Welches Holz für wen?

Fragen zu bestimmten Golfschlägern und deren Schwungarten
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Welches Holz für wen?

Beitragvon Moderator » 05.05.2014, 14:08

In den Shops der Golfclubs und damit in den Köpfen der Golfer sind immer noch die Hölzer 1, 3 und 5 verankert. Für die wenigsten ist diese Auswahl sinnvoll, dagegen sind die Hölzer 7, 9 und 11 noch viel zu wenig bekannt.

Holz 3:
die meisten Schwünge sind damit überfordert. Wer ein Eisen 3 problemlos meistert und immer einen gut hohen Ballflug ohne Löffeln generieren kann, für den ist ein Holz 3 die ideale Ergänzung im Golfbag. Alle anderen sollten ein Holz 3 meiden.

Wer mehr Schlagweite möchte, dem muss klar sein: ein Holz 3 ist nicht automatisch weiter als ein Holz 5 oder Holz 7.

Holz 5:
bei durchschnittlichem Schwung vom Boden noch gut spielbar, klarerweise auch vom Tee. Es ist ein Schläger für Distanzschläge, mit Schwerpunkt Schlagweite. Klassischer Einsatz:
- Abschlag lange Par 3
- sicherer Abschlag Par 4 und 5
- langer zweiter Schlag vom Fairway
- Annäherung aus grosser Distanz

Empfehlungen Holz 5: Bagger Vance Fairway-Hybrid ist ein sehr leicht spielbares Holz mit gut hohem Ballflug. Das Grooveless Signature von Bagger Vance ist im Ballflug flacher und noch fehlerverzeihend, das Prowinn Burnsole3 ist der Metermacher für den besseren Schwung.

Holz 7:
mit 21° Loft ist es das Holz, mit dem die Mehrzahl der Freizeitgolfer die grösste Schlagweite erzielen. Dabei ist es noch relativ einfach zu spielen und auch in schlechteren Lagen verwendbar.

Holz 9:
"Zauberschläger" nennen ihn viele und wer es im Golfbag hat, kann dies bestätigen. Selbst Golfer, die mit Hölzern auf Kriegsfuß stehen (Grund siehe weiter unten "Schaftlänge"), spielen damit eine ganz neue Klasse Golf. Weit, hoch, unkompliziert. Wer bis zum Eisen 6 sicher ist und mit dem Eisen 5 bereits Probleme bekommt, für den ist das Holz 9 der ideale Anschlußschläger.

Das beliebteste Holz 9 ist das Bagger Vance Fairway-Hybrid

Holz 11:
nicht jeder kann die mittleren Eisen sicher spielen und vielfach fängt mit Eisen 7 und länger die Unsicherheit an. Ist dies der Fall, ist ein Holz 11 der unkomplizierte Ausweg. Aber auch bessere Spieler können damit aus grosser Distanz oft präziser annähern als mit einem langen Eisen. Der Ball startet sicher und hoch, die Landung ist punktgenau, fast ohne Roll. Ein Werkzeug, welches den Golfschwung stressfreier macht.

Hölzer 11 gibt es nicht viele, aber von Bagger Vance Signature

Sonderfälle:

Holz 2:
wer mit dem Driver partout nicht klar kommt, mit anderen Golfschlägern jedoch gute Schlagweiten hat oder einfach einen Driverersatz sucht, der auch vom Fairway spielbar ist, der greift zum Holz 2. Weit, flach, bohrend macht er es der Driverkonkurrenz sehr schwer.

Ein Holz 2 für alle Einsatzbereiche ist das Signature von Bagger Vance.

Holz 1 (Driver):
zum Driver wird oft zu früh gegriffen - aber manchmal auch zu spät. Vor allem die männlichen Spieler mit hartem Schwung und Sliceproblem, sollten sich in Geduld üben. Runde Schwinger (meist Damen), denen es einfach an Schlagweiten fehlt, haben dagegen mit einem hochloftigen Driver ad hoc ein Plus an Schlagweite. Hochloftig heisst ab 14° und mehr, z.B. der MOON16 von Bagger Vance mit 16° Loft. Einfach durchschwingen und fertig.

Eine neue Referenz bei den sportlichen Drivern ist der Bagger Vance Star. Mehr Weite mit fast automatischen Draw wird man nicht so leicht finden.

zusätzliche Problematik: die Schaftlänge
Hölzer werden in der Regel nicht gefittet (wir machen dies schon) und als zusätzliches Manko werden Hölzer mit einer nicht begründbaren Überlänge angeboten. Benötigt nun ein Spieler Unterlänge (was oft der Fall ist), hat er bei den Hölzern die Problematik verdoppelt: die Unterlänge wird nicht berücksichtigt und das Holz hat faktisch Überlänge ab Werk.

Mike
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Beitragvon ulim » 05.05.2014, 14:47

Ein Aspekt fehlt in dieser Betrachtung, nämlich die Höhe der Schlagfläche. Ich spiele zum Beispiel ein Holz 5 mit flachem Profil und ein Holz 3 mit höherer Schlagfläche. Wenn der Ball im Semi oder Rough landet, dann kommt es immer mal wieder vor, dass er obenauf liegt, d. h. dass unter dem Ball noch viel Gras ist. Mit dem Holz 5 schlage ich dann glatt unter dem Ball durch, so dass ich in solchen Lagen das Holz 3 zur Hand nehme.

