RS = Richtiges Schlagen

Mike Austin, Moe Norman, PGA oder ... ?
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RS = Richtiges Schlagen

Beitragvon Moderator » 23.05.2009, 21:25

Thomas Zacharias
RICHTIGES SCHLAGEN – EINFACH ERKLÄRT

Alle Könner schlagen richtig – egal nach welchen Kriterien sie ihre persönlichen Besonderheiten unterscheiden und bewerten.

1. Oberstes Gesetz: Der Schlägerkopf ist da am schnellsten, wo sich die Geschwindigkeiten der Hände (im Durchschwung) und die Streckbewegung der Handgelenke summieren.

2. Also sollte dieser extrem kurze Moment (0,02 sek.) auch genau am Ball stattfinden.

3. Kurz vor und nach diesem Tempo-Höhepunkt ist der Schlägerkopf wesentlich langsamer (ca. 10% pro 0,01 sek.).

4. Dieser Moment entspricht also der Impakt-Haltung: Linker Arm und Schlägerschaft zeigen ziemlich genau und gradlinig auf den Ball. (Details sind hier unwesentlich.)

5. Zweites Gesetz: Die Streckung der Handgelenke dauert bei jedem Spieler ziemlich genau ein drittel so lang wie der gesamte Abschwung.
Ein Profi braucht für den Abschwung z.B. ca. 0,21 sek. und für die Streckung 0,07 sek. Der Amateur 0,27 zu 0,09 sek. und eine zarte Lady 0,3 zu 0,1 sek.

(Abweichungen sind möglich: Beim Profi kann das Verhältnis noch extremer sein (z.B. 0,3 zu 0,05), beim Amateur noch ungünstiger.)

6. Das RS-Postulat: Aus alledem ist jedenfalls zu folgern, dass die Streckbewegung der Handgelenke erst im letzten Drittel des Abschwunges stattfinden muss, damit der Ball mit höchstgegebener Geschwindigkeit getroffen werden kann.

7. Und daraus ergibt sich das RS-Prinzip, dass die volle Beugung in den Handgelenken bis zum Ende des mittleren Drittels des Abschwunges erhalten oder erst dort erreicht werden muss. Und das ist eben der Moment, in welchem der linke Arm um 45° nach rechts unten zeigt.

Kernsatz: Strecken Sie die Handgelenke erst, wenn diese kurz vor dem Ball angekommen sind. Um das zu schaffen, beugen Sie die Handgelenke erst, wenn Sie den Abschwung längst begonnen haben. Alles schwingt schon ab und durch. Nur der Schläger bleibt zurück ("lag"), um dann plötzlich vorzuschnellen. Das ist Richtiges Schlagen.

Wer das jetzt nicht gleich rafft, braucht sich nicht zu schämen oder zu ärgern. Aber ohne es zu verstehen, lernt man das richtige Schlagen nie.
Alle Profis machen das so. Das beweisen die vielen Standbilder hier, die den Videos der USPGA entnommen sind. Und an diesem Prinzip wird sich auch in 100 oder 1000 Jahren technischen Fortschritts nichts ändern.

(Der Genauigkeit halber sei angemerkt, dass bei 45° Armwinkel die 42 gezeigten Profis einen Winkel-Durchschnitt in den Handgelenken, also zwischen linkem Arm und Schlägerschaft, von 93° zeigen. Die Extreme: 70° zu 120°. Entscheidend ist dabei, dass dieser Winkel bei jedem Spieler annähernd auch dessen maximaler Beugung entspricht. Also: Keiner entwinkelt, streckt, „schlägt“, bevor er das letzte Drittel des Abschwunges erreicht hat. Für die Neugierigen: Woods 85-90° und Daly 70-80° - auch beim Pitch und Sand!)

Das Tragische ist nun, dass so gut wie alle Amateure ihre Handgelenke schon im ersten oder zweiten Drittel des Abschwunges strecken, und ihre Schlagkraft deshalb weit vor dem Ball verpufft. Wer diesen Fehler macht, der macht auch alles andere falsch. Ob mit oder ohne Unterricht. Weil alle Bewegungen zusammenwirken und durch einen einzigen großen Fehler wie dieser unweigerlich gestört werden.
"Der Zweifel ist der Weisheit Anfang."
René Descartes (1596 - 1650),
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Beitragvon Bunkerdude » 23.05.2009, 23:20

Dieses Video beschreibt, so meine ich, das Prinzip des RS.

