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Von Dichtung und Wahrheit

Testberichte und Produktvorstellungen sind für viele Golfer der Leitfaden bei einem Neukauf, aber auch hier gibt es Stolpersetine in Sachen Golfschläger:

1. wie neutral ist der Testbericht bzw. wie viel Mitspracherecht hatten die Hersteller, die ja auch Anzeigenkunden sind?

2. wie waren die Testbedingungen? Selbst wenn ein Roboter den Testschwung lieferte, hat dies rein gar nichts mit Ihrem eigenen Golfschwung zu tun. Insofern wird auch mit jedem Schwung das Ergebnis anders ausfallen.

3. viele Neuvorstellungen lesen sich wie Prospekttexte, kein Wunder, denn die Hersteller liefern in der Regel die fertigen Texte und selten die passenden Golfschläger dazu.

Statistik: die Weiten und Platzrekorde haben sich mit den Jahren nicht oder nur minimal verändert. Aber gerade die Schlagweite wird als Indiz für einen enorme technische Verbesserung der Driver ins Feld geführt, allerdings hinkt dies:

1. Die Schäfte der Driver waren vor 20 Jahren 3 bis 4 inch kürzer (jedes inch bringt etwa plus 8 m Länge).

2. Die Schäfte waren damals aus Stahl, was nochmal etwa 10% Länge gekostet hat.

Schlagweite 1980 mit 230 m carry entspricht demnach der heutigen Carrylänge von 270 m (im Profilager). Die Durchschnittweite der Amateure blieb mit 180 m carry fast unverändert. Die einzig wahre Entwicklung fand bei den Golfbällen statt, die nach Expertenmeinung zu 90% für die  Weitenentwicklung im Profilager verantwortlich zeichnen.

Pressefreiheit oder Pressefeigheit?

golfschläger

Wie weit es scheinbar mit der Presse-"Freiheit" ist, demonstriert die Erfahrung mit den Grooveless Eisen. Eine revolutionäre Idee eines deutschen Tüftlers, die so nicht sein darf, da der herkömmliche Golfschläger, sprich die Firma, die die Anzeigen bezahlt, in Erklärungsnot gerät. Hier die Story dazu:
Der Journalist eines grossen Golfjournals spielte die Grooveless Eisen und gab folgende Stellungnahme:

"Der Pro meines Clubs kam gerade von einer PGA-Fortbildung in Rom zurück, auf der ein "Materialexperte" behauptet hat, ohne Grooves könne man keinen Golfball schlagen. Ich nahm den Pro mit auf die Runde und drückte ihm Ihr Eisen 7 in die Hand, und er schlug es 170 Meter im Flug 1 Meter an die Fahne. Daraufhin lud er seine befreundeten Pros für den nächsten Tag ein und ließ sie mit dem Eisen 7 schlagen. Sie waren alle begeistert."

Ein Magazin wollte danach einen Bericht bringen, zumindest wollte dies der Test-Redakteur. Sichtlich begeistert verbrachte dieser Herr fast einen Tag bei Marken-Golf.de und konnte die Spielbarkeit (vor allem der Grooveless Wedges) schier nicht glauben. Nach Monaten des Wartens auf den avisierten Bericht, kam folgende Stellungnahme:

"Gern hätte ich ausführlicher über unseren gemeinsamen Tag berichtet ... auch mein Kollege hätte gern .... aber manchmal klappen Dinge im Journalismus eben nicht."

