Eugen Pletsch: die verlorenen Meter

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Eugen Pletsch: die verlorenen Meter

Beitragvon Moderator » 21.11.2014, 14:56

Eugen hat durch körperliche Beschwerden in letzter Zeit einiges an Schlagweite eingebüßt. Jetzt ist er auf der Suche nach den verlorenen Metern und plant ein Fitness-Programm.



Mein Vorschlag wäre: später anwinkeln (im Aufschwung) und die Handgelenke lockerer.

Es sei jeder eingeladen, hilfreiche Tipps zu geben.

Mike
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Beitragvon ulim » 21.11.2014, 21:24

Er sollte den Probeschwung nehmen, der sieht gut aus :)

Ansonsten natürlich Athletik, am Schwung selber würde ich nicht viel tun.

Ulrich

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Beitragvon Golf-junky » 24.11.2014, 11:52

Ich denke dass die Handgelenke hier zu fest sind (im echten Schwung). Der Probeschwung dagegen (wie so oft) sieht gut aus.

Bild

Man sieht hier schön, dass sich ein guter Lag aufbaut, der Schaft ist hinter dem Kopf.

Bild

Im echten Schwung federt der Schläger wesentlich weniger ein. Handgelenke sind fester oder verkrampfter was zu einem Längenverlust führen kann.
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Beitragvon akay » 24.11.2014, 13:35

Kenne ich sehr gut und ist nachvollziehbar für mich: im Probeschwung will ich gedanklich die Schwungebene festigen, mache ich das nicht, schlage ich schon mal ein schönes Divot vor (!) dem Tee ...
Beim echten Schwung ist mein Fokus dann auf das möglichst zentrale Treffen des Balles mit dem sweet spot des Schlägerkopfes gerichtet. Ich denke, das bewirkt bei vielen (allen?) ein unbewusstes Versteifen der Handgelenke. Vor allem wenn man "gelernt" hat, daß komplett lockere Handgelenke zu starkem slice oder pushes durch offene Schlagfläche führen.

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Beitragvon Wolfi1970 » 24.11.2014, 18:51

Interessant, ich sehe keine wirkliche Änderung zwischen Probe- und dem Impaktschwung.
Beim richtigen Schwung hat er nur weniger ausgeholt, im Impact ist es sehr ähnlich.
Ich persönlich habe ein Problem mit dem linken Arm gerade halten und die Handgelenke locker.
Entweder beides locker oder beides fest/verkrampft.
Das schwankt immer mal in die eine oder andere Richtung.
Ich werde dahingehend versuchen beide Dinge zu entkoppeln.

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Beitragvon Gunter » 25.11.2014, 07:20

Das ist doch der Klassiker , beim Probeschwung ohne Ball ist der Spieler wesentlich lockerer und will nichts kontrollieren .
Kommt der Ball ins Spiel und sind Ziele gesetzt , sieht es anders aus .
Die Ausholbewegung wird verkürzt , die Handgelenke sind nicht locker .
Wenns ganz hart kommt , sind Muskeln im Schulterbereich fest .
Das gibt die Divots vor dem Tee , oder Treffer mit der Schlägerkante . Slice und Hook sind in diesem Fall auch gerne vertreten .
Der Trick wäre den Kopf auszuschalten , der ist der Auslöser für den Kontrollwahn . Einfach ausholen und voll drauf . Ist leicht gesagt , für die meisten schwer auszuführen .
Ich bin leider auch so ein Kontrollierer .

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Hau das Ding weg!

Beitragvon aPerfectSwing » 25.11.2014, 21:13

Hallo,

konkrete Tipps anhand eines Videos sind immer so eine Sache. Auch würde ein Video Down the Line helfen. Ist die Ebene vom Probeschwung und Schlag identisch? Was ist sonst noch anders. Vor allem aber ist die Frage, wieviel Länge nicht mehr realisiert wird und was sich alles verändert hat.

Spannend wären auch TrackMan Daten, um das Potential ermitteln zu können. Wie hoch ist die Schwunggeschwindigkeit Fundwie ist die Weite. Passt der Driver zum jetzigen Schwung?