http://www.youtube.com/watch?v=71tgmT1Op-s

Bunkerdude

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Johnny
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Beitragvon Johnny » 25.05.2009, 10:24

Tschuldigung, lieber Thomas, aber das was du als RS bezeichnest ist nicht anderes als mehr Lag. Und der führt bekanntlich nicht zu mehr Länge.
(Zuback, Sladowski) Auf das hat Chirstian Neumaier im Heulerfaden schon aufmerksam gemacht. Der Lag den der weite Schlag braucht, spielt sich nicht zwischen Schläger und Armen ab (sicher nicht schlecht, wenn man das hat, aber nicht alles) sondern zwischen Armen und Körper (nicht als Winkel, sonder als Spannungsenergie ...)

Die meisten Amateure haben zu wenig Lag, zugegeben, aber der erhöht sich nicht, wen ich später strecke!

Der Grund, warum "wir" zu früh strecken ist ein Schwungfehler, mir müssen früher strecken, weil der Schläger sonst keine Ballberührung haben würde. (Um überhaupt an den Ball zu kommen.)

Begründung:
Stell dir ein mechanisches Doppelpendel vor. Du führst nur in den oberen Teil Kraft und Geschwindigkeit zu (Drehmoment, Arme) Der untere Teil ist nur mit einem gut geölten Gelenk verbunden. (Schläger, Hände)

Heiko, hilf mir (Physik): Ab einer gewissen Geschwindigkeit, kommt der untere Teil (Schläger) automatisch in der richtigen Position (Winkel) an den Ball (Hände vor dem Ball). Du kannst diese Geschwindigkeit enorm erhöhen, eher der untere Teil (Schläger) zu spät kommt.

Du brauchst nicht später strecken um eine optimale Kraftübertagung zu haben, es passiert durch die Fliehkraft automatisch! Du kannst (SOLLST) es nicht verhindern!!!

Wenn du später strecken willst, musst du vorher halten! Und das ist der Hacken, das will ich sehen, wie willst du irgendwo im Körper halten, während du wo anders Vollgas gibst ....

Jede Beeinflussung dieses Prinzips führt zu Längenverlust.

Johnny

PS: Thomas, es gibt eine einfache Methode sich hier zu registrieren!

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Beitragvon Bunkerdude » 25.05.2009, 12:40

6. Das RS-Postulat: Aus alledem ist jedenfalls zu folgern, dass die Streckbewegung der Handgelenke erst im letzten Drittel des Abschwunges stattfinden muss, damit der Ball mit höchstgegebener Geschwindigkeit getroffen werden kann.


Das dürfte ja wohl common sense sein, oder caterpillar?

Kernsatz: Strecken Sie die Handgelenke erst, wenn diese kurz vor dem Ball angekommen sind. Um das zu schaffen, beugen Sie die Handgelenke erst, wenn Sie den Abschwung längst begonnen haben. Alles schwingt schon ab und durch. Nur der Schläger bleibt zurück ("lag"), um dann plötzlich vorzuschnellen. Das ist Richtiges Schlagen.


siehe Baseball und Brady Riggs video.

Analogie der Beugung/Streckung der HG aus dem Tennis (am Bsp. Andy Murray)

[img][img]http://www.golfhaus.de/forum/userpix/10_murray_aufschlag_1.jpg[/img][/img]

Was jonny meint ist glaube ich diese Position, wo die Arme und der Schläger durch den Treffmoment ideal pendeln (Garcia) und nicht durchgeschlagen wird (Bunkerdude)

Bild

Es entsteht ein grosser Winkel zwischen rechter Hüfte und rechter Schulter, die den Armen den benötigten Platz geben Richtung Ziel durchzuschwingen. Und das geht eben wieder in Richtung compound Pivot a la Austin, der Pro Move eben.

Bunkerdude

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Happy-G
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Beitragvon Happy-G » 25.05.2009, 12:53

Dass mit den Handgelenken etc. ist mir absolut klar und verständlich, bzgl. der korrekten Auflösung zum Treffmoment hin stellt sich mir immer wieder die gleiche Frage: wo und wie definiert sich der Stopp-Punkt zur Auflösung der Winkel und Kräfte?

Nur Durchschwingen geht ja nicht ... oder?