Einen Längenunterschied zwischen beiden Schlägern habe ich nur am Abschlag, da profitiert das H3 vom höheren Tee. Man kann es dann wie einen kleinen Driver spielen.

Ulrich

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Markus-F
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Beitragvon Markus-F » 05.05.2014, 15:02

Welchen Schläger würdest Du mir denn als Ergänzung (zwischen) ProWinn 420/12° und BV Rescue/Hybrid 27° empfehlen? Holz 7? Fairway-Hybrid, Signature oder Fairwayholz? So ganz verstehe ich die Unterschiede nicht... Ich bräuchte eigentlich einen Schläger fürs Fairway, mit dem ich "leicht" 150,160m schlagen kann, für lange PAR 5. Gruß, Markus

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Beitragvon Moderator » 05.05.2014, 15:09

Welchen Schläger würdest Du mir denn als Ergänzung (zwischen) ProWinn 420/12° und BV Rescue/Hybrid 27° empfehlen?


Wie sind denn Schlagweiten damit? Ad hoc würde ich ein Holz 7 empfehlen.

Ballflug eher flach, dann den Bagger Vance Fairway-Hybrid.
Ballflug problemlos/normal, dann die Signature Serie.

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Beitragvon Markus-F » 05.05.2014, 15:28

Mit dem Driver schaffe ich so 180 bis 200 m (mit Minimalschwung) und mit dem Rescue 135 bis 145 m. Die Bälle fliegen schon hoch (auch das geht interessanterweise mit dem Minimalschwung viel einfacher) auch vom Fairway sind flache Schläge eher selten...

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Beitragvon Moderator » 05.05.2014, 15:40

... dann passt das Holz 7, am besten das Bagger Vance Fairway-Hybrid.

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Re: Welches Holz für wen?

Beitragvon Andreas Mayr » 30.04.2018, 17:34

Sehr geehrter Herr Klais,

da ich keinen neuen Faden aufmachen will wegen einer persönlichen Frage zum Fairway-Hybriden, stelle ich diese hier.

Ich persönlich bevorzuge gutmütige, flache und breite Hölzer dieser Bauart. Wäre aber nicht eine grooveless Version auch zum Fairway-Hybriden interessant? Ich meine, mehr Carry, weniger Roll ist doch immer interessant.

Besteht eine solche Möglichkeit vielleicht im Rahmen einer Sonderanfertigung? In welchem Arbeitsschritt kommen denn eigentlich die Grooves in die Schlagfläche? Oder haben Sie das alles schon ausprobiert und für nicht spieltauglich befunden?

Wieder mit bestem Dank im Voraus und freundlichen Grüßen,

am

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Re: Welches Holz für wen?

Beitragvon Moderator » 02.05.2018, 19:23

Ja, die Bagger Vance Fairway-Hybrids hätte ich auch gerne oder nur als Grooveless. Dieses Modell wird gegossen (Edelstahl) und die Rillen sind fix in der Form. Man kann diese zwar mit Wachs verfüllen (das ergäbe eine glatte Schlagfläche), doch das geht nur für eine kleine Stückzahl.

Es müssten also alle Formen geändert werden (jeder Loft, jede Spielseite), was ziemlich kostet. Daneben haben wir so viele andere Projekte, die auf eine Umsetzung warten, dass ich mir mehrere Leben wünschte.

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Re: Welches Holz für wen?

Beitragvon akay » 04.05.2018, 14:37

Moderator hat geschrieben:Ja, die Bagger Vance Fairway-Hybrids hätte ich auch gerne oder nur als Grooveless. Dieses Modell wird gegossen (Edelstahl) und die Rillen sind fix in der Form. Man kann diese zwar mit Wachs verfüllen (das ergäbe eine glatte Schlagfläche), doch das geht nur für eine kleine Stückzahl.

Es müssten also alle Formen geändert werden (jeder Loft, jede Spielseite), was ziemlich kostet. Daneben haben wir so viele andere Projekte, die auf eine Umsetzung warten, dass ich mir mehrere Leben wünschte.

Mike


Ergibt sich bei Hölzern überhaupt ein Unterschied ob mit oder ohne Grooves? Da sind ja eh nur 4-5 Rillen drin, die dienen doch mehr der Optik bzw. als Hilfe zum Ausrichten als irgendwas anderem. Driver gibts inzwischen ja von diversen Herstellern ohne grooves (z.B. Cobra).

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Re: Welches Holz für wen?

Beitragvon Moderator » 04.05.2018, 15:11

Die Bagger Vance Signature Serie bieten wir mit und ohne Rillen an. Wir haben es mehrfach ausgetestet, die Grooveless haben mehr carry und weniger Roll ... Gesamtweite ist relativ ident zu der Version mit Rillen.

Mit Rillen:
https://www.marken-golf.de/golfshop/pi/ ... ture1.html

Grooveless:
https://www.marken-golf.de/golfshop/pi/ ... ture3.html

Also ja: es ist ein Unterschied.

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