Konkret und fundiert könnte ich nur im direkten Kontakt etwas dazu sagen, ansonsten leider nur pauschale Antworten.

Der Schwung selbst ist sehr überdurchschnittlich. Sehr schön Eugen!

Martin

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Beitragvon Moderator » 26.11.2014, 13:18

Wo Eugen die SKG verliert, ist in dem Video gut sichtbar.

Er spielt aktuell seinen bewährten Wilson Driver, hatte aber z.B. mit dem Grand Golf TAG mehr Weite. Der Driver selbst ist bei ihm aber nicht das Problem, die Weite geht bei allen Schläger zurück ... da schliesst sich der Kreis zum Lag.

Die Frage ist nun, wie der Lag optimiert werden kann.

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Beitragvon aPerfectSwing » 26.11.2014, 20:16

Hallo,

da das Video Probeschwung und Schwung mit Ball zeigt, kann ich nichts dazu sagen, warum Eugen Weite verloren hat. Ohne Vergleich zu vorher kann ich das nicht beantworten.

Ebenso finde ich den Schwung sehr gut und auch das nicht so späte entwinkeln halte ich nicht für ein großes Thema. Lag ist sicher wichtig, aber Eugen kommt gut an den Ball.

Mich würde der Angriffswinkel beim Driver interessieren, ebenso natürlich seine Eisen. Welchen Schaft spielt er derzeit, hilft ggfs. ein leichteres Modell? Anderes Biegeprofil?

Das der Grand Golf so viel weiter sein soll glaube ich im Fall von Eugen nicht so sehr. Die Stärke bei dem Driver ist vor allem, dass er bei nicht mittigen Treffern etwas besser als die klassischen Driver ist. Eugen hat aus meiner Erinnerung ein gutes Trefferbild.

Die Realität ist in der Praxis vielschichtig und nicht fundiert durch ein Video zu beurteilen.

Martin

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Beitragvon Moderator » 27.11.2014, 08:24

Ich würde es jetzt nicht verkomplizieren. Theorie und Zahlenwerte beruhigen die deutsche Seele, aber was hilft es, wenn der Ball trotzdem nicht fliegt?

Eugen hat nach seiner Angabe schon einiges an Material und Tipps probiert, doch ohne Erfolg. Ich kenne ihn als sehr akribisch und realitätsnah, insofern bezweifle ich auch nicht seine Aussage, dass der Grand Golf bislang der längste Driver war.

Regelkonform gebaut sollten alle Driver bei mittigem Treffer die gleiche Weite generieren ... soweit die Theorie. Abgesehen von Loft, Schaft & Co. gibt es aber noch andere, nicht messbare Parameter. Ist aber ein anderes Thema.

Da er mit allen Schlägern an Länge verloren hat, ist es ein strukturelles Problem. Womit ich wieder am Anfang bin: nicht verkomplizieren. Kommastellen interssieren jetzt noch nicht und ohne Schlägerkopfgeschwindigkeit ist alles nichts.

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Beitragvon goyenecheroberto » 27.11.2014, 11:52

Der Kommentar von Moderator ist der, auf den ich gewartet habe. Eugen P. stellt immerhin seinen Schwung ins Forum, andere übermitteln irgendwelche Zahlenwerte und vermitteln die zugehörige Theorie. Alles schön und gut und wichtig, aber auch amüsant.
Abgesehen davon dass die Darstellung in Zeitlupe ( heute besser SloMo) erfolgt und man die tatsächliche Geschwindigkeit der Bewegung nicht erahnen kann, erscheint mir der Körpereinsatz von E. ohne jegliche Spannung.
Nur der "aufgedrehte Muskeleinsatz" - Körperspannung- vermittelt die Power die im Treffpunkt auch entsprechend wirkt. Stecke ich wenig ´rein, kommt wenig dabei ´raus.