Egal ob Speerwurf, Diskus oder Hammer, überall wird eine Art "Anschlag" genutzt, um die Kräfte zu maximeiren und zu terminisieren. Beim Speerwurf wird beispielsweise vorder Fuß als Widerlager genutzt. Gedanklich wie ein Katapult: hat der Wurfarm keinen Anschlag, donnert die Kraft ins Leere.

Ist es beim Golfschwung die "feste linke Seite", gegen die man spielen soll? Den Begriff findet man z.B. bei Jonathan Taylor. Oder ist es der Umkehrpunkt im Durchschwung (tiefster Punkt)?

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Caterpillar
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Beitragvon Caterpillar » 25.05.2009, 14:48

Bunkerdude hat geschrieben:
6. Das RS-Postulat: Aus alledem ist jedenfalls zu folgern, dass die Streckbewegung der Handgelenke erst im letzten Drittel des Abschwunges stattfinden muss, damit der Ball mit höchstgegebener Geschwindigkeit getroffen werden kann.


Das dürfte ja wohl common sense sein, oder caterpillar?




Ja (Hitter), Jein (Switter), oder Nein (Swinger).

Weil beim Swinger die Rolle der Hände ist, das vom Torso ausgehende und durch die Arme in den Schläger potenzierte Tempo zu Steuern und beizubehalten, und damit haben die Arme schon viel zu tun. das mag zwar sich zwar wie ein ganz heftiger Throw anfühlen, ist aber faktisch nur ein beibehalten eines potenzierten Tempos.

Schau mal ob bei Garcia in der Position (1.Bild) der SK die Hände überholt hat? Hat er absichtlich durch den Ball gestreckt, wohl eher nein. alles ist auch dort noch im gleichen Tempo zueinander. Bei dem Herren daneben nicht..

Wenn ich jetzt aber Ansetze im zweiten Drittel des Abschwunges zu strecken sorge ich absichtlich dafür das der Schläger die Hände überholt und das ist nicht bei jedem eine gute Idee oder? Oder doch, wenn ich in die Treffphase hintereinander alles anbeschleunige und gut getimt wieder abstoppe, kann man machen..

Schau Dir mal den maximalen Winkel an in dem Du deine rechte Hand zurück drücken kannst, ich schaffe 90 Grad, meine Freundin weniger, und dann gehe mal in deine Provideos.

Nimm den Schläger mit der linken Hand in die Ansprechhaltung, bewege ihn mit eingefrorener Hand in die Delivery, und dann ins follow through, eigentlich ein ziemlich optimaler Vorgang oder? Dann mache das gleiche mit angeklebter rechter Hand und stell dir vor ich wurschtle mit der Streckung der rechten Hand darin rum…

Na ja, geht doch alles, irgendwie, ich kenne jemanden der über den rechten Fuß dreht, den linken im Release abstreckt und auch noch in den tiefen 80ern spielt, sind kurz davor den heimlich zu filmen und quasi als Hinterfragung aller Golftheorien auf Youtube einzustellen, der schafft 240er drives und gerade ist der auch, gut der Ballflug variiert sehr, aber er trifft den FW und hat Spaß..
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Beitragvon Caterpillar » 25.05.2009, 15:10

Happy-G hat geschrieben:Ist es beim Golfschwung die "feste linke Seite", gegen die man spielen soll? Den Begriff findet man z.B. bei Jonathan Taylor. Oder ist es der Umkehrpunkt im Durchschwung (tiefster Punkt)?


Bei Sergio wäre das keine gute Idee, das würde sonst aussehen wie bei dem rechts neben ihm und kann zu heftigen Hooks, Hackentreffern, Push Slices u.w. führen. Kann, muß aber nicht.

Bei dem hier ist das eine gute Idee (Golfer auf dem Bild):
Bild

Wenn ich jetzt aber Ansetze im zweiten Drittel des Abschwunges zu strecken sorge ich absichtlich dafür das der Schläger die Hände überholt und das ist nicht bei jedem eine gute Idee oder? Oder doch, wenn ich in die Treffphase hintereinander alles anbeschleunige und gut getimt wieder abstoppe, kann man machen..


Und auch der muß aufpassen das der SK nicht zu schnell wird..
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Bunkerdude
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Beitragvon Bunkerdude » 25.05.2009, 15:19

Nimm den Schläger mit der linken Hand in die Ansprechhaltung, bewege ihn mit eingefrorener Hand in die Delivery, und dann ins follow through, eigentlich ein ziemlich optimaler Vorgang oder? Dann mache das gleiche mit angeklebter rechter Hand und stell dir vor ich wurschtle mit der Streckung der rechten Hand darin rum…


Du sprichst von Bild 8 vom Bunkerdude, der mit der Rechten reinfeuert was das Zeug hält, richtig?

