Mehr SKG (Schlägerkopfgeschwindigkeit)

Handicap verbessern, Spieltaktik, Konzepte
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Mehr SKG (Schlägerkopfgeschwindigkeit)

Beitragvon Moderator » 27.01.2010, 16:45

Wenn man bei jedem Schlag alle relevanten Daten zum Schwung bekommt (Simulator), dann ist dies eine feine Sache und man kann alles mögliche probieren und sieht sofort die Auswirkung.

(Mein) Ziel beim Driver ist eine Maximierung der SKG, solange man die Schlagfläche square bekommt und die Schwungbahn in-out oder neutral ist.

Das aktuelle Ende meiner Fahnenstange liegt bei 110 mph, was nicht schlecht ist, aber es lässt mir keine Ruhe, wie und wo man noch etwas optimieren könnte. Oder fängt jetzt die Phase der Muckibude an?
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Beitragvon slick-golfer » 27.01.2010, 17:18

Hallo Mike,

sehr spannendes Thema. Kannst Du zumindest in Ansätzen beschreiben, was Du alles mögliche probiert hast und was dabei besonders zielführend war. Interessant ist auch, welcher Grenznutzen eine Maßnahme hatte. Also z.B. durch späteres Winkeln konnte die Geschwindigkeit um x mph gesteigert werden.

Hätte auch nichts gegen eine Steigerung um 5 mph einzuwenden, wobei ich dann immer noch unter Deinen 110 liegen würde – Kompliment! Jetzt kann ich auch das Bild des geplatzten Driverkopfes - das Du mir mal gezeigt hast - gut einsortieren. :lol: Wahrscheinlich ruht jetzt der Klais’sche Betrieb wegen des Simulators, dafür steigen aber die Chieminger Driverlängen.

Aktuell versuche ich in Muckibude Seilzugübungen mit Golfbewegung. Abschwungbewegung nur mit rechts, dann nur mit links, auch mit spätem Winkeln der Handgelenke. Merke so langsam Kraftsteigerung bzw. schnelleren Durchzug. Ob sich das auf mph schon ausgewirkt hat, habe ich allerdings noch nicht gemessen.
Viele Grüße
Till

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SKG maximieren

Beitragvon aPerfectSwing » 27.01.2010, 19:47

Hi Mike,

ich finde 110 mph schon sehr gut. Schliesse mich Till an. Was genau veruchst Du denn? Wie sieht deine Technik aus?
Bei mir liegt die SKG bei max 105 mph. Wird es schneller, leidet die Kontrolle und es wäre nur noch für das Radar.
Schwerpunkt bei mir liegt im Techniktraining und denk, dass hier noch viel Potential liegt.
Nächster Schritt wird ein Training mit einem Schläger mit wenig Kopfgewicht, um ein Gefühl für eine schnellere Bewegung zu bekommen. Dann liegt es zumindest nicht an der zu beschleunigenden Masse.
Gruss
Martin

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Beitragvon Moderator » 28.01.2010, 09:51

Was man am deutlichsten merkt, ist die Lockerheit der Handgelenke. Je freier sich diese bewegen können, desto besser passen Schwungebene, Speed und Flugkurve. Alles findet sich von selbst und der Schläger macht die Arbeit. Die Umsetzung dazu hat mir Wolfgang nähergebracht (Easygolf). Bitte jetzt "lockere Handgelenke" nicht gleich mit "schlenkern" gleichsetzen bzw. verwechseln. Die Maximierung der Winkel erreicht man durch eine gegenläufige Bewegung: während die Arme noch im Aufschwung sind, fängt die Hüfte schon zu schieben an (siehe weiter unten). Der Trägheitsmoment des Golfschlägers wird dadurch ideal genutzt anstatt energiezehrend überwunden werden zu müssen.

Mit dieser Art fällt es auch leichter, die Idee des RS zu verstehen, was für mich der nächste Aha-Moment war.

Mein Fehlschlag ist, wenn er denn da ist, ein Slice. Ich dachte dann immer, ich sei out-to-in gewesen ... mit Kamerakontrolle und Simulator kann ich dies nun definitiv ausschliessen. Wenn die Rechtskurve da ist, hatte ich das Schlagblatt offen. Mein Schwung selbst ist immer in-to-out oder neutral.