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Beitragvon oliver_k » 27.11.2014, 12:37

Ich habe mal den Weg des Schlägerkopfes versucht darzustellen.
Im Vergleich dazu der Schwung von David Frost (Video auf der CN Golfclub-Seite). Man könnte auch viel extremere Beispiele finden.
Natürlich kann die Perspektive täuschen und vielleicht sehe ich wieder nur etwas was ich auch sehen möchte, aber...
Eugen benötigt viel mehr Platz im Abschwung. Der Schlägerkopf ist auf dem Bild viel weiter links.Sein Schlägerkopf bewegt sich auf einer längeren Strecke bis zum Treffmoment. Das hat aber wahrscheinlich nicht nur mit dem LAG zu tun.

Um eine mögliche Auswirkung auf die SKG zu zeigen, habe ich versucht beide Schwünge zu simulieren. Bei beiden Schwüngen wird die gleiche Kraft benutzt. Dennoch gibt es große Unterschiede in der SKG und in der Zeit, die man für den Abschwung benötigt.

Dieses kleine wegwerfen des Schlägerkopfes in der ersten hälfte des Abschwungs, den Schlägerkopf nicht nahe genug am Körper halten, keine Bewegung des Körpers zum Ziel, kann schnell 10-20% an SKG kosten. Sagt zumindestens die Theorie. :wink:

Gruß Oliver_k


Bild

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Beitragvon Moderator » 28.11.2014, 08:57

Hallo Oliver, tolle Arbeit. Theorie muss nicht immer grau sein.

Bringt Eugens Problem gut auf den Punkt. Die 10-20% Verlust dürften auch seinem Gefühl entsprechen.

Mike
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Lobsang
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Rückmeldung auf Eure Beiträge

Beitragvon Lobsang » 22.12.2014, 22:37

Liebe Foristen,
endlich kann ich eine (kurze, haha) Rückmeldung auf die vielen Inputs geben, die mich an dieser Stelle, über Facebook sowie persönlich erreicht haben. Vorab möchte ich mich dafür bei allen herzlich bedanken.

Ob Mike „Handgelenke“ sagt, oder Rolf Kinkel „Altbau sanieren“ – jeder hat auf seine Weise recht, wobei es, das wurde auch betont, nicht einfach ist, meinen Schwung allein aus der frontalen Ansicht zu beurteilen.
Bei mir haben die vielen Tipps natürlich für Verwirrung gesorgt und weil der nächste mir erreichbare Indoor-Launchmonitor bei Clubmate Golf in Pfungstadt steht, bin ich zu Michael Welwarsky gefahren. Es bestätigte sich, dass meine Schlaglängen miserabel geworden sind, was aber nicht – oder zumindest nicht primär – eine Frage von Kraftverlust, wie ich gehofft hatte. Nein, ganz deutlich: der Schwung. An dem wollte ich nun wirklich nicht rumfummeln.