Bild

Ich glaube, dass da ein Missverständnis herrscht mit dem absichtlichen Strecken bei der Rezeption der RS Theorie. TZ spricht ja von einem Reflex. Reflexe sind wohl nicht willentlich, oder?

Wie kommt jetzt Couples von da nach dort? Nur Fliehkräfte? Der sagenumwobene Release? Throwing motion? Aktiv macht er sicher nix, zugegeben. Die Beugung ist aber nun mal da und bei den meisten Hobbygolfern ist sie eben nicht da und sie schlagen nun mal meistens nicht sehr weit und nicht sehr gerade.

[img][img]http://www.golfhaus.de/forum/userpix/10_couples_1.jpg[/img][/img]

Vielleicht hilft ja dieses Video von Mike Austin zum Verständnis der rechten Hand. (Austin war zu dem Zeitpunkt rechtsseitig gelähmt, deshalb nimmt er die linke Hand zur Demonstration)
http://mikeaustingolfsecrets.ning.com/video/mike-austin-release

Bunkerdude

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Beitragvon Caterpillar » 25.05.2009, 15:30

Bunkerdude hat geschrieben:
Du sprichst von Bild 8 vom Bunkerdude, der mit der Rechten reinfeuert was das Zeug hält, richtig?


Du hast da mit dem feuern etwas falsch verstanden, feuern heißt die Hände vorwärts zu bewegen aber nicht strecken, das passiert von alleine, irgendwann. Bei Dir etwas früher, bei Garcia recht spät.
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Beitragvon Caterpillar » 25.05.2009, 15:35

Bunkerdude hat geschrieben: (Austin war zu dem Zeitpunkt rechtsseitig gelähmt, deshalb nimmt er die linke Hand zur Demonstration)


Wie praktisch...
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Beitragvon Slicer » 25.05.2009, 17:44

Welchen Anteil hat eigentlich der Griff auf diese Methode?

Ich sehe viele Spieler, die den Griff fast diagonal durch den linken Handteller halten. So kann man doch nie 90° zwischen Unterarm und Schaft herstellen. Griff in die Finger legen und fast 90° zum Unterarm, dann gelingt dies viel einfacher.

Oder spielt der Griff eine untergeordnete Rolle?

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Beitragvon Moderator » 26.05.2009, 08:16

Thomas Zacharias
RS IST EIN RÄTSEL MIT LÖSUNG

So wie die Lösungen der Intelligenztests und Denksportaufgaben zweifelsohne richtig sind, die man im Anhang des entsprechenden Schrifttums findet (auch wenn viele Probanden sie leider nicht verstehen können und deshalb manchmal nicht anerkennen wollen) so ist auch meine Beschreibung vom biomechanisch-technischen Ablauf der Kernelemente des Golfschlages unumstößlich richtig.

Wer nicht nachvollziehen kann, dass sie im Einklang mit den Gesetzen der Physik und der Logik steht, der kann sich an die stets belegbare Tatsache halten, dass alle guten Golfer nach diesem Prinzip verfahren. Wie unterschiedlich sie auch ihren Körpereinsatz gestalten – ihre Hauptdrehachse ist bis zum Impakt stabil, der linke Arm schwingt vorne durch und die Handgelenke strecken sich erst im letzten Drittel des Abschwungs, nachdem sie kurz zuvor noch vollständig gebeugt waren.
Alle Hobbygolfer mit Hcp. über 20 verstoßen nun auf eklatante und fatale Weise gegen dieses Prinzip. Deshalb sind ihre Schläge nicht nur viel kürzer als ihre Kräfte es erlauben würden, sondern sie weisen eine Vielzahl verschiedenster Folgefehler auf, welche nicht korrigierbar sind, solange der Hauptfehler, nicht behoben wird.

Das beweisen weltweit die Millionen von erfolglosen Golfunterrichts- Einheiten, in welchen das Prinzip des Richtigen Schlagens fahrlässig bis mutwillig missachtet, ja mit Füßen getreten wird.

All die Spitzfindigkeiten der Fachleute interessieren mich nicht mehr, noch sollten sich die armen Hobbygolfer davon verwirren lassen. Der gelungene, gerade, lange hohe Golfschlag funktioniert wie beschrieben. Und wer glaubt oder behauptet, es ginge auch anders, der kommt weder als Schüler noch als Lehrer voran.