Verglichen mit Max (mein Sohn), überrolle ich jedoch im Impact nicht oder erst viel später. Das Überrollen kann ein Fehler sein oder auch nicht, muss jeder für sich entscheiden. Max (gelenkiger und jünger) drückt die rechte Schulter flüssig unten durch und überrollt dabei ungewollt. Sein Fehlschlag ist demnach, wenn er einen macht, ein Hook.

Die Gelenkigkeit ist hier sicher ein wichtiger Fakt. Ich bin im Brustwirbelbereich altersbedingt steifer und habe zusätzlich seit 2 Jahren einen Leistenbruch, der mal operiert gehört.

Mein "Trick" damit ich max. beschleunigen kann, ist deshalb ein Spiel aus den Füssen bzw. mit den Beinen, was ich bei Sam Snead abgeschaut habe. Die ersten Pros wollten immer wenig Beinarbeit, rechtes Bein auf keinen Fall strecken, linkes Knie nicht zu massiv in den Schwung einbinden. Ist resümierend betrachtet für mich (meine Körpermöglichkeit) Quatsch.

<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/WDn_2_kvmBE&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/WDn_2_kvmBE&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object>

Mit den Beinen wie zum Sprung aufladen und kräftig nach oben abstossen. Wenn es mir das T-Shirt beim Durchschwung nicht aus der Hose zieht, war es falsch. Die Hüfte schiebt dabei und dreht sich nur zwangsläufig. Ergab sich aus den Gesprächen mit Patrick Andersson:

<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qgObg1VRnhU&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/qgObg1VRnhU&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object>
(der mit der Kappe)

<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/50EFx_L6L7U&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/50EFx_L6L7U&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object>

Dass das Körpergewicht dabei deutlich hinter dem Ball bleiben muss, versteht sich von selbst. Auch darf der Kopf nicht umherwandern (mussekoppunnelasse) ... ausser er geht beim Drive sogar etwas nach hinten (entgegen der Schlagrichtung), wenn man wenig Loft spielt. Nochmal: Hüfte schieben, nicht drehen. Bei Rotation erhöht sich bei mir die Pullgefahr, was mir logisch scheint.

Restproblem war aber, die Schlagfläche auf den Punkt square zu bekommen. Die Lösung habe ich bei Martin gefunden: Schlagfläche square halten ... auch wenn es hier ums Putten geht.

Ist meine Lösung für weite Schläge. Nachahmung auf eigene Gefahr. Insgesamt komme ich dadurch zur Erkenntnis, dass die vorherrschende Meinung, wie ein Schwung auszusehen hat, zumindest mir die Freude am Golfspiel mindern würde. Diese Art war mein ursprünglicher Schwung, den ich mit der Zeit auf anraten konservativer Pros abtrainieren wollte. Das eine müsse so oder so sein, das andere so oder so etc. Jeder Mensch hat jedoch sein eigenes Bewegungsmuster, das erkannt und optimiert werden muss. Mit Schubladenlösungen kommt man da nicht weit.
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Schwung mit Beinarbeit

Beitragvon aPerfectSwing » 28.01.2010, 12:11

Hi Mike,

bei meinem Schwung habe ich folgende Schwerpunkte:

- Schwungzentrum bleibt konstant, Kopf wandert nicht umher. Halte ich für einen sehr wichtigen Faktor.
- Sehr viel Energie für den Schwung kommt aus den Beinen, die auch aktiv eingesetzt werden. Ich starte mit fast gestrecktem linken Bein. Im Aufschwung Gewichtsverlagernug fast komplett auf das rechte Bein, welches dann gestreckt ist. Das linke Bein winkelt an und das Gewicht ist komplett hinter dem Ball. Anschliessend Gewichtsverlagerung zurück (seitlicher Shift, schieben, nicht drehen).
In "Newton on the Tee" wird eine Rechnung aufgemacht, dass für einen entsprechende Golfschwung das Adäquat von 2 PS mobilisiert wird und das nur mit den großen Muskeln der Oberschenkel gelingt.

Und ich kann auch nur die lockeren Handgelenke befürworten. Fühlt sich für mich auch sehr natürlich an.