Ich zitiere aus MWs Brief:
„Aufgrund deiner Schwungeigenheiten und der vorhandenen Körperkraft und Schlägerkopfgeschwindigkeit ist deutlich zu sehen, dass du dich bei den Eisen im Bereich um 65 Gramm bei den Schäften sehr wohl fühlst und sehr zuverlässige Ergebnisse produzierst. Im Grunde genommen bist du ein perfektes Musterbeispiel für einen Fitter, weil du die Standardreaktionen auf unpassendes und vor allem zu schweres Material zeigst. In dem Moment, wo das Material für dich eben zu schwer und zu hart wird, nimmt deine Tendenz des „von außen Kommens“ deutlich zu und der Pull wird deutlich dominanter. Da du aufgrund langer Golferfahrung und verinnerlichter Kompensationen sehr gut darauf reagierst, resultiert das entsprechend in einem relativ zuverlässigen Fade. Allerdings taucht auch gerne mal ein klassischer Pull auf oder auch ein etwas stärkerer Slice.
Nähern wir uns deinem Wohlfühlgewicht und der Wohlfühl-Frequenz/Schafthärte bei deinem Material an, so werden die Resultate deutlich zuverlässiger. Bei den Eisen würde ich nach dem Termin am Freitag einen Recoil 660 F2 (A-Flex oder Soft-Regular) empfehlen. Ein ähnliches Setup ist auch für die Hybrids zu empfehlen, bzw. für die Fairwayhölzer. Ein Holz mit weniger als 18° Loft ist aufgrund fehlender SKG nicht zu empfehlen, wenn es vom Fairway aus genutzt werden soll. Schon der Unterschied zwischen 18° und 21° Loft ist eher überschaubar groß.
Dann natürlich auch das Thema Driver. Auch hier liegt der Wohlfühlbereich eher bei relativ leichtem Material. Über 55 Gramm sollte der Schaft nicht wiegen. Der von dir gerne gespielte MD Driver mit 12° Loft und dem EnZo 50 ist eine sehr gute Variante und funktioniert etwas zuverlässiger bei höheren Ballgeschwindigkeiten als der auch gemessene Wilson Driver mit dem „Made For Wilson“ Matrix Schaft. Der Loft von 12° ist auch das Minimum, was du derzeit spielen solltest, weil du aufgrund des „Außen/Innen“-Themas auch dazu tendierst, mit einem sehr negativen Angriffswinkel von oben auf den Ball zu kommen. Das kostet in Verbindung mit dem Schieben im Oberkörper und dem leichten Schaft lean nach vorne einen sehr niedrigen Ballstartwinkel und damit einen deutlichen Verlust an Länge. Für deine Schlägerkopfgeschwindigkeit benötigen wir einen Ballstart von ca. 15-16°, um eine Grundlage für den optimal langen Drive zu haben. Von deiner Wunschlänge bist du allerdings derzeit theoretisch ca. 10-12 mph entfernt. Das angestrebte Krafttraining wird auf jeden Fall positive Effekte haben. Ich erwarte ehrlicherweise keine sehr große Zunahme an SKG, aber eine deutliche Zunahme an Stabilität im Rumpfbereich, was auch das Wandern des Oberkörpers zum Treffmoment hin und über den Ball hinaus verkleinern sollte. Hierdurch sollte eine Technikkorrektur, die den Angriffswinkel etwas neutraler macht, vereinfacht werden.“

Zwischenzeitig war noch andere Inputs reingekommen, die ich teilweise nicht einordnen konnte. Weil Barbara Helbig, die mich bei meinem Projekt „Endlich einstellig!“ begleitet hatte, auf dem Weg in den Urlaub war, nahm ich das Angebot von Jan Förster an, etwas Licht in den Dschungel zu bekommen. Ich fuhr zum GC Frankfurt, wo er mich an einem kalten Tag in einer gottlob warmen SCOPE Box begrüßte. Mannschaftspieler Martin Keskari, der gerade Pro geworden ist, war auch dabei. Jan sichtete mit mir die Tipps, erklärte mich manche Termini und bat mich dann ein paar Bälle ins Netz zu schlagen.

Nachdem er meinen Schwung auf Scope aufgenommen hatte, bestätigte er Welwarsky’ s Launch Monitor Analyse.
Ich bat ihn, mir zu zeigen, wie ich im Rückschwung stehen sollte und er empfahl, meine Hände mehr nach hinten hinter meine Hacken zu bringen. Er führe mich in die Position und da machte es Klick, denn das war exakt die Stellung, in die mich Barbara Helbig immer bringen wollte, was mir damals schon schwer und auch jetzt unangenehm war. Ursache sind verkürzte Sehnen im Oberschenkel, wie Jan schnell heraus fand. Um überhaupt die Stellung im Rückschwung einnehmen zu können, zeigte er mir eine Übung, um den Oberschenkel zu dehnen. Seine Änderungen führten dann zu dem zweiten Schwungbild.