Was mich also am Thema nur noch interessiert ist, wie viele falsch schlagende Hobbyisten bei methodisch sinnvoller Anleitung das Richtige Schlagen erlernen können und ob sie dadurch bessere und entsprechend glücklichere Golfer werden.

Um nun aber das Richtige Schlagen erlernen zu können, muss man zwei Voraussetzungen mitbringen:

Mit seiner derzeitigen Art zu schlagen zutiefst unzufrieden und von der tatsächlichen Richtigkeit meiner Behauptung einigermaßen überzeugt sein. Und dann muss man mich konsultieren und die Sache mit demselben Eifer anpacken wie ich. Die Praxis wird’s erweisen.
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Beitragvon Caterpillar » 26.05.2009, 13:02

Moderator hat geschrieben:

All die Spitzfindigkeiten der Fachleute interessieren mich nicht mehr, noch sollten sich die armen Hobbygolfer davon verwirren lassen. Der gelungene, gerade, lange hohe Golfschlag funktioniert wie beschrieben. Und wer glaubt oder behauptet, es ginge auch anders, der kommt weder als Schüler noch als Lehrer voran.


[Vollschwung] Dann gibt es noch etliche komische Golfer, denen mit Schlägern mit mehr Loft mehr geholfen ist den Ballflug hochzubringen als den individuellen Schwung zu zerlegen (weil sie von Natur aus nur bedingt in der Höhe variieren können). Das lustige an der rechten Hand ist, das diese sich bei einer geraden linken Hand im Abschwung schon gut von alleine streckt und mit nachhelfen nicht immer geholfen ist, dazu sollte man Wissen wann eine Streckbewegung gewollt ist oder als direkt nicht relevanter Nebeneffekt passiert, des sieht man auf einem Standbild recht schwer...

Und auch Wissen wie man jede aktive Streckbewegung abschaltet..
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Beitragvon Johnny » 26.05.2009, 22:41

edit wegen : Todo, hast recht!
Zuletzt geändert von Johnny am 27.05.2009, 09:41, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitragvon Todo » 27.05.2009, 09:03

Einer sagt was und die anderen zerlegen es dann. Ist für mich als Mitleser nicht so gewinnbringend.

Vorschlag: jeder, der dazu fähig ist, soll einfach sein Konzept des richtigen Golfschwunges oder des besten Weges, diesen zu lernen, erklären, und die vielen Mitleser entscheiden dann jeweils selbst, was Erfolg verspricht oder nicht.

Thomas kann mit seinen Thesen nicht so falsch liegen, da u.a. Stefan Maiwald (Hcp. 5 ... ?) von seinem Buch sehr begeistert war. Und Herr Maiwald hat einen wunderbar schönen und sehr wiederholbaren Schwung. Ich habe mir deshalb mal das Buch jetzt gekauft und lese über die dogmatischen Formulierungen einfach hinweg.

Die Sache mit den Handgelenken und der Entstehung der SKG habe ich im übrigen noch von keinem Platzreife-Pro erfahren.

Was richtig ist, ist, dass es vermutlich keine einzig wahre Methode gibt, da ja schon die Ansprüche an den Schwung und den Golfsport höchst unterschiedlich sind.

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Beitragvon Moderator » 27.05.2009, 11:01

Thomas Zacharias
RS IST NUR EIN PRINZIP

Das Auto als technisches Prinzip besteht aus 4 Rädern, Motor, Lenkung und Bremse, dazu noch Kupplung und Getriebe. Alles andere ist Zubehör und frei gestaltbar. Dass dies so ist, kann man verstehen und täglich tausendfach überprüfen.
Mehr meine ich nicht, wenn ich vom Richtigen Golfschlag spreche. Es ist nicht die einzige Art, nach einem Golfball zu schlagen, aber es ist die einzig effektive. Die einzige erfolgversprechende. Und deshalb machen es alle Könner so.

Das Warum steht in meinem Buch. Denn es ist hilfreich für den der Golfen lernen will, wenn er weiß und verstanden hat, welche furchtbaren Fehler entstehen, wenn man falsch schlägt. So wie das Auto nicht funktioniert oder furchtbare Unfälle damit passieren, wenn es nicht mit dem Nötigsten ausgestattet ist.