Durch den seitlichen Shift und nicht etwa die Idee, dass die Wirbelsäule die Drehachse des Schwungs sein soll (dafür ist Sie m.E. auch nicht "konstruiert") habe ich auch keine Rückenprobleme beim Schwung. Darauf muss ich persönlich achten, da ich dort ein wenig vorgeschädigt bin.

Wie im obigen Posting geschrieben, halte ich die Technik für den entscheidenden Faktor. Bin aber auch der Typus, der einfach Spass beim Spiel haben möchte und mein letztes Krafttraining ist schon Jahre her.

Gruss

Martin

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Beitragvon Moderator » 29.01.2010, 20:56

Habe heute mal die Schwünge von Max und mir übereinander gelegt (in der Analysesoftware). Er hat die Hände unmerklich steiler im Aufschwung und den Schaft flacher. Nach Korrektur bei mir ... wumms ... konstant 3-4 mph mehr SKG. Es ist tatsächlich nur eine kleine Korrektur, umso erstaunlicher finde ich das Ergebnis. Ist tatsächlich Detailarbeit und das Finden "seiner Bewegung".
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SKG Messung

Beitragvon aPerfectSwing » 30.01.2010, 12:54

Moin, Moin,

Bei Mike ja mit dem Simulator, ich selbst benutze ein Zelocity SwingSpeed Radar. Kosten ca. 120€. Inzwischen gibt es einen Nachfolger, der Zelocity PureContact. Steht bei eBay USA mit 229$.
Finde ich sehr praktisch, da es mit einer 9V Batterie läuft und bequem mit im Golfbag unterzubringen ist.
Alternativen?

Gruss

Martin

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Beitragvon slick-golfer » 30.01.2010, 16:26

@Martin: Selber habe ich den Swing Speed Radar von Sports Sensor (blaue Ausführung, auch so um die 120 EUR). Die Ergebnisse habe ich mal mit dem Bel Tronic Modell (glaube ich etwas teurer) eines Bekannten getestet mit gleichen Ergebnissen.

@Mike: Merke, dass wir in vielen Punkten Übereinstimmungen haben. Zwar hast Du es nur in einem Satz ausgedrückt; darin steckt aber sehr viel drin: das Finden "seiner Bewegung". Dies bedeutet tatsächlich den zum Körper, zur Beweglichkeit, zum Bewegungsrhythmus- /gefühl passenden harmonischen Schwung, der - gerade, weil er zu einem passt und daher individuell ist - wiederholbar ist. Dies bedeutet eben nicht das Reinpressen in bestimmt gut gemeinte aber eben nicht immer passende Schwung"korsetts" von manchen (aber zum Glück nicht allen) Pros. Wenn etwas passt, dann fühlt man sich wohl.

Wohl fühle ich mich beim Golf, seitdem ich die Handgelenke locker lasse (auch hier: nicht im Sinne von schlenkern); dies entsprach nicht dem vom Pro verschriebenen Schwung"korsett" zu Beginn. Erst als ich mich fragte, warum ich eigentlich beim Tischtennis und Tennis ein anderes Verständnis des Handgelenks habe (späteres Zuschnappen, Ausholen erst in der Abwärtsbewegung) und dies auf Golf übertragen habe, habe ich meinen Schwungrhythmus gefunden und die SKG deutlich gesteigert. Auch bei mir ein (autodidaktisches) Aha-Erlebnis, dass ich theoretisch durch das Buch von T. Zacharias untermauert und verfeinert habe.
Auch hier Parallelen zu Martin. Lockere Handgelenke empfinde ich auch als ganz natürlich.

Weitere Parallele ist das Abstoßen durch das linke Bein. Dadurch bekomme ich noch mehr Power und es fällt zudem sehr leicht, dass der Kopf hinter dem Ball bleibt, eher sogar beim Strecken noch etwas mehr nach hinten geht.

Nur: mein T-Shirt bleibt in der Hose! Also entweder ist es zu lang, oder der Grund, warum ich SKG über 100 nur gelegentlich schaffe; jetzt hast Du ja sogar noch mal 3-4mph mehr.

Kannst Du mir noch einen Hinweis geben, was Du genau mit steileren Handgelenken beim Aufschwung meinst?

Vielen Dank - das Forum macht echt Spaß!