Kurzbeschreibung von Jan Förster:

„Eugen hat ein Ballflug von Pull Slice, Slice oder auch in machen Augen Fade. Mit den wenigen nötigen Korrekturen war es uns möglich, einen Draw zu Stande zu bringen. Außerdem ist er in der Lage seine bremsenden Elemente selbst zu entfernen, weil er sonst kein Boden bekommt. In meinen Augen hat er einen genialen Prozess vom Ausholen zum Abschwung (20 Grad Verkürzung des Winkels, was man auch als Lag bezeichnet) und dabei passiert ein Übergangslegen des Schlägers, was zu einem guten Trägheitsmoment führt und ihm wiederum das Gefühl gibt von innen zu schlagen.“

Jans Beschreibung vom Schwung 2:
1. Aufrechterer Stand beim Set Up (Rücken, vorher 45 Grad Oberkörperneigung), damit die Drehung gewährleistet ist.
2. Hände gehen über mehr Drehung des Oberkörpers weiter nach hinten (hinter die Hacken )
3. Jetzt bist Du in der Lage Dir Boden zu holen und alles im Treffmoment zu stecken (Becken, Arme, Beine ). Man kann deutlich sehen, dass Dein Durchschwung nicht gebremst wirkt. Die Arme fliegen nach vorne raus, das löffeln ist verschwunden und Du bist größer im Treffmoment. Alles Folge eines besseren Handwegs!

Soweit der Stand der Dinge. Da man bei diesem Dreckwetter derzeit nur durch den Schlamm robben kann, werde ich mich in mein Fitnessprogramm vertiefen, bei dem mich u. A. Robert Beckmann (http://www.bodystyle-golffitness.de) als Online Personal Trainer betreut.
Ich kann jetzt nur hoffen, dass ich nicht, wie Faldo damals nach einem Winter mit dem Thera-Band, zu einem Kraftpaket mutiere, das bei Golfturnieren nur noch als Türsteher fungieren kann.

Ich wünsche Euch allen einen geruhsamen Jahreswechsel und ein sportliche erfolgreiches, aber vor allem friedliches, 2015!

Herzliche Grüße
Eugen Pletsch

http://www.cybergolf.de




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ulim
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Beitragvon ulim » 23.12.2014, 23:20

Ein allgemeines Fitnessprogramm kann überhaupt nicht schaden (es sei denn Du verletzt Dich dabei - Achtsamkeit und Akzeptanz sind natürlich angesagt), da wir wahrscheinlich alle auf einem relativ niedrigen Fitness-Niveau sind. Es gilt da überhaupt erstmal in den gesunden Bereich zu kommen, bevor man sich darüber Gedanken machen muss in welche Richtung man noch weiter optimiert.

Natürlich bringt so ein allgemeines Fitnessprogramm nicht unbedingt viele Meter, aber außerhalb des Golfschwungs (i. e. im Leben) ist es sicherlich von weitaus größerem Nutzen als Hanteltraining.

Die technischen Korrekturen sind sicherlich auch ok, aber viel spannender finde ich persönlich die Frage der Umsetzung. Zumeist wird Golfunterricht so betrieben, dass das Ziel gesetzt wird und der Prozess sich daraus ergibt. Man kann es aber auch umgekehrt machen, nämlich den Prozess setzen und das Ziel sich ergeben lassen. Fred Shoemaker wäre dafür ein guter Lehrer und das differentielle Lernen ein geeigneter Prozess.

Ulrich

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ThinK
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Beitragvon ThinK » 24.12.2014, 08:06

@ulim
Das kann man so nicht stehen lassen. Hanteltraining ist nicht gleich Hanteltraining. Selbst Oli Heuler hat nach seinem Gewichtetraining einen enorm großen Längenzuwachs gehabt (+30m wenn ich mich richtig erinnere).
Kreuzheben, front squads, Klimmzüge und Dips bringen jeden nicht nur in eine gute Form, sie beugen auch Verletzungen vor und optimieren eine gute Haltung.
Ich halte wenig von NUR Therabandtraining alleine. In Kombination ist das durchaus wichtig, vorallem für die untere Muskulatur im Bereich der Schultern beispielsweise, aber es ersetzt meiner Meinung nach nicht die Reize, die Gewichte auf die Muskeln ausüben.

Insofern halte ich eine Aussage, dass Therabandtraining von besserem Nutzen sein soll als Hanteltraining schlichtweg für falsch.

