Die Muskeln spielen lassen

Handicap verbessern, Spieltaktik, Konzepte
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Die Muskeln spielen lassen

Beitragvon Moderator » 24.11.2015, 14:32

Das Thema Fitness und Muskeln beim Golfspiel interessiert mich immer wieder. Nur stark und fit ist es nicht, wenn man sich die Funktion der Muskeln betrachtet. Zwei Beispiele:

Kraft oder Schnelligkeit
Ein langsam bewegter Muskel ist deutlich stärker als ein schneller, die Kraft sinkt also mit der Schnelligkeit. Für den Golfschwung kann man beides nutzen, eine schnelle kraftarme Bewegung oder einen "gemütlich" langsamen, aber kräftigen Ruck. Ich finde die zweite Variante interessanter.

Mental vs. Kraft-Training
Unsere Schaltzentrale agiert recht pragmatisch, so wird für eine Bewegung selten der ganze Muskel eingesetzt, sondern nur ein kleiner Teil - der Rest bleibt Reserve für z.B. eine unerwartete Zusatzbelastung (Flucht) und zudem schont diese Handhabung die Körperresourcen.

Im Sporttraining habe ich dazu nur wenig gefunden, nur einmal eine Studie zum Thema Gewichtheben, bei der ein reiner Muskelaufbau einem rein mentalen Training gegenüber gestellt wurde. Die Muskelpakete waren hier durch das progressiv ansteigende Eigengewicht limitiert, das Maximale an Hebekraft wurde der "Mentalkraft" zugeordnet. Leider habe ich keine weiteren Studien gefunden. Ich kenne es aber aus persönlichen Erfahrungen, dass der Wille die reale Fitness bestimmt, nicht das Training allein.

Mike
"Der Zweifel ist der Weisheit Anfang."
René Descartes (1596 - 1650),
Philosoph und Mathematiker

www.marken-golf.de
Chieming am Chiemsee

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Gunter
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Beitragvon Gunter » 25.11.2015, 07:35

Es hat schon seinen Grund , dass die meisten jüngeren Profis körperlich gut trainiert sind . Die Muckibude wird von diesen mehrmals die Woche aufgesucht .
In St.Leon-Rot wird auf eine der Sportart ausgerichtete Physis geachtet.
Das Golf Team Germany wird von Christian Marysko ( ehemals St.Leon-Rot )
als Fitness Cheftrainer betreut .
Es wird keiner behaupten können , dass Muskeltraining und Fitness im Golf nichts bringt . Ein 18 Loch Turnier bei Hochsommerwetter , verlangt eine gute Physis um eine ansprechende Leistung bis zum Ende durch zu ziehen .
Zur Info :
Anfang Februar 2016 findet der erste Golf Fitness Summit in Deutschland statt. PGA-Golflehrer Fabian Bünker und Athletiktrainer Martin Zawieja haben zahlreiche Referenten gewonnen, die über Fitness im Golfsport sprechen.
Christian Neumaier wird einer der Referenten sein .
Gruß Gunter ( ex Gewichtheber )

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Blade
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Beitragvon Blade » 25.11.2015, 08:32

Ich hatte früher Leistungssport Leichtathletik betrieben, aber ohne Doping war das ein sinnloses Unterfangen. Was mir aber die 'Kumpels'berichtet haben war, es ist auch ein sehr großer Vorteil, viel länger ohne Ermüdung trainieren zu können.
Übersetzt aufs Golfen (natürlich ohne Doping), ist man körperlich fit, kann man neben der eigentlichen Runde auch zusätzlich gut trainieren, zur Not viele Wochen am Stück.
Zum Thema Muskeln, ich war ja Speerwerfer.
Wir haben auch viel Krafttraining zum Muskelaufbau gemacht, dabei allerdings daraus geachtet, die neu erworbene Muskelmasse durch Sprints, Sprünge, Medizinballwürfe, Würfe mit leichten Bällen 'schnell' zu machen.
Es war immer wieder lustig, Bodybuilder Typen zu erleben, die trotz riesiger Muskelberge, 30 m kürzer geworfen haben.
Heute mit über 50 Jahren merke ich immer sehr deutlich, dass ich im Sommer/Herbst an Länge verliere, einfach weil mit meiner eingeschränkten Zeit quasi nur noch Golf spiele. Oktober-Ostern allerdings mache ich ein recht regelmässiges Winter Fitnessprogramm und habe sehr positive Ergebnisse beim Golfen im Frühjahr.
Etwas Cardio (Laufband/Rollentrainer/Rudergerät), 2 x Woche high intensive Krafttraining (Kieser geht in die gleiche Richtung), Übungen für Bauchmuskeln und Rücken (meist 10 min vor dem Fernseher) und auch Beweglichkeitsübungen.
Das ist jetzt nicht mehr vergleichbar mit meinen früheren Training, unregelmässiger und insgesamt viel weniger, aber besser etwas als gar nichts.
Ach ja, Shawn Clement hat kürzlich erwähnt, dass er seit einiger Zeit mit diesem dicken Trainingsseil (battlling ropes) trainiert, und dadurch nach seiner Diät und den Verlust von ca. 15Kg, die verlorene 1 Schlägerlänge bei den Eisen, wieder zurückbekommen hat

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Beitragvon Moderator » 26.11.2015, 18:29

Klar braucht es für eine sportliche Bewegung Muskeln, mir geht es aber darum, wie der Muskel effektiv eingesetzt wird.

Ebenso die Kondition. Diese hat man oder trainiert sie, aber selbst dann ist es eine mentale Sache, wie effizient man mit den Ressourcen umgeht. Das gilt nicht nur fürs Golfspiel. Gute Tiefschneefahren wissen beispielsweise, was ich meine.

Wie ausgeprägt Muskeln und Kondition dann sein müssen, ist letztlich eine Schwungsache. Eisen 7 mit 140 m kann man mit kleinem als auch sehr hohem Wirkungsgrad schlagen.

Schlägt man mit guter Effizienz, benötigt man weniger Muskelkraft und schont die Kondition. In der Effizienz sehe ich bei fast allen Golfern das weitaus grössere Potential zur Verbesserung.

Mike
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HGE
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Beitragvon HGE » 30.04.2016, 19:10

Bernhard Langer hat mit seinen guten Runden gezeigt, das die Muckibude nicht ausschlaggebend ist.
Wichtiger als die reine Maximalkraft ist meiner Meinung nach die Kraftausdauer.
Die Hauptbeanspruchung beim Golf ist der 10 km Fußmarsch. :D

Harald

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