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Verfasst am:
06.06.2011, 15:59 |
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Ich möchte mir ein paar Eisen bauen, diesmal aus einem superweichen Carbonstahl ... voll geschmiedet, nicht nur formgeschmiedet. Diese Art von Stahl rostet leicht, weshalb die meisten Modelle dieser Machart als Finish verchromt werden. Chrom hat aber ein paar Nachteile und ist eigentlich - bis auf die Glanzoptik - überhaupt nicht nötig, eigentlich sogar nachteilig: eine rillenlose Schlagfläche mit Edelrost hätte einen prima Reibungsfaktor zum Ball hin.
Gretchenfrage: kommt so ein Rosteisen am Markt an oder siegt in Deutschland die Edeloptik?
Mike |
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Slowhand
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Verfasst am:
06.06.2011, 16:07 |
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Also ich "empfinde" Rostschläger als "ungepflegt" und würde diese auch nicht spielen.
Hat weniger mit Edeloptik als vielmehr mit praktischen Dingen zu tun. Das fängt schon damit an, dass man im Auto aufpassen müsste, wo man mit den Rostteilen anstößt.
Du kommst doch auch nicht auf die Idee, mit rostigem Besteck zu essen und begründest das auch nicht mit Edeloptik oder?
Es sollten doch noch andere Veredelungen möglich sein als Chrom!? |
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Verfasst am:
06.06.2011, 16:27 |
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Berechtigte Einwände. Der Rost kann allerdings auch gepflegt werden, durch permanenten Gebrauch passiert dies automatisch. Es ist also kein Rost wie bei einem uralten Nagel o.ä. , Pflege wäre durch Stahlwolle etc. ... so wie bei den Hickories, die rosten ja auch.
Ich verstehe aber auch, wenn man sowas nicht gerne möchte.
Mike |
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Golf-junky
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Verfasst am:
06.06.2011, 16:28 |
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Mit dem ungeplegt muss ich Slowhand schon recht geben...vor allem wir deutsche sind sehr auf Sauberkeit und Ordnung aus...wenn ich überlege wieviele Golfer mit Schutzhauben für die Eisen rumlaufen und das meistverkaufte Bag bei uns ist das Bennington wo jeder Schläger sein eigenes Fach hat.
Aber da gibt es bestimmt einige die so sind und wieder andere die anders denken. Ich finde die "Rosteisen" eigentlich eine coole Idee... |
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Slowhand
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Verfasst am:
06.06.2011, 16:40 |
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Ich fände eine "satinierte" Oberfläche gut.
Da könnte die Farbe auch rostig sein oder bronze oder....
Mir persönlich würde eine matt schwarze Oberfläche am besten gefallen. |
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HGE
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Verfasst am:
06.06.2011, 17:14 |
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Rost nur auf der Schlagfläche als echte Innovation, Schlägerhaube gegen Verschmutzung, ein optisch passender Schaft mit einem edlen Ledegriff.
Das wäre ein möglicher edler Designschläger, der Akzeptanz finden könnte. |
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akay
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Beiträge: 118
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Verfasst am:
06.06.2011, 20:17 |
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Und ich dachte immer, Carbonstahl wäre besonders hart (siehe x-fach gefaltete Messerklingen aus Japan, die rosten auch). Rostende Wedges gibt es doch schon von diversen Herstellern, meist wird empfohlen, diese mit Öl zu behandeln, damit sie nicht rosten.
Ja, rostige Schlagflächen wären cool, der Rest dann mattglänzend nichtrostend. Dürfte sehr aufwendig in der Herstellung sein ... . Ausserdem muss der Rost sehr gleichmässig und "feinkörnig" sein, damit der gewünschte Reibeffekt auftritt und die Schlagfläche nicht ungleichmässig "wegrostet". |
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Slowhand
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Verfasst am:
06.06.2011, 20:34 |
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Und nach 8 Schlägen findest du den Ball nicht mehr, weil er seine Farbe von weiß in richtung Rost gewechselt hat und damit im Rough nicht mehr auffällt...
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Verfasst am:
31.01.2012, 13:21 |
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Für den harten Kern habe ich jetzt mal zwei Modelle aus rostendem Stahl gemacht. Ganz kleine Stückzahl.
Herstellung: geschmiedet
Stahl: weicher Carbonstahl
Bauform/Umfang:
A) Blade 3 bis 9 / PW/AW/SW
B) Cavity 3 bis PW
Marke: Bagger Vance, Modell "corrosum"
So ist die Herstellung und Optik:
Die Köpfe werden einteilig geschmiedet, also kein angeschweisstes Hosel wie z.B. bei Miura
Noch strahlen die Köpfe, leichte Rostansätze sind aber schon erkennbar ...