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Lobsang
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Theraband

Beitragvon Lobsang » 24.12.2014, 08:57

ThinK hat geschrieben:@ulim
"Insofern halte ich eine Aussage, dass Therabandtraining von besserem Nutzen sein soll als Hanteltraining schlichtweg für falsch.


Danke für die Rückmeldungen. Das Theraband hatte ich nur in einem satirischen Nachsatz in Bezug auf Faldo erwähnt, der es in seiner Primetime über Winter mal übertrieben hatte und so viel Muskel aufbaute, dass er Probleme mit seinem Schwung bekam. Nur mit Theraband und Radfahren - so hatte er es mir zumindest mal vor Jahren erzählt. Diesbezüglich muss ich mir jedoch keine Sorgen machen. ;-)

Was mein Training angeht, bin ich in bestausgebildeten Händen. Theraband wird dabei (bisher) nicht eingesetzt. Heulers Langhanteltraining könnte ich gar nicht ausführen, da ich wegen meiner Knie selbst ohne Gewichte Probleme habe, aus der Kniebeuge hochzukommen.

Bez. Kräftigung der Hände wurde ich kürzlich von Pro Manfred Skeide an die gute, alte Henry-Cotton Methode erinnert, mit der ich vor 20 Jahren viel geübt habe. Mit dem Schläger auf einen Autoreifen dreschen ... mal was anderes, als immer nur Tasten tippen...

Geruhsame Feiertage wünscht
Eugen Pletsch

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ulim
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Beitragvon ulim » 24.12.2014, 16:56

@Think:
Ich glaube Du hast meinen Beitrag missverstanden. Von Theraband habe ich nichts geschrieben, sondern von einem allgemeinen Fitnesstraining (Cardio und Nautilus). Und ich habe geschrieben, dass meiner Einschätzung nach dieses allgemeine Training außerhalb des Golfschwungs von größerem Nutzen ist als Hanteltraining (oder auch ein Therabandtraining). Und dass bei allgemeinem Training weniger Gefahr besteht sich zu verletzen bzw. in die völlig falsche Richtung zu trainieren.

Vielleicht kann ich meine Meinung etwas plakativ so formulieren: Ziel sollte sein mit 80 Jahren überhaupt noch golfen zu können und nicht mit 60 Jahren länger als andere 60-jährige zu sein.

Ulrich

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Beitragvon Wolfi1970 » 25.12.2014, 14:25

Das gleiche Problem mit der Länge habe ich auch und viele andere auch.
Das Thema - Man löst den Lag/Winkel der Arme zu früh auf.
Auch in den beiden Schwüngen gut zu erkennen.
Etwas weniger Energie in den Schlag zu setzen, bringt bei mir immer mehr Meter bei weniger Krafteinsatz.
Ich erkenne mein Casting an der Länge des Ballfluges, wenn ich einen vollen Schwung mit dem Eisen 4 mache und der Ball nur 100m fliegt, dann war das nur ein Schwung ohne den Peitscheneffekt.
Interessant ist wenn ich caste komme ich oft over the top und slice den Ball auf 100m, bei dem Pitch fliegt der Ball gerade die gleiche Länge.
Anbei ein Video im Youtube, das vielleicht einige Meter bringen kann.
https://www.youtube.com/watch?v=jlxqjavxdjA

Hier geht es eher um das Over the Top, aber trotzdem kann man hier erkennen was eventuell man trainieren könnte.

Vielleicht habe ich auch gar keine Ahnung von Golf. :shock:

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Ole
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Beitragvon Ole » 25.12.2014, 15:09

Hallo Eugen,

mich würde interessieren, ob sich Deine Schlägerkopfgeschwindigkeit verbessert hat. Dein alter Rückschwung hatte etwas wenig Hüftdrehung und der Schaft wurde etwas zu früh steil im Abschwung und die Ballage war zu weit links. Ansonsten war die Bewegung nicht schlecht.

Frohe Weihnachten an alle Leser!

Ole

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