Mit anderen Worten: die Grooveless Eisen funktionieren besser als gehofft und das soll der Leser nicht erfahren, so unsere Interpretation. Da helfen auch nicht die trösteten Schlussworte des Golf-Journalisten:  "Immerhin: Viele Meinungsmultiplikatoren aus meiner unmittelbaren Umgebung wissen jetzt, dass Grooveless funktioniert. Auch das ist ja eine sehr effektive Werbung."
.... Werbung ja, aber nicht für die Pressefreiheit. Deshalb lieber Leser: bleiben Sie kritisch. Ihr Team von Golfhaus.de

Ergänzend: eine treffender Kommentar eines überzeugten Grooveless Spielers, der keine Rücksicht auf Anzeigenetats nehmen muss:

"Sie könnten das Nichtdrucken auch als Kompliment werten, denn dies bedeutet ja nichts anderes, daß die Erste Etage dieser "Fachpresse" erwartet, daß die Grooveless Eisen an den Grundfesten des Geschäftsprinzips der großen Hersteller rütteln. Wenn eine Fachpresse ungeschminkt über den Präzisionsanspruch und die Qualität schreiben würde, würde dies eine Nachfrage bei den naturgemäß eher konjunkturresistenten Golfern in diese Richtung auslösen, die zu Lasten der Geldgeber dieser Zeitschriften gehen würde. "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing" wird von dieser Presse dann eher als Pressefreiheit als Zensur gesehen. Tja, das ist schon ungerecht; wohl aber überall zu finden, wo es um Geld und damit nicht um Unabhängigkeit geht. Ob beim Test zwischen Automarken, ob beim Test von Hifi-Anlagen, überall geht es doch wahrscheinlich nur noch um Deals "Du buchst eine Anzeige und wir drucken den Artikel". Eine wirklich unabhängige "Fachpresse" zu finden ist wohl unmöglich.
Vielleicht wären dann auch Artikel in Zeitschriften besser, die nichts mit den großen Golfmarken zu tun haben, z.B. Welt am Sonntag oder die FAZ. Ein paar golfspielende Redakteure spielen eine Runde mit Bagger Vance (bitte nicht mit den Grooveless, sonst will die noch jeder haben und die Exklusivität würde mir schon sehr fehlen;-) und dann ein Artikel am Wochenende...
Einer Arbeitskollegin (immerhin HC 12) habe ich vor ein paar Tagen von frequenzselektierten Schäften berichtet.
1. Kommentar: "was für ein Zeugs?",
2. Kommentar "aber wenn ich doch einen Satz von einem Markenhersteller bekomme, ist doch alles aufeinander abgestimmt, "
3. Kommentar "ach so, jetzt verstehe ich auch, warum ich mit Eisen 5 und 7 bestens klarkomme aber das Eisen 6 nicht gebrauchen kann, "
4. Kommentar "wie war nochmal die Internetseite ...?"

... die Internetseite ist www.marken-golf.de

Auch nicht besser: Golf-Foren

Auf der Suche nach ehrlichen Meinungen, kommt der interessierte Golfer früher oder später auch zu den beliebten Foren zum Thema Golf. Hier wurlt es aber -verzeihen Sie die Offenheit- von selbstverliebten Fachleuten, umsatzhungrigen Clubfittern und handaufhaltenden Golflehrern. Nach dem Motto: für nichts und gegen alles, wird alles zerredet und wird auf die eigene Meinung gepocht, dass einem schon beim Lesen die Ohren dröhnen. Selbstverständlich darf auch so manche Meinung zu den Grooveless Eisen nicht fehlen, Betonung auf Meinung, da jemand, der die Grooveless tatsächlich und mit Verstand (und Können) getestet hat, diese mit Respekt und Erstaunen beschreiben wird. Wie z.B. dieser Grooveless Spieler:

"Unverändert bin ich äußerst zufrieden mit den Grooveless Eisen und kann nur über die Diskussion in verschiedenen Foren schmunzeln (Anmerkung der Redaktion: es folgt ein Link zu einem bekannten Forum).
Es gibt nun keinen Lieblingsschläger mehr, weil alle ihre Berechtigung haben. Dies wird noch nicht von allen Bekannten verstanden, da diese meistens mit ein paar Eisen aus dem Satz nicht klarkommen; aber ich versuche das know how (Stichwort: frequenzselektierte Schäfte - das verwirrt im ersten Moment fast alle) auch hier in NRW bekannt zu machen, so daß die Golfgemeinde neugierig wird."