Beide Modelle mit rillenloser Schlagfläche.
Vergleich der Bauarten:
Beide Modelle sind relativ straff im Feedback, typisch für geschmiedete Eisen. Das Blade hat Pfeffer, der Ball startet flach und bohrend. Das Cavity ist etwas komfortabler, ein noch gutes Feedback auch bei Offcentertreffer. Beide Kopfvarianten haben sehr gute Spinwerte.
Mir persönlich taugt das Cavity etwas besser, aber insgesamt können geschmiedete Schlägerköpfe meinen gewohnten Softstahl Blades (Grooveless Oldschool) in Sachen Antrieb und Komfort nicht das Wasser reichen - mein Eindruck.
Mike |
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rebel

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Verfasst am:
31.01.2012, 21:15 |
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Die Oberfläche sieht so glatt aus, ich kann kaum Glauben - das der Ball da gut ab-geht... |
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Verfasst am:
01.02.2012, 07:19 |
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Eisen 6 mit Rangebällen im Schnitt 5.000 UPM Backspin ... mit oxidierter Oberfläche wird es noch besser werden.
Es sieht tatsächlich seltsam aus, aber nur, da man beim Backspin eine falsche Grundidee hat, was den Spin beeinflusst. Laien vermuten zunächst auch, dass ein Profilreifen mehr Grip hat als ein Rennslick ... aber dem ist nicht so.
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Verfasst am:
01.02.2012, 09:54 |
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Wer noch etwas Hintergrundinfo zum Thema einteiliges Schmieden möchte, findet hier eine kurze Erklärung:
Info und Copyright Hakusa
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Golf-junky
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Verfasst am:
01.03.2012, 19:20 |
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Heute hat sich endlich die Gelegenheit geboten dass ich die rostenden Eisen mal draußen probieren konnte...(endlich war das Wetter mal gut und der Kurzplatz offen). Ich hatte das Blade dabei und war echt beeindruckt. Es ist sehr deutlich im Feedback und sehr direkt zu spielen.
Die Eisen sehen mitlerweile echt geil aus, mag zwar nicht jedermans geschmack sein aber ich find die Teile echt heiß.
Was mich jedoch mehr überrascht hat, ist das doch relativ einfache spiel mit einem geschmiedeten Blade, was man ja zunächst nicht erwarten würde. Im vergleich zum Softstahl zwar nicht so komfortabel aber doch interessant.
Das wird eine harte entscheidung welchen Satz ich dieses Jahr spielen soll...  |
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Golfhulk

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Beiträge: 68
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Verfasst am:
02.03.2012, 06:30 |
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Cobra und Cleveland scheinen auch gefallen daran zu haben und sind der Meinung das es der Kunde wohl wollen könnte
Hoffentlich ist es so und nicht noch Lack... das es nur so ausschaut
Ganze Eisensätze ! das gibt´s noch nicht ! |
_________________ Golf-Atome zu spalten liegt bei den Männern im Erbgut - HaudeGEN |
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Golf-junky
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Verfasst am:
02.03.2012, 09:48 |
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Also ob der Rost da wirklich echt ist glaub ich nicht ganz...sieht irgendwie zu unecht aus, wenn ich das mit der Optik unserer rostenden Eisen vergleiche ist da schon ein deutlicher Unterschied... |
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Verfasst am:
02.03.2012, 10:46 |
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Die beiden Modelle aus der CORROSUM Serie von Bagger Vance sehen mittlerweile so aus:
Zum Vergleich: eines meiner Hickory-Eisen, min. 90 Jahre alt:
Dieser Edelrost verschmutzt weder Bag noch Hände. Nach langer Standzeit (Winterpause) ggf. mit Stahlwolle und Waffenöl oder Wachs abreiben.
Mike |
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Verfasst am:
02.03.2012, 19:05 |
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Hallo Mike,
was hälst Du von brünieren? Das geht zum einen chemisch oder zum anderen thermisch.
Bei dem thermischen kannst Du je nach Hitze Farben (von gold über rot bis schwarz) machen, anschließend wäre hier aber Brünieröl erforderlich. Und Öl fetten ja ein wenig, auch wenn es dünn ist. Schläger sollten nach dem Spiel ebenfalls mit einem leicht öligen Lappen übergewischt werden.
Chemisch brünieren wäre so wie bei Waffen.
Pflege braucht beides um dauerhaft gut auszusehen, ist halt so wie mit 'ner Frau...
Gruß Klaus |
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