische Messgröße "Flex" gibt: Du fragst nicht präzise nach einem Messwert, sondern schwammig nach Erfahrungen ab wann die Kürzung irgendeines Schaftes für irgendwen mehr oder weniger deutlich fühlbar ist. Niemand kann aber prognostizieren wie sich etwas für Dich anfühlen wird und auch nur sehr bedingt wie Dein Ball dann fliegen wird. Wir alle haben aber gesagt, dass wir glauben (nicht wissen), dass sich diese Veränderung für Dich sehr deutlich bemerkbar machen wird. Mehr Kaffeesatz geht nicht :)

Natürlich ist das eine Fitting-Frage, aber Fitting besteht doch in erster Linie darin etwas auszuprobieren und zu schauen bzw. zu messen wie es funktioniert (Gefühl, Ballflug, Launch Monitor).

Ulrich

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ThinK
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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon ThinK » 01.06.2017, 18:14

Das ist mir wohl klar. In was du den Schaft auch immer messen willst: Ob cpm oder EI profil oder wwi macht dabei ja keinen Unterschied. Fühlt sich der Schaft dadurch weicher an (wird vom 5.5 zum 5.0 oder wird beim EI profil tipsofter, hat einen um 20 Punkte niedrigeren cpm Wert...) und wenn ja wie viel ist doch eine zu beantwortende Frage. Ich frage ja nicht, ob ich nachher den Ball besser treffe, ob ich einen höheren Launch damit habe oder ob sich der Spin verändert.

Natürlich macht es einen Unterschied, welchen Schwungtyp man das beurteilen lässt. Ein Spieler mit einem späten Release wird immer mehr merken als einer mit einem early Release, aber warum nicht eine differenzierte Antwort erwarten dürfen?

Aber Hintergrund meiner Frage ist etwa auch: Meist werden die selben Schäfte auch für Fairwaywoods verwendet. Dafür kürze ich sie aber ohnedies und verwende ein größeres Kopfgewicht. Daher müsste ich nach der Überlegung zb einen Fairwayschaft vom selben Schafttyp immer einen Flex härter kaufen als einen Driverschaft?

Mike, sagt doch auch mal was :)

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MW
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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon MW » 02.06.2017, 16:07

Hallo ThinK,

idealtypisch verändert jeder Schwunggewichtspunkt auch die Frequenz über die Gesamtlänge um 1 cpm. Wenn du also 6 Schwunggewichtspunkte ausgleichst, veränderst du auch die Schaftfrequenz meist um 6 cpm. Wenn also bei gekürztem Schläger das Schwunggewicht beibehalten werden soll, die Spieleigenschaften des Schaftes aber auch, dann geht meiner Erfahrung nach nur folgender Weg:

1. Frequenz messen ohne Griff
2. Schaft ziehen
3. Kopf nachgewichten
4. Frequenz mit neuer Spiellänge und schwererem Gewicht bestimmen (Schaft nur auf Spiellänge einspannen - noch nicht kürzen)
5. Schaft am unteren Ende tippen, bis die gewünschte Frequenz wieder erreicht ist - beachten, dass Flex eine Funktion aus Frequenz und Spiellänge ist
6. Schaft gegebenenfalls auf finale Spiellänge kürzen
7. Griffmontage - Fertig

Viele Grüße
Michael

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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon ThinK » 06.06.2017, 11:18

Danke MW!

Aber ich hab jz mehrfach gelesen, dass ein tippen über 1" hinaus auch die Spieleigenschaft eines Schaftes komplett vernichten kann. Hast du dazu Erfahrungen und wie viel kann ich Tipptrimmen ohne nicht damit wiederum etwas negativ zu beeinflussen?

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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon MW » 06.06.2017, 19:53

Das ist sehr unterschiedlich. Manche Schäfte vertragen Tipping sehr gut, andere nicht so sehr. Das kann man vorher nie wirklich sagen. Um welches Produkt geht es denn?

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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon ThinK » 06.06.2017, 19:59

Es geht um den Mitsubishi Rayon Kuro Kage Black:
https://www.golfworks.com/mitsubishi-ra ... /p/MR0044/

Insofern ist nicht die Welt verhaut, wenn etwas nicht passen sollte. Aber ich bin immer für Vorsicht vor Nachsicht!

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MW
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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon MW » 07.06.2017, 12:59

Hallo Think,

bei dem Schaft könnte es komisch werden. Er hat nur 3 Inch parallele Tipsection zur Verfügung. 1.25 davon stecken im Hosel drin. Damit bleibt nicht viel Spiel, um noch über Tipping arbeiten zu können. Und er hat einen sehr festen Tipbereich in Kombination mit einer weichen Mitte. Es könnte im schlimmsten Fall sogar passieren, dass er über Tip Trimming weicher wird aufgrund seines Profils. Das ist ein echter Trial and Error Kandidat.

Gruß
Michael

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Re: Zusammenhang Schwunggewicht und Schaftflex

Beitragvon ThinK » 07.06.2017, 13:56

Ok, danke vielmals. Gut zu wissen! Dann lieber mal auf Nummer sicher und lieber etwas nachbessern.

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