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Anmeldedatum: 16.01.2009
Beiträge: 2739

BeitragVerfasst am: 11.06.2010, 21:07 Antworten mit ZitatNach oben

In der Tourklasse gibt es nur wenige Spieler, die stark von den Standardlängen abweichen und bei plus 1 inch ist spätestens Schluß. Es darf deshalb hinterfragt werden, warum beim biometrischen Fitting teilweise Längenabweichungen von minus 3 inch bis plus 2 inch und mehr ermittelt werden.

Interessant wäre hier, die relevanten Daten der Topspieler zu analysieren, also mindestens Handgelenk-Boden, Rumpflänge, Rumpfneigung und Körpergrösse. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass alle zur Norm der Industrie passen (biometrisch berechnet also Standardlänge bis plus 1 inch herauskommt). Oft werden nur die Körpergrössen verglichen, aber diese haben keinerlei Aussagekraft über die tatsächlichen Erfordernisse.

Klar gibt es auch ein paar tatsächlich kleinere und grössere Spieler, aber hier fehlen ebenfalls konkrete Daten und vielleicht sind diese nur Meister der Kompensation. Es gibt Leute, die können mit brennenden Meerschweinchen jonglieren, ich kann es nicht mal mit gewuchteten Jonglierkeulen.

Wäre Standardlänge für die Mehrzahl der Golfer ausreichend, würde man sich beim Clubmaking eine Menge Arbeit sparen. Insofern muss auch die Idee überprüft werden, eine notwendige Anpassung einfach über den Lie-Winkel zu machen. Kleine Spieler als flat einstellen, grosse upright.

Ich habe jetzt ein paar Selbstversuche gemacht. Upright geht nach meiner Meinung noch ganz gut, kommt auch manchen Steilschwingern entgegen. Mehr wie 2° up bringen mich aber aus dem Powerbereich heraus.

Das Gegenstück wäre flat. Ich komme gerade von einer Runde mit 3° flat und bin wirklich frustriert. Die Schwungumstellung, um den Ball sauber zu treffen, ist sehr weitreichend. Das ist nicht mehr ein bisschen kompensieren, das ist ein neuer Schwung.

2 oder 3 Grad Lie-Winkel-Änderung hören sich nicht viel an, aber sind nach meiner Meinung für den Spieler ein gewaltige Aufgabe (wenn es nicht passt). Selbstversuche sollte man jetzt nicht verallgemeinern, aber ich habe dies auch bei Kunden probiert. Sensible Spieler bemerken bereits 1° Änderung als positiv oder negativ, bei 2° Differenz zum Optimum wird ein Testschläger schon als negativ bewertet (retour gebogen passt er dann wieder).

Standard mit Winkeländerung ist aus meiner Sicht keine gute Lösung, auch wenn mir klar ist, dass dies schon aus logistischen Gründen für den Massenmarkt so bleiben muss. Würde jeder Schlägersatz wie bei uns angepasst werden, würden die Lieferzeiten explodieren.

Wer aber wirklich bestmöglich spielen möchte und nicht in das Längenraster der Industrie passt, dem sei das biometrische Fitting 100% empfohlen.

Mike

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Es gibt zu wenig Seltenes und zu viel Quantität. (titanic)
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