Die meisten Fachleute sprechen über den Golfschlag aber wie Autoverkäufer. Nur weiß halt jeder was im Prinzip ein Auto ist. Deshalb kümmert man sich beim Kauf um Scheibenbremsen, PS und Beschleunigung, CW-Wert, Navi, Alufelgen, ABS, Schiebedach, Ledersitze, Holzlenkrad und um den beleuchteten Schminkspiegel.

Golf-Laien wissen aber nicht, was im Prinzip einen funktionstüchtigen Golfschlag ausmacht. Und deshalb habe ich ihn hier mal so einfach und knapp wie möglich beschrieben.

Ich möchte den Fahrlehrer hören, wenn sein Schüler beim Fahren die Beine übereinander schlägt, mit links bremsen will und, weil er das nicht darf, aus Protest die Arme verschränkt und die Augen zukneift. Golflehrer leben nicht so gefährlich. Daher wohl ihr Langmut.

Neulich meinte jemand voller Bewunderung, ich hätte aus dem Golfschlag eine Wissenschaft gemacht. Nein. Das tun die anderen. Mein Ziel ist es, den Golfschlag von der Wissenschaft zu befreien. Ich glaube, der Golfschlag gilt nur deshalb weithin als komplizierte Bewegung, weil man damit so schön das Scheitern beim Lernen und Lehren entschuldigen kann.
Ich sage nicht dass der Golfschlag eine leichte Übung ist. Dazu mache ich selbst ja zu viele schlechte Schläge. Aber mit all den landläufigen falschen oder verwirrenden Vorstellungen im Kopf ist mir noch nie ein guter Schlag gelungen. Und das geht hunderttausenden von Doppelbogey-Golfern, glaube ich, ganz ähnlich.
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Beitragvon Caterpillar » 27.05.2009, 12:47

Vielen Dank und Respekt zu den Beiträgen und Verzeihung wenn meine nicht von vornherein einen ähnlichen Ton beinhalteten.


Moderator hat geschrieben:Es ist nicht die einzige Art, nach einem Golfball zu schlagen, aber es ist die einzig effektive. Die einzige erfolgversprechende. Und deshalb machen es alle Könner so.




Moderne Golftechnik, insbesondere der Tourspieler, ist nicht mehr darauf ausgelegt maximale Distanz zu erreichen, sondern den Ball auf der Spielbahn zu halten. Bomb and Gouge ist so ziemlich outdated. Um, gerade bei einem Drive, den Ball auf der Spielbahn zu halten ist es eine Denkbar schlechte Idee eine aktive Streckung der rechten Hand im Abschwung zu haben. Die Hände sind der mit weitem Abstand sich am schnellsten bewegende und schwächste involvierte Körperteil, wenn ich mich auf die Hände konzentriere bremse ich den ganzen Rest. Wenn ich jetzt nun den Beuge/Streckreflex weiter in den Abschwung lege, habe ich stärkeres lagging des SK’s und verkürze ich die Zeitspanne den SK mit den Händen in den Ball zu steuern.

Wenn ich aber nun diesen Reflex früher habe, steht der Schläger im Abschwung ganz anders im Raum und ich bin nicht darauf angewiesen diesen mit den Handgelenken aktiv in den Ball zu steuern (ergo auch erheblich weniger timing). Ich habe die Hände tiefer und etwas weiter weg vom Ball und bewege diese subsequent zur Bewegung des Körpers eher seitlich durch die Treffzone (kein aktives lagging aus den Handgelenken und keine aktive Streckung, diese Phase ist im OT mit dem Richtungswechsel abgeschlossen).

Zweiteres ist das was ich sehe wenn ich aktuelle Tourspieler und den Größen des Golfsports sehe, ersteres eher bei einigen wenigen Exoten, weils eben m.E. nicht effizienter ist..

Zum anderen glaube ich, daß der steilere Schläger im Abschwung im Tempo des modernen Tourschwungs die Tendenz steigert von außen zu kommen, denn der orientiert sich eher an Hogan und Snead und ich muß eine athletische Megaanstrengung hinlegen RS dort zu integrieren (maximale und extrem kompakte Verwindung).

Auf den Normalsterblichen bezogen sieht das wieder ganz anders aus, und wenn ich nicht ein Mindestmaß an Flexibilität und physischer Ausdauer habe wird’s mit den Tourschwungideen schon etwas komplizierter (Distanz), aber da glaube ich hat der Heiko Falke mehr Ahnung als ich, ich glaube aber das der etwas unbeweglichere mit RS seine Handgelenke schont und viel weiter spielt.