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Carry und Ballspeed bei PureContact

Beitragvon Ulf » 31.01.2010, 11:47

Hi,

der PureContact nimmt "nur" Carry und Ballspeed auf.

Bei SportSensors ist eine interessante Grafik SKG vs. Carry.
Bild

Kenn einer von Euch ein günstiges Gerät, welches SKG und Carry kann?

LG Euer Ulf

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SKG und Carry

Beitragvon aPerfectSwing » 31.01.2010, 14:49

Hi Ulf,

kenne kein günstiges Gerät dafür.
Der Sports Sensors Swing Speed Radar with Tempo Timer zeigt SKG an. Kosten ca 120 Euro.
Dann als zweites Gerät den Zelocity Pure Contact und Du hättest die Werte. Ob die sich aber vertragen?

Gruss Martin

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Beitragvon Moderator » 31.01.2010, 15:44

Nach meiner Erfahrung genügt der Swing Speed Radar vollkommen bzw. ist sogar das beste Gerät. Mit dem SSR kann man übrigens auch die Ballgeschwindigkeit messen, es gibt dafür eine extra Abdeckung, die man aber auch selber machen kann. Faktisch muss das Gerät mit dem Display nach oben am Boden liegen, der Ball fliegt darüber und wird gemessen. Zum Schutz die Abdeckung oder ein einfaches Holzbrett (wie eine Rampe hinlegen).

Mit SKG und Balltempo hat man schon alle Daten, die man braucht, inkl. Smashfaktor. Der rest ist Rechenaufgabe, was die teureren Geräte automatisiert machen. Es geht aber auch mit einer Exceltabelle.

Interessant ist dieses Stament, welches ich im WWW gefunden habe (sinngemäß übersetzt und gekürzt):

    150 mph Ballspeed bei 15° of Launch Angle und 2.000 UPM Backspin = 240 yards

    150 mph Ballspeed bei 15° of Launch Angle und 3.000 UPM Backspin = 241 yards

    151 mph Ballspeed bei 15° of Launch Angle und 2.000 UPM Backspin = 241 yards


Man muss also die Ballgeschwindigkeit mur um 0,67% erhöhen um das gleiche Ergebnis wie mit einer 50%igen Spinerhöhung zu erreichen. Wenn dies stimmt, ist der Parameter "Tempomessung" also erheblich interessanter als die Spinmessung (bezogen auf eine Simulationsauswertung)

Ebenfalls interessant ist dieser Vergleich zweier High-End-Radargeräte:

Bild

Die Abweichungen sind hier tatsächlich extremst.

@Till: ich probier mal, die übereinandergestellten Videos zu schneiden, dann wird klar, was ich meine.
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Beitragvon Moderator » 31.01.2010, 16:25

Ergänzung:

für eine weiterführende Bewertung/Berechnung benötigt man noch den Abflugwinkel des Balles, diesen kann man bei Schlägen ins Netz mathematisch berechnen, man muss nur die Stelle des Einschlags und des Abschlags kennen.

Installiert man nun noch die V1 Software (kostenlos) und hat einen miniDV Camcorder, kann man sogar die Flugrichtung des Balls zur Auswertung erhalten und/oder den Schwungpfad berücksichtigen. Den Treffpunkt im Netz kann man so auch besser sehen.

Bei der V1 Home (ca. 30 EUR) wäre zusätzlich noch ein akustischer Auslöser dabei, man könnte also allein trainieren und jeden Schwung voreingestellt aufzeichnen lassen (der Camcorder streamt die Szenerie und beim Schlaggeräusch werden die letzten beiden Sekunden und die folgende als Video ausgegeben. Die Zeitspanne "vor und danach" ist einstellbar)

So ausgerüstet hat man für ein paar Euro mehr sinnvolles Equipment als auf einer herkömmlichen Drivingrange.
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Beitragvon aPerfectSwing » 31.01.2010, 16:26

Hi Mike,

sind die Daten für Ballspeed/LA/Spin der reine Carry?
Wie groß ist der Einfluss der Spinrate auf den Roll?

Die Kombination von 2 Swing Speed Radar Geräten ist wirklich eine und sehr einfache Idee.

Welche High-End Radargeräte sind hier verglichen?