Nur so ne Meinung
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TZ
Beiträge: 397
Registriert: 29.05.2009, 11:33

Beitragvon TZ » 29.05.2009, 11:35

Thomas Zacharias
DIE RECHTE – HIMMEL UND HÖLLE IN EINER HAND

Wer die Funktion der rechten Hand in der Golfschlagtechnik nicht kennt oder sogar leugnet, der versteht eigentlich von allem nichts. Ging mir auch so in den leidvollen Jahren 1989 bis 1993.

Die Rechte überträgt die Kraft, also die Bewegungen des Körpers auf den Schläger. Und wenn sie das falsch macht, dann kann der Körper das Seine noch so richtig machen - es kommt nicht richtig beim Schläger an.
Dabei geht es nicht nur um die höchstmögliche Beschleunigung des Schlägerkopfes, sondern auch darum, wo die Höchstgeschwindigkeit eigentlich erreicht wird, auf welche Irrwege die Rechte den Schläger führt und in welcher Stellung Schaft und Schlägerblatt beim Ball ankommen.
Solange die rechte Hand also nicht weiß was sie zu tun und zu lassen hat, ist es zwecklos, an irgendwelchen Körper-Teilbewegungen zu arbeiten. Ja es garantiert geradezu den Misserfolg.

Da Arme, Hände und Schläger mit Schultern, Hüften und Beinen eine biomechanische Einheit bilden, wirken sich all ihre Fehler auch direkt mechanisch und motorisch auf das Verhalten der anderen Segmente aus.
Nochmal: Jeder Fehler eines Segmentes bewirkt unausweichlich fehlerhafte Ausgleichsbewegungen in allen anderen Segmenten.
Man sollte also wissen: Erst wenn die Rechte sich richtig verhält, können auch die anderen Körpersegmente richtig bewegt werden und wirken. Ja, dieses Verhalten stellt sich meistens sogar spontan ein, sobald Arme und Hände zuverlässig richtig agieren. Also: Solange die Rechte irrt, macht sie alles kaputt, macht sie alle anderen noch so theoretisch sinnvollen Bemühungen praktisch zunichte.

Das Schlimme dabei ist, dass der Körper das falsche Wirken der rechten Hand ausgleichen muss, um den Schlägerkopf irgendwie an den Ball zu bringen. So stehen eben alle Bemühungen, den Körper richtig zu bewegen, im Widerspruch zum Fehlverhalten der rechten Hand, werden aber im normalen Golfunterricht und beim naiven Selbstversuch ständig angestrebt: Anstatt das Fehlverhalten der Rechten und seine fatalen Folgen zu erkennen und zu ändern, wird auf ewig und erfolglos am Verhalten des Körpers herumgedoktert.

Als Außenstehender ist man geneigt zu glauben, die Golflehrer behielten diese Wahrheit für sich, weil ihre Schüler sonst zu schnell zufrieden sind und nicht mehr wiederkommen. Dabei kommen die Schüler erst recht nicht wieder, wenn sie keinen Fortschritt erkennen. Es ist also doch nur die pure Unwissenheit.

Der Gipfel ist nun die Tatsache, dass man den Schläger mit Armen und Händen auch schnell und zielgenau bewegen kann, ohne dem Körper dabei irgendwelche besonderen Bewegungen abzuverlangen. Man braucht bewusst nicht mehr zu machen, als ihn still im Gleichgewicht zu halten. Allein dadurch wird er veranlasst, dynamisch korrekt mitzuarbeiten. Ja er antizipiert nach einigen Versuchen sogar spontan die Trägheiten und Kräfte, die durch das Schlagen entstehen.

Also: Nicht die rechte Hand muss aus dem Spiel genommen werden, sondern der Körper.

Er kann viele viele Fehler erfinden und begehen. Die Rechte nur einen: Sich am falschen Ort zu beugen und zu strecken. Dieser Fehler provoziert erst die meisten Körperfehler: Wanken, Heben, Senken und wieder Heben, Schieben, Kippen, Neigen, Knicken, Krümmen, Überdrehen, zu viel Tempo, Kniestrecken, Kniebeugen, Achselzucken, und das Vordrängeln der rechten Schulter.

Warum arbeiten Golflehrer und Laien nun aber genau umgekehrt? Weil der ganze Körper sich bewusst steuern lässt, nur nicht die Streckung der rechten Hand!

Der Grund ist, dass absichtliche Bewegungsbefehle mindestens 0,12 Sekunden brauchen, um zur Ausführung zu gelangen. Die Streckung der rechten Hand dauert aber weit weniger als 0,10 Sekunden, weil sie einem Reflex gehorcht.

Um diesen auszulösen, kann und muss man nur die vorhergehende BEUGUNG bewusst ausführen. Das folgende Schnappen kann nicht mehr gesteuert, ja fast nicht einmal im Nachhinein wahrgenommen werden.
Wer also meint, die bewusste Aktivität der Rechten bestehe im Strecken, der schlägt falsch.

Er muss lernen, bewusst und an der richtigen Stelle zu beugen, damit der Streckreflex ausgelöst wird.

Dazu muss als erstes durch geeignete Übungen das bewusste Empfinden der Vorgänge in den Händen hergestellt werden.

Der normale Golfunterricht zäumt das berühmte Pferd dagegen von hinten auf. Anstatt zuerst das Verhalten der Hände zu klären und sensomotorisch zu erarbeiten, kommt dies als letztes oder überhaupt nie dran.
Anständigen Golfschlag-Unterricht für normalbegabte Hobbyisten erkennt man also in Zukunft daran,
- dass Beine und Rumpf einfach still gehalten werden, um das Auf, Ab und Durch des linken Armes und das Beugen und Strecken der rechten Hand zu erarbeiten.
- Dass man keine Bälle schlägt, bevor die Bewegung einigermaßen klappt, und
- dass dann zunächst mit halbem bis dreiviertel Schwung wochenlang nur kurze Eisen (Lob bis E8) vom Boden gespielt werden, und Hölzer (5 bis 7) vom halbhohen Tee.

Damit ist die Mehrheit der Golfer bereits voll auf Kurs. Und der volle Schwung, der bisher an den Anfang des Lernweges gestellt wird, kommt bei richtigem Vorgehen mit der Zeit von alleine zustande.
Dies sind nicht die Erkenntnisse der Golfschwung-Philosophie sondern der Biomechanik, Bewegungslehre und sportdidaktischen Methodik. Von jedem entsprechend vorgebildeten Quereinsteiger nachvollziehbar, ja für jeden Laien plausibel, und für echte Fachleute offenbar nur schwer zugänglich. Aber das ist ja immer und überall das gleiche Lied.

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Beitragvon Moderator » 29.05.2009, 11:46

Wie ist eigentlich die Erfahrung/Meinung in Sachen Fitting in Bezug auf RS? Speziell der Lie. Wird ja nur ganz knapp behandelt und in Diskussionen taucht dieser Punkt nicht auf, zumindest habe ich noch nichts gefunden.

Der Lie muss passen*, ganz klar, aber die letzten Jahre wurde der Lie immer steiler**, was technisch gesehen einen 90° Winkel zwischen Unterarm und Schaft erschwert und die Slicer anfüttert, noch stärker "over the top" zu schwingen.

*"Passen" ist auch zweideutig: zum aktuellen Schwung oder zum richtigen Schwung passend?

**Eisen 3 aktuell um die 59° ... vor ein paar Jahren noch um die 57° und weniger.
"Der Zweifel ist der Weisheit Anfang."
René Descartes (1596 - 1650),
Philosoph und Mathematiker

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Beitragvon Caterpillar » 29.05.2009, 12:46

TZ hat geschrieben:Thomas Zacharias
DIE RECHTE – HIMMEL UND HÖLLE IN EINER HAND


Hochinteressanter Artikel, eine kurze Frage:

Nehmen wir an, in einer Imperfekten Welt, wenn wir im Aufschwung einen physisch sehr schwachen linken Arm haben, somit ein Grossteil seiner Last nebst Schläger, nebst Eigengewicht des rechten Armes nun eben genau auf diesem liegt, somit im OT der rechte Arm anspannt/verkrampft, wie lange dauert es bis sich diese Anspannung löst damit sich der rechte Arm, bzw. die rechte Hand frei entwickeln kann? Kürzester Zeitraum, d.h. „Impuls“ geht raus und Arm entspannt? Welche Einwirkung hat diese Verkrampfung auf den Gesamten Abschwung und wie wird diese bei RS angegangen?

Vielen Dank für die AW und ein schönes Wochenende
(sind ofg :))
It is almost impossible to remember how tragic a place the world is when one is playing golf.

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