Martin

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Beitragvon Moderator » 31.01.2010, 17:58

aPerfectSwing hat geschrieben:... sind die Daten für Ballspeed/LA/Spin der reine Carry?
Wie groß ist der Einfluss der Spinrate auf den Roll?


Sollte Carry sein.

Spin und Roll:
da der Ball im Durchschnitt 10-15% des Backspins in der Flugphase verliert, ist bei der Landung der Unterschied zwischen 2.000 und 3.000 UPM noch ziemlich gross. Es sollte also ein deutlicher Unterschied im Roll sichtbar sein.

Weniger Spin = mehr Roll. Kommt aber auch darauf an, in welchem Winkel der Ball landet und wie der Boden ist. Mit weniger Spin wird der Ball auch flacher landen (sofern korrekt geschlagen), was den Bounce reduziert und den Roll vergrössert.

aPerfectSwing hat geschrieben:Welche High-End Radargeräte sind hier verglichen?


Ich nehme an, Flightscope und Trackman ... es stand aber nur dort "zwei gängige High-End-Radartracker"
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Beitragvon Moderator » 01.02.2010, 13:58

Martin hat mir seinen Schwung näher gebracht und ich bin tatsächlich erstaunt. Die Kontrolle ist besser und die SKG fast auf alten Niveau, aber mit wesentlich weniger Körpereinsatz.

Bild
Die Präzision gefällt mir, die Schlagweite passt (die am Rand sichtbare Fahne steht bei 140 m), gespielt mit Eisen 7.

Martin ordnet gerade seine Website und wird dann ein paar Grundlagen publizieren. Ich freue mich schon darauf.
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Weite und Spin

Beitragvon aPerfectSwing » 01.02.2010, 18:26

Hallo,

im Buch "How Golf Clubs Really Works And How To Optimize Their Designs" ist für die Entfernung vom Roll und Bounce folgende Formel benutzt worden:

ZBR=(0,868*V + 0,00173*V^2)*cos(k+24,4+0,00112*N))

ZBR: Bounce und Roll in yd
V: Auftreffgeschwindigkeit in mph
k: Auftreffwinkel in deg
N: Backspin (immer positiv) in rpm

V=47 , K=30, N=3000 ergibt ZBR=23,8 Yard
V=49,5, K=27, N=2000 ergibt ZBR=28,0 Yard


Bei der Änderung einzelner Werte:
V=49,5, K=27, N=3000 ergibt ZBR=27,2 Yard
V=49,5, K=28, N=2000 ergibt ZBR=27,3 Yard
V=48,5, K=27, N=2000 ergibt ZBR=27,4 Yard

Wenn ich das selbst so richtig verstehe, dann ergibt der niedrigere Spin durch die Effekte einen um 4,2 Yard längeren Roll.

Sind die Annahmen so korrekt?

Martin

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Beitragvon Moderator » 01.02.2010, 19:26

... abgesehen vom Parameter "Boden" (der nicht berücksichtigt wird oder werden kann) kann ich mir die Werte gut vorstellen.
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Beitragvon Moderator » 02.02.2010, 14:42

Wer ein bisschen "spielen" möchte, dem sei diese Software (kostenlos) empfohlen:
Trajectory-Software
oder diese Excel-Tabelle

Mike
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Beitragvon Lob 64 » 02.02.2010, 21:29

Alles sehr spannend !
Meine Frage: Stimmen die Meßergebnisse
mit dem tatsächlichen Ballflug auf der DR. überein ? ?
(insbesondere die RICHTUNG...)

Gruß Lob :D
Achtung! Heute beginnt der Rest des Lebens.
Habt Spaß

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Beitragvon Moderator » 03.02.2010, 09:31

Meine Frage: Stimmen die Meßergebnisse
mit dem tatsächlichen Ballflug auf der DR. überein ? ?
(insbesondere die RICHTUNG...)


Die Distanzen lassen sich individuell justieren. "Gefühlt" stimmen diese sehr gut mit der Realität überein.

Die Richtung ist technisch bedingt sehrh exakt in der Auswertung. Ebenso werden Slice /Hook ziemlich herzlos dem Spieler aufgezeigt.
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René Descartes (1596 - 1650),
Philosoph und Mathematiker

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Unterwössen im Chiemgau

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